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Die "Energiewende" in Deutschland - und nun?

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_ES_
Administrator
#651 erstellt: 22. Sep 2011, 20:25

Nun wird also der Akku weiter entladen, da die Kupferschmelze Strom braucht. Sinn und Zweck eines Speichers.

So, Feierabend. Der Fahrer will nach Hause - kommt in den besten Familien vor - und der E-Tank ist leer


Ich kenne keine Batterie, die sich innerhalb 8 Stunden rapide selbst entlädt.
Es sei denn, Du meinst Elkos.
ZeeeM
Inventar
#652 erstellt: 22. Sep 2011, 20:33

R-Type schrieb:
Ich kenne keine Batterie, die sich innerhalb 8 Stunden rapide selbst entlädt.
Es sei denn, Du meinst Elkos. ;)


Um da eine brauchbare Antwort zu finden müsste man vergleichen, wieviel Ladung in 24h durch den Ladungsspeicher selbst ausgeglichen wird. Die typische Energiemenge, die ein Elko hat dürfte << gegen einem Akku sein.
_ES_
Administrator
#653 erstellt: 22. Sep 2011, 20:36
Die brauchbare Antwort gibt die Praxis- oder kennst du ein E-auto, welches sich nach 8..10h rumstehen so entladen hat, das man damit nicht mehr fahren kann?
Bei der eher überwiegend negativen Berichterstattung bez. E-Autos wäre das ein gefundenes Fressen und schon längst publik gemacht..
Soundy73
Inventar
#654 erstellt: 23. Sep 2011, 05:46
Es geht nicht um´s rumstehen, sondern um die Nutzung als Stromspeicher für´s Netz. Daher schrieb ich vom Anschluss an die (dazu zu schaffende!) "Docking-Station" auf dem Parkplatz des Arbeitgebers. Wie soll das sonst gehen?

Den Einwurf von pinoccio kann ich gelten lassen. Zu regeln wäre dann das Entgelt für die Entladung ins Netz, Akkuzyklen sind endlich und somit vom Eigner des Fahrzeugs zu tragen.
Soundy73
Inventar
#655 erstellt: 27. Sep 2011, 11:02
Ich merk´ schon, selbst denhärtesten Ökos fällt nicht recht etwas ein. da muss ich also selbst recherchieren:

Zum Bleistift, Schiffshebewerk als Pumpspeicher: http://www.luenepost...rk-als-stromspeicher

Aber O-Ton:
Schomerus betont aber auch: „Das Projekt steht noch ganz am Anfang.“ Dennoch sind die Grünen schon jetzt begeistert, wie Ulrich Blanck bestätigt:


Wie schön wäre doch die "Brücke" gewesen, denn sie hätte auch enorme Geldmengen generiert für sowas, wie: http://www.bine.info...romobilitaet-testen/

Im Moment scheint also lediglich der Pumpspeicher "marktreif" zu sein. Trotzdem wird immer mehr "Vollblindleistung" installiert und bezuschusst.
Doch mal gibt´s grünes Licht: http://www.br-online...-ID1312123761713.xml
Mal heftigen Gegenwind: http://www.hornbergbecken-2.de/page2.php
http://www.solar-und...umpspeicherkraftwerk

Ich suche weiter nach Lösungen mit Arbeitsplatzpotential, sieht aber echt gruselig aus....
Soundy73
Inventar
#656 erstellt: 29. Sep 2011, 11:00
Okay mach´ ich allein (sporadisch) weiter:

http://www.lichtblick.de/h/Ueberblick_286.php

Das ZuhauseKraftwerk in Cooperation mit VW, das heißt, Wertschöpfung in Niedersachsen.

Kein Speicher, aber Darstellung von Regelenergie, die dringend benötigt wird.
Der Ansatz:


Doch nicht immer scheint die Sonne, weht der Wind. Dann fehlt Strom. Für eine sichere Versorgung müssen wir die erneuerbare mit intelligenter Energie ergänzen. Strom, der dann produziert wird, wenn die Windräder stillstehen. Sauberer Strom, der zuverlässig und je nach Bedarf erzeugt wird. Strom, der den Ausstieg aus Atom und Kohle beschleunigt.


Der Haken:


Sie verbrauchen mindestens 45.000 kWh Gas bzw. 5.000 Liter Öl im Jahr. Das entspricht dem Wärmebedarf von sehr großen Einfamilienhäusern oder Zweifamilienhäusern. Auch Mehrfamilienhäuser, kleine Unternehmen, Kirchen, Schulen oder öffentliche Gebäude sind geeignet.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#657 erstellt: 29. Sep 2011, 12:16
Hi Jürgen

Was willst mit deinem "Haken" genau sagen?

Gruss
Stefan
ZeeeM
Inventar
#658 erstellt: 29. Sep 2011, 12:19
Das es nix für alleinstehende 50qm Hütten ist?
Soundy73
Inventar
#659 erstellt: 29. Sep 2011, 16:44
Nee, dass ICH als Eigenheimbesitzer die entstehende Wärmemenge nicht wegbekomme, wie wohl fast jeder. 5000 l Erdöl (damit kann ich mir das besser vorstellen) sind kein Pappenstiel. Die ZuhauseKraftwerke sind somit nur etwas für größere Reihenhäuser u.ä.

Bei uns im flachen Land stehen nunmal zumeist Einfamilienhäuser rum, da ginge allenfalls:

Der Dachs, oder sowas: https://www.eon.de/r.../Sonderdruck_gas.pdf

Und da ist eine "Verschwarmung" durch externe Steuerung noch nicht in Sicht. Selbst bei den "Kleinen" wird´s im Sommer schwer. Also so richtig ´was ist das noch nicht.
Die Kosten-/Nutzen-Bilanz in Kürze fand ich für gewogene Leser hier: http://www.mühlacker...nung-kwk-anlage.html

Trotz sehr hohen Wirkungsgrades wird hier CO2 in die luft geblasen, sollte man nicht vergessen.

Übersichtlich zum Thema Stromspeicher fand ich:
http://www.first-mov...tromspeichersysteme/

Dort kommt allerdings mein Favorit (H2!) noch gar nicht gut weg ...auch da wäre die "Brücke" der bessere Weg gewesen.
http://www.first-mov...wasserstoffspeicher/

Ich schließe mich, zu lesen unter: http://www.first-mov...rneuerbare-energien/

..dem Herrn Stadie in seinem Kommentar an:

Bruno Stadie sagte am 28. September 2011 um 13:08 :

Das wird nur funktionieren wenn man zukünftig Energie besser speichern kann und Anreize für private Haushalte schafft. Die derzeitige Technologie reicht dafür nicht aus. Andere Energiequellen wie die Brennstoffzelle und Wasserstoff werden aus bekannten Gründen tot geschwiegen. Die Erdöl Lobby läßt grüßen.
Statt Atommeiler werden kurzfristig Gas- oder Kohlekraftwerke benötigt um Energielücken aufzufüllen. Die will man aber auch nicht. Es wird immer deutlicher, dass Biogas ein Flop wird. Gazu musste man aber erst auf über 30% der Agrarflächen Mais anpflanzen. ES FEHLT – WIE LEIDER VIEL ZU OFT – EINE KLARE STRATEGIE! Stattdessen herrscht Aktionismus.


Stromspeicher, die ein sinnvolles Potential, auch für hochqualitative Arbeitsplätze bringen würden, haben ein so hohes Investitionsverlangen, dass die EVUs doch lieber (zumindest zur Zeit) auf die gesponsorten Irrwege wie Fotovoltaik und Wind einsteigen - das ist überschaubar und bringt sichere Rendite

Es ist somit an der Politik positive Rahmenbedingungen für die sog. "Energiewende" zu schaffen. Sonst schfft uns die "Energiewende".
pinoccio
Hat sich gelöscht
#660 erstellt: 29. Sep 2011, 16:49

Soundy73 schrieb:
:. Nee, dass ICH als Eigenheimbesitzer die entstehende Wärmemenge nicht wegbekomme, wie wohl fast jeder. 5000 l Erdöl (damit kann ich mir das besser vorstellen) sind kein Pappenstiel. Die ZuhauseKraftwerke sind somit nur etwas für größere Reihenhäuser u.ä.


Öh.. ja. Ist ja auch Bedingung, um am Schwarmkonzept teilzunehmen. Wenn ich so bei uns in der Region schaue, könnten eigentlich viele daran teilnehmen. Obs Eigentumswohnungsbunker sind oder größere Doppelhaushälften. Imho liegt da einiges brach.

Gruss
Stefan
Soundy73
Inventar
#661 erstellt: 30. Sep 2011, 11:17
Hmm jaa Potential ist somit bei Euch da, Eva Zwerg fand jedoch noch einen weiteren Gesichtspunkt:

Wenn wir mal optimistisch und nutzenorientiert von 4500 Betriebsstunden/a ausgehen, dann hätte so´n oller Ottomotor roundabout 225.000 km auf der Uhr (ich rechnete mal mit einer moderaten "Durchschnittsgeschwindigkeit" von 50km/h- naja 20kW da sollte das passen) in einem Jahr! Die Wartung ist im Preis drin. Wie sieht´s aber aus mit der "Ersatzmaschine"? - Bei 10 Jahren Laufzeit ist selbst ein Taxidiesel schrottreif. Die Krux bei vielen beweglichen Teilen.

ß-Version oder zuverlässige erprobte Technik? Die Frage muss gestellt werden dürfen, da der Ansatz, trotz schnöder Nutzung von fossilem Brennstoff - aber darauf beruht ja die große Energiewende - aufgrund des Wirkungsgrades zu bedenken lohnt.

Kurzer Schwenk zu Fraquins Bio-Methan. Dazu fand ich:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-09/power-to-gas/seite-2

Da ist noch sehr viel Denkpotential drin, wie schon die dort unten anhängige Diskussion aufzeigt. Das kann ich schreiben, ohne gleich Adrenalin auszuschütten

Man beachte den Kommentar von treppenwitz, den ich hoffentlich zitieren darf:


6. Ökonomischer Irrsinn!

Wenn man bei einer Rückverstromung von einem illusionär hohem Wirkungsgrad von 30% ausgeht, dann kostet die erzeugte KWh also das 3-fache der mit 9 cent geförderten KWh -> mit 27 cent wird also die benötigte Energie subventioniert.
Jetzt kommt der Preis für die Methanisierung und das nachgeschaltete Kraftwerk hinzu:
Das Kraftwerk ist wahrscheinlich eine klassisches Schattenkraftwerk, läuft entsprechend mit einer geringen Auslastung und produziert entsprechend teuer Strom.
Die Auslastung der Anlage zur Methanisierung ist noch viel geringer (<5% !?) und der Preis für die erzeugte KWh steigt damit endgültig ins Irrwitzige.
--> Das ganze Konzept ist technisch realisierbar aber von Anfang an ökonomisch zum scheitern verurteilt.
Frau Uelken: Könnten sie eventuell auch bei ihren Artikeln die ökonomische Seite mit einbeziehen? Es ist extrem kontraproduktiv eine weniger informierte Leserschaft mit ökonomisch illusionär Konzepten anzufixen. Das Thema Energiewende ist genug emotional aufgeladen. Es hilft nicht mit Nebelkerzen dieser Art Probleme zu verschleiern und leichtgläubige Leser mit Heilsversprechen zu verblöden.


Schönes Wochenende!
Mimi001
Hat sich gelöscht
#662 erstellt: 30. Sep 2011, 21:30
Hier etwas auf sueddeutsche.de zu unserem fast evtl. doch nicht Endlager, nebst einigen Eindrücken aus dem Untersuchungsausschuss Gorleben.
Soundy73
Inventar
#663 erstellt: 03. Okt 2011, 17:10
Nothinmg new There´s nothing new under the sun , but there are lots of things we don´t know.

Ambrose Bierce, The Devil's Dictionary
US author & satirist (1842 - 1914)

So war der Landkreis Lüchow-Dannenberg damals "Zonenrandgebiet". Man versuchte viel um diese Gebiete wirtschaftlich zu fördern. Aussichstlose Groschengräber hingegen, welcher Sinn steckt darin?

Wenn die populistischen Anti-Gorleben-"Spezialisten" ja so recht haben, wieso ist die wissenschaftliche Seite der Betreiber nicht ebensoweit? Glaube kaum, dass die Konsequenzen zu tragen hätten, die ihnen nicht sowieso drohten.

Allein die Kuugelei spricht Bände, wie hier Nebelkerzen verschossen werden Versuch doch mal nur den Betreiber zu finden... Dabei ist´s ganz einfach und unskandalös: http://www.dbe.de/

bzw.: http://www.bfs.de/de/endlager/erkundungsbergwerk_gorleben
RheaM
Inventar
#664 erstellt: 03. Okt 2011, 17:26
Und weil die Gorlebener keinen Atommüll unter der Erde haben wollen wird darüber die Umwelt platt gemacht. Durch Vermaisung ganzer Landstriche entstehen irreparable Schäden, wenn die Ackerkrume weg ist kann man genau so wenig anbauen wie auf verstrahlten Böden.

http://www.zeit.de/2011/29/Biogas


[Beitrag von RheaM am 03. Okt 2011, 17:28 bearbeitet]
tsieg-ifih
Gesperrt
#665 erstellt: 03. Okt 2011, 20:24

Durch Vermaisung ganzer Landstriche entstehen irreparable Schäden, wenn die Ackerkrume weg ist kann man genau so wenig anbauen wie auf verstrahlten Böden.

Vor allem , abgesehen davon dass jede Scholle irgendwann undicht wird (siehe Asse) und zusammenbricht, muss die verseuchte Ackerkrume in Japan sogar aufwendig abgetragen werden. So schafft man Arbeitsplätze .

Bei einem extrem unwahrscheinlichen Fall wie im März dieses Jahres in Japan passiert, müssen irreparable Schäden über tausende von Jahren abgesichert und verwaltet werden , alleine bei Uran gibt es 25 verschiedene Isotope bis 4,5 Milliarden Jahre Halbwertszeit
und einfach die Erde wegzutragen unmöglich sowas das ist Landschaftszerstörung
Ransack
Gesperrt
#666 erstellt: 07. Okt 2011, 07:54
Viel Fläche, wenig Leistung und wenn es mal ein paar Tage bewölkt ist, dann ist der Ofen aus.

http://www.golem.de/1110/86865.html

Um Biblis zu ersetzen müsste man diese Anlage 126 mal bauen.
Franquin
Hat sich gelöscht
#667 erstellt: 07. Okt 2011, 14:03

Ransack schrieb:


Um Biblis zu ersetzen müsste man diese Anlage 126 mal bauen.


Um den Schaden eines havarierenden Biblis zu erzeugen, müsste diese Anlage (1265897660345 * 10²³) mal explodieren.
ZeeeM
Inventar
#668 erstellt: 08. Okt 2011, 11:50
lumi1
Hat sich gelöscht
#669 erstellt: 08. Okt 2011, 12:33
Hallo..

Zitat aus dem Link-Artikel:


....Sie nutzen die Energie, um Wasser den Berg hochzupumpen, das am nächsten Tag bergab fließt und über riesige Turbinen Spannung erzeugt, die als teurer Strom aus Wasserkraft zurück nach Deutschland verkauft wird!....

....Chef der Deutschen Energie-Agentur, kritisiert: „Das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht besonders sinnvoll,....


Muahaha, DAS ist noch sehr, sehr sanft ausgedrückt.


Für mich ist DAS unhaltbarer Irrsinn, MEIN Geld, unser ALLER Geld wird hier FÜR NICHTS "verbrannt".


Aah, aber Hauptsache, Atomausstieg.
Ganz zu schweigen davon, daß dieser selbst ETLICHE MILLIARDEN kostet, die WIR alle bezahlen.


Hallelujah, wie bekloppt ist das denn???

Schönen Samstag noch an alle, ich versuche erstmal gerade wieder meinen Blutdruck unter Kontrolle zu bekommen....

MfG.
Ener-
Stammgast
#670 erstellt: 08. Okt 2011, 12:36
Nur auf meiner Stromrechnung kommt kein Plus raus, egal wieviel Strom ich zu welchen Zeiten auch verbrauche... dabei wäre das noch das geringste Problem


[Beitrag von Ener- am 08. Okt 2011, 12:37 bearbeitet]
catman41
Hat sich gelöscht
#671 erstellt: 08. Okt 2011, 14:25

lumi1 schrieb:
Hallo..

Zitat aus dem Link-Artikel:


....Sie nutzen die Energie, um Wasser den Berg hochzupumpen, das am nächsten Tag bergab fließt und über riesige Turbinen Spannung erzeugt, die als teurer Strom aus Wasserkraft zurück nach Deutschland verkauft wird!....

....Chef der Deutschen Energie-Agentur, kritisiert: „Das ist aus volkswirtschaftlicher Sicht nicht besonders sinnvoll,....


Muahaha, DAS ist noch sehr, sehr sanft ausgedrückt.


Für mich ist DAS unhaltbarer Irrsinn, MEIN Geld, unser ALLER Geld wird hier FÜR NICHTS "verbrannt".


Aah, aber Hauptsache, Atomausstieg.
Ganz zu schweigen davon, daß dieser selbst ETLICHE MILLIARDEN kostet, die WIR alle bezahlen.


Hallelujah, wie bekloppt ist das denn???

Schönen Samstag noch an alle, ich versuche erstmal gerade wieder meinen Blutdruck unter Kontrolle zu bekommen....

MfG.


stimmt, AKW's haben uns bis jetzt ja nichts gekostet und ein havarietes AKW ist spottbillig.

Das nicht geeignete Gorleben wird als Endlager klam heimlich eingerichtet - man spricht sogar darüber die Eigentümer (Familie v. Bernstorff und die evan. Kirche) zu enteignen.

Übrigens;
Die Entsorgung der Asse wird wohl auch mehr Zeit und UNSER Geld in Anspruch nehmen als angenommen.

Aber das interessiert nicht!

Atomkraft, Nein Danke!
Harry
catman41
Hat sich gelöscht
#672 erstellt: 08. Okt 2011, 14:30

ZeeeM schrieb:
http://www.bild.de/g...d-20356654.bild.html


schon etwas peinlich, einen Bericht der Bild zu verlinken - das sagt schon alles!

Das liegt in der Macht von Schwarz/Gelb, dieses zu ändern. Lobbyisten denken halt so!!

Atomkraft, Nein Danke!
Harry
anon123
Inventar
#673 erstellt: 08. Okt 2011, 14:39
Pumpspeicherkraftwerke sind ein alter Hut. Sie sollen, seit Jahrzehnten, dazu dienen, die unterschiedlichen Verbrauchsintensitäten im Stromnetz vor allem aus öknomischer Sicht zu nutzen. Dabei wird, meistens nachts, das Wasser bergauf gepumpt, um dann tagsüber, wenn der Strom teurer ist und mehr gebraucht wird, Strom zu generieren. Diese Kraftwerke können auch zum Ausgleich potentiell unsteter Stromversorgung (etwa durch Wind- oder Solarkraftwerke) genutzt werden.

Das wird ja sogar in diesem Bild-Artikel erklärt und der Chef von RWE führt das sogar noch weiter aus. Aber das wird natürlich ignoriert.

Pumpspeicherkraftwerke sind sowas von ein alter Hut, das sich mich wundere, warum die jetzt so urplötzlich ausgekramt werden. Das heißt -- ich wundere mich eigentlich nicht. Man kann ja so wunderbar einzelne Bestandteile eines "alternativen Energiekonzepts" aus dem Zusammenhang reißen, durch den Kakao ziehen, und sich lachend auf die Schenkel klopfen. Das hat mit einer ernsthaften Diskussion zwar gar nichts zu tun, und ist -- isoliert betrachtet -- natürlich auch unsinnig.

Polemik basierend auf selektiver Wahrnehmung. Aber Einigen macht es offenbar Spaß. Und den wünsche ich Euch sogar.


[Beitrag von anon123 am 08. Okt 2011, 14:45 bearbeitet]
RheaM
Inventar
#674 erstellt: 08. Okt 2011, 15:02

Pumpspeicherkraftwerke sind sowas von ein alter Hut, das sich mich wundere, warum die jetzt so urplötzlich ausgekramt werden. Das heißt -- ich wundere mich eigentlich nicht. Man kann ja so wunderbar einzelne Bestandteile eines "alternativen Energiekonzepts" aus dem Zusammenhang reißen, durch den Kakao ziehen, und sich lachend auf die Schenkel klopfen. Das hat mit einer ernsthaften Diskussion zwar gar nichts zu tun, und ist -- isoliert betrachtet -- natürlich auch unsinnig. Aber Einigen macht es offenbar Spaß.


nee, Spass macht das nicht, und ich klopf mir auch nicht auf die Schenkel. Fakt ist einfach das keines der alternativen Speicherkonzepte ( Wasserstoff, Methan, Druckluft, Elektroauto als Speicher ) über Gedankenspiele oder Versuchsanlagen mit lausigen Wirkungsgraden hinaus gekommen ist. Einzig praktikabel und wirtschaftlich ist das Pumpspeicherwerk. Nur sind die in Deutschland und anderen geeigneten mitteleuropäischen Standorten kaum mehr erweiterbar. Selbst in dem von vielen favorisierten Norwegen regt sich immer mehr Widerstand gegen den ungehemmten Ausbau dieser Technologie.


einen Bericht der Bild zu verlinken - das sagt schon alles!


was denn? Das du sachlich nichts gegen den Artikel sagen kannst und deswegen pauschale Quellenkritik übst? Genauso arm wie das Herumhacken auf gelegentlichen Rechtschreibfehlern


Um den Schaden eines havarierenden Biblis zu erzeugen


Nur tut es das trotz aller Unkenrufe nicht, seit Jahrzehnten schon. Und bitte jetzt keine Liste von Beinahe- Katastrophen.
catman41
Hat sich gelöscht
#675 erstellt: 08. Okt 2011, 15:16
@RheaM,


Nur tut es das trotz aller Unkenrufe nicht, seit Jahrzehnten schon
.

Und andere Länder (Japan) interssiert uns nicht, oder wie verstehe ich das!!

Atomkraft, Nein Danke!
Harry
lumi1
Hat sich gelöscht
#676 erstellt: 08. Okt 2011, 15:24
Ich schätze die Bild auch nicht, und, ohne mich rechtfertigen zu müssen, ich habe in meinem 44 jährigen Leben bestimmt keine 30 davon gekauft.
Und ja, da stimme ich sogar zu, es ist typische Meinungsmache für die eher "etwas ungebildeteren", etwas darauf zugeschnitten.

Auf der Gegenseite kann man sagen, daß aber ein nicht unbedeutender Teil auch der sogenannten "besseren" Bevölkerungsschichten die Bild ließt.
Manche sogar beruflich.

Wie auch immer, sehe den Link auf die BILD in diesem Zusammenhang eher als Zufall, bzw. unerheblich in diesem Zusammenhang der Diskussion hier.
Denn man kann dies in etlichen anderen Zeitungen und hunderten Quellen im Netz, auch von renomierteren, oder sogar über fast jeden Zweifel erhabene Quellen, erfahren.

Und, wie es jeder formuliert oder aufbauscht bzw. verharmlost, zumindest meine Meinung bleibt darüber.
Denn die kann ich mir ganz alleine b i l d e n.

MfG.
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#677 erstellt: 08. Okt 2011, 16:30
Es geht in dem Bericht ja nicht um die Pumpspeicherkraftwerke, sondern darum, dass Energie die wir alle zahlen, verschenkt oder teuer verschenkt wrd.
Abgesehen davon ist das schon eher ein alter Hut und wohl leider die Regel, dass so verfahren wird.

Interessiert die EEG Lobby und die Investoren die sich mit den Subventionen die Taschen füllen aber nicht.
catman41
Hat sich gelöscht
#678 erstellt: 08. Okt 2011, 22:12
@Mackie-Messer,


Interessiert die EEG Lobby und die Investoren die sich mit den Subventionen die Taschen füllen aber nicht


die einzigsten, die sich die Taschen mit den Subventionen voll machen, sind die Atomlobbyisten/die Atommafia!

Atomkraft, Nein Danke!
Harry
_ES_
Administrator
#679 erstellt: 08. Okt 2011, 22:29

Atomkraft, Nein Danke!


In der Signatur eingepasst, erspart es weitere Tipperei- nur mal so als Tipp.
catman41
Hat sich gelöscht
#680 erstellt: 09. Okt 2011, 08:41

R-Type schrieb:

Atomkraft, Nein Danke!


In der Signatur eingepasst, erspart es weitere Tipperei- nur mal so als Tipp. ;)


stimmt - werde es sofort eintragen!

lg
Harry
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#681 erstellt: 09. Okt 2011, 10:15

catman41 schrieb:
@Mackie-Messer,


Interessiert die EEG Lobby und die Investoren die sich mit den Subventionen die Taschen füllen aber nicht


die einzigsten, die sich die Taschen mit den Subventionen voll machen, sind die Atomlobbyisten/die Atommafia!



Sicher doch. Das sind alles Robin Hoods, die handeln alle völlig uneigennützig. Natürlich gibt es keine Investment Fonds, die in EEG investieren und diese profitieren natürlich nicht von den Subventionen. Wenn Strom den wir alle bezahlen verschenkt oder mit dickem Bonus verschenkt wird, kann sowas nur über Subventionen geschehen, welche die Allgemeinheit finanziert. Wir bezahlen dann z.T. für eine Leistung, die wir praktisch nicht erhalten. Wer bekommt dann also das Geld!?

Wach mal auf!


[Beitrag von Mackie-Messer am 09. Okt 2011, 10:16 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#682 erstellt: 09. Okt 2011, 10:19
Es geht um Profitmaximierung und Kostensenkungen, bei Konzernen, wie bei Privathaushalten. Niemand bezahlt Geld dafür, das andere Menschen ein Auskommen haben. Es wird bezahlt, weil es keine legale Alternative gibt.
tsieg-ifih
Gesperrt
#683 erstellt: 09. Okt 2011, 12:24
Das schrieb ich auch schon gefühlte 100 mal, wenn man die Wahl hätte zwischen gefährlich und ungefährlich, aber das versteht nicht jeder. Einige ignorieren sich sogar selbst, um nicht daran zu denken ihre eingefrorene Meinung von irgendwelchen Käseblättern einsuggeriert, nicht ändern zu müssen, zumal die Folgen eines (Super) GAUs im Mitteleuropa viel schlimmer sind als in Tschernobyl.

Das Totschlagargument dass unsere Atommeiler natürlich viel besser sind stimmt (übrigens jedes Land sagt das) und die Ungefährlichkeit kann jeder an den niedrigen Versicherungsbeiträgen sofort erkennen



Um die paar Atomfanboys die wir immer noch haben wieder zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen, ganz kurz als Erinnerungsauffrischung, was bei einem Fehler von Mensch und/oder Natur passiert, wenn das Atomkraftwerk-Kühlsystem versagt :
Zusammenbruch der Infrastruktur mit tausenden Sofortgeschädigten, Millionen Langzeitgeschädigte, verseuchte Recourcen und Missbildungen nach Jahrzehnten. Geld und Entschädigungen gibt es nicht, da kann ja jeder kommen, es wären einfach zu viele, jeder muss dann selbst schauen wo er bleibt.

Es gibt eine Risikostudie die besagt dass die GAU-Wahrscheinlichkeit eines AKW in der 40 jährigen Laufzeit bei 0,1 % liegt. Die EU hat 150 AKWs das wären 16 %, bei weltweit 450 AKws wäre das sogar 40 %.
Der geschätzte Schaden wird bei einem GAU pro AKW auf 5.400 Milliarden Euro geschätzt, wobei die Schadensdeckung bei maximal 2,5 Milliarden Euro liegt, das wären weniger als 0,1 % der zu erwartenden Schäden

Kommen wir zu den Abfällen die alle 440 AKWs jährlich produzieren :
da muss man sich erstmal in Ruhe hinsetzen um das geistig zu verarbeiten (für einige könnte eine subjektive Welt zusammenbrechen die nicht in das jeweilige Denkmuster passt).
Es sind 8300 Tonnen hochradioaktiver Müll die jährlich anfallen, hinzu kommt noch ein Vielfaches an leicht- und mittelaktiver Atommüll die tausende Jahren gefährlich strahlen und Menschen gefährden.

Wir müssen froh sein dass wenigstens unseren Meiler bald abgeschaltet werden und dafür sorgen dass die anderen folgen werden, da Uran sowieso noch für 20 vielleicht 30 Jahren verfügbar ist
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#684 erstellt: 09. Okt 2011, 12:30
Schon merkwürdig, dass wenn das eine kritisiert, man dann automatisch in eine bestimmte Schublade gesteckt wird.
catman41
Hat sich gelöscht
#685 erstellt: 09. Okt 2011, 13:24

Mackie-Messer schrieb:

catman41 schrieb:
@Mackie-Messer,


Interessiert die EEG Lobby und die Investoren die sich mit den Subventionen die Taschen füllen aber nicht


die einzigsten, die sich die Taschen mit den Subventionen voll machen, sind die Atomlobbyisten/die Atommafia!



Sicher doch. Das sind alles Robin Hoods, die handeln alle völlig uneigennützig. Natürlich gibt es keine Investment Fonds, die in EEG investieren und diese profitieren natürlich nicht von den Subventionen. Wenn Strom den wir alle bezahlen verschenkt oder mit dickem Bonus verschenkt wird, kann sowas nur über Subventionen geschehen, welche die Allgemeinheit finanziert. Wir bezahlen dann z.T. für eine Leistung, die wir praktisch nicht erhalten. Wer bekommt dann also das Geld!?

Wach mal auf!


ich bin wach - Du auch!

Nicht nur Atomiker haben Ahnung!!

gehen den Befürwortern die Argumente aus, wird die Mär vom billigen Atomstrom bemüht.

Warum wohl sind die EVU's daran interessiert, ihre Betonklütze weiter laufen zulassen?
Weil sie vom Staat ordentlich subventioniert werden.

Wäre nämlich der Atomstrom "billig" würden die Kunden dieses merken

lg
Harry
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#686 erstellt: 09. Okt 2011, 13:28
Was hat jetzt das eine mit dem anderen zu tun!?
catman41
Hat sich gelöscht
#687 erstellt: 09. Okt 2011, 13:49

Mackie-Messer schrieb:
Was hat jetzt das eine mit dem anderen zu tun!?


tja, Du/Ihr meint, das das EEG zu sehr subventioniert wird. Andere wissen, das es aber gerade die Atommafia ist, die über subventioniert wurde/wird.

lg
Harry
RheaM
Inventar
#688 erstellt: 09. Okt 2011, 14:21

tja, Du/Ihr meint, das das EEG zu sehr subventioniert wird


Wir meinen das nicht, das ist eine Tatsache. Und die Kostenlawine rollt erst an. Aber die EEG ist ja günstiger für Besserverdienende als Steuersubventionen an Energieunternehmen. Steuern zahlen Geringverdienende ziemlich wenig bis null, über die EEG bekommt man sie doch noch abgezockt. Wie ich in der Signatur schon schreibe: EEG abschaffen, jährlich prozuental steigende Quote für erneuerbare als Verpflichtung an EVU. Das würde die Entwicklung effektiverer Technologien enorm beschleunigen und Strom aus Erneuerbaren deutlich verbilligen.
catman41
Hat sich gelöscht
#689 erstellt: 09. Okt 2011, 16:17
@RheaM,


Kostenlawine rollt


und die Kostenlavine im Falle einer Haverie?!

Aber AKW's sind ja sicher und Ihr Atomiker könnt die Hand für ins Feuer legen, das nie nichts passiert.

Achja - das nötige Endlager habt Ihr auch schon gefunden.

Alles wird gut!!

lg
Harry
Soundy73
Inventar
#690 erstellt: 10. Okt 2011, 12:17
Von Harry also noch immer nichts neues.... Du weißt eben nur, was Du nicht willst, schade eigentlich.

Am Freitag soll´s die neue "Hochrechnung" zur EEG-Umlage 2012 geben: http://strom.idealo....-verbraucher-tragen/

..hört sich im Text erstmal wenig dramatisch an, kann sich aber leicht "kumulieren":


2010 hatte man mit der Kalkulation auf jeden Fall kräftig daneben gelegen, das Girokonto mit den Einnahmen und Ausgaben für die Förderung von Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse wies am Ende ein Minus von 1,294 Milliarden aus. In der Politik steht deshalb auch die teure Solarförderung zur Diskussion, da diese einen Großteil der Kosten ausmache.


Der "Strom-Akku Europas", das gern zitierte Norwegen, ist leider auch nicht uneingeschränkt und jubilierend bereit das Speicherloch zu stopfen:
http://www.zeit.de/2011/36/Energie-Deutschland-Norwegen
(daraus: )

Ein gutes Drittel unseres Stroms soll 2020 aus erneuerbaren Quellen kommen, mehr als 70 Prozent davon aus Windparks. Dann sollen sich 21000 Windräder an Land und auf dem Meer drehen. Doch was ist bei Flaute? Intelligente Steuerung und ein europaweites Verbundnetz können zur Versorgungssicherheit beitragen. Zusätzlich werden große Stromspeicher gebraucht, die beste Technik dafür sind Pumpspeicherkraftwerke.

Gut 30 davon gibt es in Deutschland. Zusammen können sie in ihren Oberbecken nur wenig Wasser speichern, schon nach zweieinhalb Stunden Windstille wären sie leer gelaufen. Das 500-Fache des bisherigen Speichervolumens (für rund 25 Terawattstunden Strom) wäre langfristig nötig für ein stabiles Stromnetz. Es gilt als ausgeschlossen, im dicht besiedelten und relativ flachen Deutschland genügend Standorte hierfür zu finden.

Mit hohen Niederschlägen, steilen Fjordhängen und unbewohnten Hochebenen bietet Norwegen ideale Bedingungen für Pumpspeicherkraftwerke. Die bereits bestehenden Staubecken würden ausreichen, um den deutschen Bedarf zu decken. Auch Großbritannien hat Interesse angemeldet, andere Länder könnten folgen. Für Norwegen entsteht ein lukrativer neuer Energiemarkt mit einem geschätzten Umsatz durch Stromspeicherung von fast zehn Milliarden Euro im Jahr.



Am leichtesten lösbar sind noch die technischen Probleme. Schwerer wiegen Umweltbedenken und unklare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Außerdem sind längst nicht alle Norweger begeistert von der Idee, ihr Land in den Akku Europas zu verwandeln. Gegen jede der hierzu notwendigen neuen Hochspannungstrassen kämpft eine Bürgerinitiative. Wer sich zwischen Fjells und Fjorden umhört, stößt schnell auf eine Konfliktlinie, die auch in Deutschland immer sichtbarer wird: ökologisch motivierte Großprojekte treffen vor Ort auf ökologisch begründeten Widerstand – Grün streitet gegen Grün.


Also auch hier unsere Probleme exportieren? Wir wissen zwar nicht wohin die Reise gehen muss - aber das mit aller Macht.

Ich suche noch immer nach Speicherlösungen vor Ort, doch nun fette ich mal ´was im Zitat oben...

... und was geschieht den Norwegern im Falle einer Havarie "..nach dem Stand von Wissenschaft und Forschung war die Staumauer sicher..")

Wenig Sonnenschein heute, aber Fessenheim z.B. liefert uns Strom - widersinnig, oder?
catman41
Hat sich gelöscht
#691 erstellt: 10. Okt 2011, 12:56

Soundy73 schrieb:
Von Harry also noch immer nichts neues.... Du weißt eben nur, was Du nicht willst, schade eigentlich.

Am Freitag soll´s die neue "Hochrechnung" zur EEG-Umlage 2012 geben: http://strom.idealo....-verbraucher-tragen/

..hört sich im Text erstmal wenig dramatisch an, kann sich aber leicht "kumulieren":


2010 hatte man mit der Kalkulation auf jeden Fall kräftig daneben gelegen, das Girokonto mit den Einnahmen und Ausgaben für die Förderung von Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse wies am Ende ein Minus von 1,294 Milliarden aus. In der Politik steht deshalb auch die teure Solarförderung zur Diskussion, da diese einen Großteil der Kosten ausmache.


Der "Strom-Akku Europas", das gern zitierte Norwegen, ist leider auch nicht uneingeschränkt und jubilierend bereit das Speicherloch zu stopfen:
http://www.zeit.de/2011/36/Energie-Deutschland-Norwegen
(daraus: )

Ein gutes Drittel unseres Stroms soll 2020 aus erneuerbaren Quellen kommen, mehr als 70 Prozent davon aus Windparks. Dann sollen sich 21000 Windräder an Land und auf dem Meer drehen. Doch was ist bei Flaute? Intelligente Steuerung und ein europaweites Verbundnetz können zur Versorgungssicherheit beitragen. Zusätzlich werden große Stromspeicher gebraucht, die beste Technik dafür sind Pumpspeicherkraftwerke.

Gut 30 davon gibt es in Deutschland. Zusammen können sie in ihren Oberbecken nur wenig Wasser speichern, schon nach zweieinhalb Stunden Windstille wären sie leer gelaufen. Das 500-Fache des bisherigen Speichervolumens (für rund 25 Terawattstunden Strom) wäre langfristig nötig für ein stabiles Stromnetz. Es gilt als ausgeschlossen, im dicht besiedelten und relativ flachen Deutschland genügend Standorte hierfür zu finden.

Mit hohen Niederschlägen, steilen Fjordhängen und unbewohnten Hochebenen bietet Norwegen ideale Bedingungen für Pumpspeicherkraftwerke. Die bereits bestehenden Staubecken würden ausreichen, um den deutschen Bedarf zu decken. Auch Großbritannien hat Interesse angemeldet, andere Länder könnten folgen. Für Norwegen entsteht ein lukrativer neuer Energiemarkt mit einem geschätzten Umsatz durch Stromspeicherung von fast zehn Milliarden Euro im Jahr.



Am leichtesten lösbar sind noch die technischen Probleme. Schwerer wiegen Umweltbedenken und unklare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Außerdem sind längst nicht alle Norweger begeistert von der Idee, ihr Land in den Akku Europas zu verwandeln. Gegen jede der hierzu notwendigen neuen Hochspannungstrassen kämpft eine Bürgerinitiative. Wer sich zwischen Fjells und Fjorden umhört, stößt schnell auf eine Konfliktlinie, die auch in Deutschland immer sichtbarer wird: ökologisch motivierte Großprojekte treffen vor Ort auf ökologisch begründeten Widerstand – Grün streitet gegen Grün.


Also auch hier unsere Probleme exportieren? Wir wissen zwar nicht wohin die Reise gehen muss - aber das mit aller Macht.

Ich suche noch immer nach Speicherlösungen vor Ort, doch nun fette ich mal ´was im Zitat oben...

... und was geschieht den Norwegern im Falle einer Havarie "..nach dem Stand von Wissenschaft und Forschung war die Staumauer sicher..")

Wenig Sonnenschein heute, aber Fessenheim z.B. liefert uns Strom - widersinnig, oder?


naja, denn bauen wir halt weiterhin AKW's - in 25 Jahren geht ja erst das nächste hoch und die Fässer aus der Asse können auch liegen bleiben - bricht ja sowieso bald alles ein.

Alles wird gut!!

lg
Harry
Soundy73
Inventar
#692 erstellt: 10. Okt 2011, 13:30
Fußend auf dem Komplettzitat sehe ich Dich also mit mir gleicher Meinung?

Eigentlich erwarte ich Lösungsansätze, wie:


...In Kleinkleckersdorf wird ab sofort der erste großindustrielle Bioquacksalber gebaut. Mit dieser völlig neuartigen Technologie wird ab Januar 2012 ausreichend Regelenergie vorgehalten, um den Ausfall von 1800 Windenergieanlagen der 1 Megawatt-Klasse für 4 Tage abzupuffern. Der Wirkungsgrad liegt, durch den erstmaligen Einsatz eines Fluxkompensators *), bei sagenhaften 76%. Damit ist die Anlage in Kleinkleckersdorf weltweit führend und schafft in der Region 200 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Überwachung und Instandhaltung. Das Konzept ist somit der Schlüssel zur Nutzung der regenerativen Energiequellen und wird mit Sicherheit der Exportschlager des 21. Jahrhunderts. Nicolas Sarkozy wurde zitiert mit: "Merde, da hat diese Frau doch recht behalten..."

Ich wär´ sofort dabei, das gut zu finden

*) -der ist geklaut aus "Zurück in die Zukunft", müsste aber wohl erfunden werden, damit das Konzept aufginge.

Dass wir für die Folgen eines breiten politischen Konsenses ( http://de.wikipedia.org/wiki/Atomminister )Lehrgeld zahlen müssen ( Du zitierst immer wieder die ASSE!), wird auch im jetzigen Fall nicht ausbleiben, da es für die "Energiewende" eben noch gar kein, schon gar kein tragfähiges, Konzept gibt. - Zeig´ mir ansonsten "Kleinkleckersdorf". ..und "Alles wird gut!"
catman41
Hat sich gelöscht
#693 erstellt: 10. Okt 2011, 14:25
@Soundy,

nö, ich bleib dabei:

Atomkraft, Nein Danke!

Nach dem Motto;
"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg"

lg
Harry
Mackie-Messer
Hat sich gelöscht
#694 erstellt: 10. Okt 2011, 14:39
Also Kopf in den Sand und durchhalten.
Franquin
Hat sich gelöscht
#695 erstellt: 10. Okt 2011, 14:42

Greenpeace hat jetzt eine Studie über Subventionen für die Atomenergie veröffentlicht, die die Umweltschutzorganisation beim Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft in Auftrag gegeben hatte. Ziel der Studie war es, genauer als bisher zu ermitteln, in welcher Höhe die Energiekonzerne Subventionen für die Atomenergie erhalten und erhielten, woraus sich diese zusammensetzen und mit welchen zukünftigen Kosten mit Sicherheit zu rechnen ist. Bis dato ging man von Subventionen in Höhe von ca. 200 Millionen Euro aus.

Das Ergebnis ist erschütternd: In den Jahren 1950 bis 2008 floss bereits die astronomische Summe von 165 Milliarden Euro an Subventionen in die Atomenergie. Zu erwarten sind zukünftig noch mindestens 92,5 Milliarden Subventionen.


Das sind alles in allem gute 260 Milliarden Euro an Subventionen für Atomstrom. De wir alle zahlen müssen, mussten.


Nicht berechnet wurden die erheblichen Vorteile, die den Atomkonzernen durch die Nicht-Verpflichtung zu einer ausreichenden Haftpflichtversicherung entstehen. Die AKW-Betreiber müssen nämlich mit ihren Haftpflichtversicherungen nicht die möglichen Schäden eines Super-GAUs abdecken. Diese müsste dann wiederum der Steuerzahler übernehmen. Gegenüber anderen Energieträgern ein fast schon unmoralischer Wettbewerbsvorteil, dessen Höhe nur geschätzt werden kann. Vorsichtige (!) Schätzungen gehen hier von Vorteilen in absurder Höhe von 11.413 Milliarden (in Worten: Elftausendvierhundertunddreizehn Milliarden) aus. Diese Summe wurde aber wie gesagt nicht miteinbezogen. Ebenso wenig wie staatliche Leistungen etwa zur polizeilichen Sicherung von Atommülltransporten oder Förderungen aus Länderhaushalten.


Ah, und das ist noch nicht alles...


Würde man diese Kosten miteinbeziehen, käme man auf einen Strompreis von 2,70 pro Kilowattstunde – eine Summe, die Atomstrom ziemlich alt aussehen lassen würde. Mit der Wettbewerbsfähigkeit wäre es dann vorbei.


Wie war das mit Millionensubventionen für alternative Energien? Bei der Atomkraft ist es der tausendfache Betrag.

Und wie war das mit den 27 Cent für die in Methan gespeicherte Kilowattstunde? 27 Cent sind zu teuer???

Ich wäre dafür, den Thread wegen fortgesetzter Volksverdummung zu schließen.

edit: Quellenangabe:
http://blog.nrwspd.d...on-fuer-atomenergie/

...und noch was:

Die Studie soll die These widerlegen, dass Atomkraft entgegen der Meinung ihrer Befürworter den billigsten Weg zur Stromerzeugung darstelle. Die großen Gewinner seien im Endeffekt nur die Energiekonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, die seit 2002 Gewinne von 100 Milliarden Euro eingefahren hätten - auf Kosten der Allgemeinheit.


[Beitrag von Franquin am 10. Okt 2011, 14:55 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#696 erstellt: 10. Okt 2011, 15:16
...Manchmal werde ich sehr müde...

Wer dies lesen kann, kann lesen - okay ja sowas von Lobbyseite, ganz anders als Grünfrieden

http://www.kernenerg...bventionen/index.php

Anschubfinanzierung oder Subvention?
Michael Weis, Katrin van Bevern und Thomas Linnemann, Essen
Aus der Fachzeitschrift atw 08/09 2011

In der öffentlichen Diskussion über den Einsatz und den Nutzen der Kernkraftwerke wird immer wieder behauptet, die Kernenergie habe bis heute öffentliche Subventionen erhalten. Nur deshalb sei Strom aus Kernkraftwerken wirtschaftlich. Diese Aussage ist falsch.


http://www.kernenerg...derung_1956-2010.pdf

Das ist nicht so alt und muss als Gegenthese reichen.

Und übrigen wir sind doch schon fast ausgestiegen, über die Hälfte der deutschen Anlagen steht doch bereits nutzlos da. Hier soll´s um ein sinnvolles DANACH, das wäre JETZT, gehen.
Franquin
Hat sich gelöscht
#697 erstellt: 10. Okt 2011, 16:16

Soundy73 schrieb:

Und übrigen wir sind doch schon fast ausgestiegen, über die Hälfte der deutschen Anlagen steht doch bereits nutzlos da. Hier soll´s um ein sinnvolles DANACH, das wäre JETZT, gehen.



Das Danach ist doch klar. Die stillgelegten Meiler werden in Tochtergesellschaften verlagert, die den Rückbau durchführen sollen. Diese gehen dann nach und nach in Konkurs und die Gesellschaft bleibt auf dem Müll sitzen.
catman41
Hat sich gelöscht
#698 erstellt: 10. Okt 2011, 16:38

Soundy73 schrieb:
...Manchmal werde ich sehr müde...

Wer dies lesen kann, kann lesen - okay ja sowas von Lobbyseite, ganz anders als Grünfrieden

http://www.kernenerg...bventionen/index.php

Anschubfinanzierung oder Subvention?
Michael Weis, Katrin van Bevern und Thomas Linnemann, Essen
Aus der Fachzeitschrift atw 08/09 2011

In der öffentlichen Diskussion über den Einsatz und den Nutzen der Kernkraftwerke wird immer wieder behauptet, die Kernenergie habe bis heute öffentliche Subventionen erhalten. Nur deshalb sei Strom aus Kernkraftwerken wirtschaftlich. Diese Aussage ist falsch.


http://www.kernenerg...derung_1956-2010.pdf

Das ist nicht so alt und muss als Gegenthese reichen.

Und übrigen wir sind doch schon fast ausgestiegen, über die Hälfte der deutschen Anlagen steht doch bereits nutzlos da. Hier soll´s um ein sinnvolles DANACH, das wäre JETZT, gehen.


wieviel Geld steckt die Atommafia in die Seite?

Das ist auch gut so, das der Ausstieg bereits begonnen hat!

lg
Harry
RheaM
Inventar
#699 erstellt: 10. Okt 2011, 17:46
In punkto Subventionen ist die Solarbranche kräftig am aufholen

http://www.handelsbl...nd-gift/4039396.html


Die Stromverbraucher müssen für die bis Ende vergangenen Jahres installierten Anlagen über 80 Milliarden Euro bezahlen. In diesem und im nächsten Jahr kommen weitere 20 Milliarden Euro hinzu. Und das, obwohl die Sonnenenergie insgesamt nur zwei Prozent unserer Stromversorgung deckt.


und das geht noch 20 Jahre so weiter. Taschenrechner gefällig?


[Beitrag von RheaM am 10. Okt 2011, 17:48 bearbeitet]
Franquin
Hat sich gelöscht
#700 erstellt: 10. Okt 2011, 17:54

RheaM schrieb:


und das geht noch 20 Jahre so weiter. Taschenrechner gefällig?



in Hamm Uentrop kann erst in fünfundzwanzig Jahren mit einem teiklweisen Abbau begonnen werden. Der Rückbau wird etwa dreißig Jahre dauern, die Bewachung und Sicherung der Abfälle noch ein paar Millionen Jahre. Das Ganze ist durch geschickten Konkurs bereits seit einem Jahrzehnt in öffentlicher Hand.

Taschenrechner gefällig?
RheaM
Inventar
#701 erstellt: 10. Okt 2011, 18:45
sicher, aber diese Kosten tragen alle, nach dem Motto wer viel verdient kann viel fürs Allgemeinwohl beitragen. Und nicht wie bei Solarsubventionen


Wir fördern vom Teuersten am meisten! Und das, obwohl die unsinnige Regelung in der Republik mittlerweile nicht nur für eine Umverteilung von Nord nach Süd sorgt - sondern auch für eine von den Armen zu den Reichen.
Letztere können sich Eigenheime leisten und die rentablen Panels aufs Dach schrauben. Erstere aber wohnen in Mietwohnungen und bezahlen die Traumrenditen der Besserverdienenden mit ihrer Stromrechnung.


Zu letzteren zählen auch diese prekär beschäftigten

http://www.welt.de/d...n-Niedrigloehne.html


Typisch für die Branche ist ein Unternehmen wie Conergy. Hoch verschuldet, verlustreiches Geschäft, Gerüchte über Stellenstreichungen am größten Standort Frankfurt (Oder). Und: mickrige Bezahlung. Leiharbeiter, sagt Betriebsrat Harald Frick, verdienen rund 7,30 Euro pro Stunde


[Beitrag von RheaM am 10. Okt 2011, 18:56 bearbeitet]
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