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Der Atomvertrag

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Soundy73
Inventar
#1607 erstellt: 30. Mrz 2011, 11:51
Endlich mal etwas substantielles, Harry!

Deinem Avatar nach, bist du ja ein absoluter Experte in der Nippon-Szene

RoA behauptet:


Wenn in Deutschland ein AKW hochgeht, gibt es keinen Plan, kein Gerät, keine Koordination, und die Feuerwehr und das THW können sich nur erstaunt die Äuglein reiben und dem Treiben so lange zuschauen, bis es zu spät ist.


Ich verlinke da mal ein Beispiel: http://www.khgmbh.de/wDeutsch/unternehmen.php?navanchor=1010037

Wobei ich im Moment nicht verstehe, warum daraus nicht Profit geschlagen wird, aber Japan hat ja ausländische Hilfe zum größten Teil abgelehnt.
Im übrigen gibt es zyklisch Katastrophenschutz-Übungen in good old germany, die sich auch mit diesem imHo seeehr unwahrscheinlichen Szenario beschäftigen. Panikmache wird GROSS geschrieben oder?
andisharp
Hat sich gelöscht
#1608 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:00
Wer ein mal das technische Gerät des THW und des Katastophenschutz leibhaftig gesehen hat, dem wird Angst und Bange selbst vor kleineren Atomunglücken. Das Zeug ist teilweise älter als die Kernkraftwerke.
RoA
Inventar
#1609 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:05

Soundy73 schrieb:

RoA behauptet:


Wenn in Deutschland ein AKW hochgeht, gibt es keinen Plan, kein Gerät, keine Koordination, und die Feuerwehr und das THW können sich nur erstaunt die Äuglein reiben und dem Treiben so lange zuschauen, bis es zu spät ist.


Ich verlinke da mal ein Beispiel: http://www.khgmbh.de/wDeutsch/unternehmen.php?navanchor=1010037


Okay, hast mich überzeugt. Die haben ja sogar ein Notstromaggregat.
RoA
Inventar
#1610 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:32
Realsatire?


Welt Online schrieb:
13.40 Uhr: Um die Ausbreitung der Radioaktivität einzudämmen, will der japanische Kraftwerksbetreiber Tepco eigenen Angaben zufolge den Boden rund um die schwer beschädigten Reaktoren mit Kunstharz besprühen. Die Methode solle am Donnerstag (31. März) zunächst in einem Teilbereich getestet werden, sagte Nishiyama. Die Idee dahinter sei die, die radioaktiven Partikel am Erdboden “festzukleben.“


Im Falle eines Falles, klebt Pattex einfach alles...

Da sind wir in Europa schon weiter, nicht wahr, Soundy? Da ist alles schon erprobt und getestet...
RheaM
Inventar
#1611 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:42
pinoccio schrieb


Aber wie schon im Thread erwähnt, gehts nicht nur ums gute Gewissen des ÖSV, sondern man kann/konnte damit den Alternativ-Anbietern Projekte (z.B. Speichermöglichkeiten usw) ermöglichen, damit der Umstieg auf regenerative Energien schneller und effizienter wird. Und allgemein betrachtet die Stromversorgung mehr dezentralisiert wird


Bitte nenne mir ein einziges Projekt zur Energiespeicherung ( ich meine bestehende oder fest geplante, nicht irgendwelche Versuchsanlagen mit jämmerlichen Wirkungsgraden ) das aus Mitteln des EEG finanziert wird. Noch besser wäre ein Gesamtplan, denn wir reden da über Grössenordnungen. Irgendjemand hat mal ausgerechnet das man zum Ausgleich einer 4- tägigen Flaute das Volumen des Bodensees auf Zugspitzniveau pumpen müsste.
Aber das ist müßig, denn es gibt keinen solchen Plan.
ZeeeM
Inventar
#1612 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:42

Soundy73 schrieb:
Panikmache wird GROSS geschrieben oder? ;)


Nein. Es wird nur realistisch betrachtet, das bei einem Ereignis mit der Eintrittswahrscheinlichkeit > 0, diese durchaus jeden Momement eintreten kann und keinen Garant dafür gibt, das dies erst in ferner Zunkunft der Fall sein kann. Die geringe Eintrittswahrscheinlichkeit den Leuten als Sicherheit zu verkaufen ist ja das, was hirnrissig ist.
Florian_1
Stammgast
#1613 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:54

RoA schrieb:
Im Falle eines Falles, klebt Pattex einfach alles... ;)


Das haben die Sovjets gemacht.


Um den radioaktiven Staub auf dem Boden zu binden, wurde um den Reaktor mit Hubschraubern eine klebrige Substanz namens Burba verteilt


Warum fragen die Japaner nicht einfach mal jemanden und bitten um Hilfe?


[Beitrag von Florian_1 am 30. Mrz 2011, 13:28 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#1614 erstellt: 30. Mrz 2011, 12:55

RheaM schrieb:
pinoccio schrieb


Aber wie schon im Thread erwähnt, gehts nicht nur ums gute Gewissen des ÖSV, sondern man kann/konnte damit den Alternativ-Anbietern Projekte (z.B. Speichermöglichkeiten usw) ermöglichen, damit der Umstieg auf regenerative Energien schneller und effizienter wird. Und allgemein betrachtet die Stromversorgung mehr dezentralisiert wird


Bitte nenne mir ein einziges Projekt zur Energiespeicherung ( ich meine bestehende oder fest geplante, nicht irgendwelche Versuchsanlagen mit jämmerlichen Wirkungsgraden ) das aus Mitteln des EEG finanziert wird. Noch besser wäre ein Gesamtplan, denn wir reden da über Grössenordnungen. Irgendjemand hat mal ausgerechnet das man zum Ausgleich einer 4- tägigen Flaute das Volumen des Bodensees auf Zugspitzniveau pumpen müsste.
Aber das ist müßig, denn es gibt keinen solchen Plan.


Da geht man natürlich lieber das Risiko ein, dass Deutschland morgen komplett unbewohnbar gemacht wird. Scheißegal, wie falsch die Argumente auch sein mögen. Kein vernünftiger Mensch erwartet einen Komplettumstieg auf erneuerbare Energien von jetzt auf gleich. Eine echte Brückentechnologie sind dezentrale Erdgaskraftwerke. Die könnte man in großer Zahl und in kurzer Zeit bauen. Für die Grundlast stehen immer noch reichlich Kohlekraftwerke mit enormer Leistung zur Verfügung.
tsieg-ifih
Gesperrt
#1615 erstellt: 30. Mrz 2011, 13:21
Wenn jemand tatsächlich glaubt in den USA oder in Europa wäre die Atom-Informationspolitik besser der irrt.


Im Jahr 2002 stellte sich heraus, dass 16 Jahre lang Berichte des Betreibers TEPCO gefälscht und Inspektionen aus Kostengründen verschleppt worden waren. Alle TEPCO-Kernkraftwerke wurden daraufhin heruntergefahren. Am 16. Mai 2003 war die Überprüfung beendet, und die Anlage wurde erneut angefahren.[18]
Am 28. März 2007 berichtete das Wall Street Journal, dass TEPCO die Inbetriebnahme der Blöcke 7 und 8 um ein Jahr auf das Jahr 2013 bzw. 2014 verschoben hat. Als Grund wurde das Vertuschen eines Unfalls genannt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima-Daiichi

Der Präsidenten der deutschen Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil sagt:

sei es im Moment noch zu früh, über einen Sarkophag zur Eindämmung der Strahlung nachzudenken, sagte Pflugbeil. „So lange die Kernschmelze noch im Gange und nicht wenigstens ungefähr zur Ruhe gekommen ist, wird man so etwas schon aus Strahlenschutzgründen nicht bauen können.“ So etwas könne man nicht mit Robotern machen, es müssten viele Menschen in die Nähe des Reaktors. Bis es so weit sei, werde es wohl noch einige Monate dauern.

http://www.mmnews.de...fukushima-verstrahlt


Japan will Atomreaktoren mit Planen abdecken


Die Plane wird vermutlich desshalb genommen um das hochgiftige + radioaktive Plutonium lokal einzugrenzen, ein Blatt Papier reicht um die geringe Reichweite des Alphastrahlers einzugrenzen.
Dafür reichen beim Plutonium einige Nanogramm um den Grenzwert zu überschreiten und einige Mikrogramm um eine tödliche Dosis beim Inhalieren aus der Luft abzubekommen.
In den USA wurden desshalb MOX Brennelemente mit Plutonium verboten, aber in Japan wird's zecks Erhöhung der Effizienz eingesetzt. Leider erhöhen sich dabei auch die Gefahren bei einem Unfall, da Plutonium schon in kleinsten Mengen tödlich ist, es wurde nicht umsonst nach dem Gott der Unterwelt benannt. Die Wirkung von Plutonium ist infernalisch.


Warum frag die Japaner ict einfac mal jemanden und bitten um Hilfe?

Bisher wurde jede Hilfe abgelehnt.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#1616 erstellt: 30. Mrz 2011, 13:22

RoA schrieb:
Wer behauptet also, daß die AKW Japans die sichersten überhaupt sind, wenn die Arbeiter nicht einmal geeignete Schutzanzüge haben und auch sonst nicht ausgerüstet sind? Bitte noch mal vortreten!

In Harrisburg und Tschernobyl war das übrigens nicht anders, und in Deutschland ist es auch nicht anders. Wenn in Deutschland ein AKW hochgeht, gibt es keinen Plan, kein Gerät, keine Koordination, und die Feuerwehr und das THW können sich nur erstaunt die Äuglein reiben und dem Treiben so lange zuschauen, bis es zu spät ist.


Es gab doch schon in den 70ern oder frühen 80ern Simulationen, dass es logistisch überhaupt nicht möglich atomare Katastrophen zufriedenstellend zu handeln.


Soundy schrieb:
Im übrigen gibt es zyklisch Katastrophenschutz-Übungen in good old germany, die sich auch mit diesem imHo seeehr unwahrscheinlichen Szenario beschäftigen. Panikmache wird GROSS geschrieben oder?



Wie Du angesichts der, nun schon zwei Wochen währenden, Vorgänge in Japan immer noch von Panik sprechen kannst grenzt doch wirklich an Blindheit !
In Japan werden sicher auch zyklische Übungendurchgeführt worden sein.
Hat es was genutzt ?
Bessert sich die Situation ?



Zu Deinem KHG-Link:
Das sind Simulationen von kleinen begrenzten (Un)-Fällen.
Weitet man diese Simulation aus und geht von hunderten, sogar tausenden stark verstrahlten Personen aus, bricht schnell alles zusammen.
Alleine der Umgang mit stark verstrahlten Personen oder Leichen ist mehr als heikel ... es ist auch keine Panikmache wenn man dann behauptet dass die 10 Betten, für solche Unfallopfer, in Spezialkliniken ( ist jetzt polemisch leicht über- oder untertrieben, je nach Standpunkt) nicht ausreichen werden.
Evakuierungen von ganzen Landstrichen oder gar Ballungsräumen erwähne ich besser erst gar nicht.



andisharp schrieb:
Kein vernünftiger Mensch erwartet einen Komplettumstieg auf erneuerbare Energien von jetzt auf gleich.

Das ist hier auch schon hundert mal geschrieben worden.
Es gibt aber immer noch genug Personen die aus ideologischen Gründen so tun als würde morgen das Licht ausgehen.
Dass die grüne Wählerklientel mittlerweile aus technikaffinen Bürgerlichen besteht, die gerne ihr I-Pad benutzen,stört dabei überhaupt nicht.
Sowohl Bundestag, als auch Parteizentrale der Grünen, wird mit Strom beleuchtet und nicht mit Fackeln und, soweit bekannt, wollen auch die Grünen das zukünftig so beibehalten...
andisharp
Hat sich gelöscht
#1617 erstellt: 30. Mrz 2011, 13:47
Alles generalstabsmäßig geplant in Japan. Die haben alles voll im Griff.


Während im Atomkraftwerk Fukushima die Bemühungen fortgesetzt werden, ein weiteres Auslaufen von radioaktivem Wasser ins Meer und in den Boden zu verhindern, wurde die Betreibergesellschaft Tepco aufgefordert, die Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte zu verbessern.

Wie die Tageszeitung "Yomiuri Shinbun" berichtete, sind die Techniker, Soldaten und Feuerwehrmänner an den Unglücksreaktoren an der Grenze ihrer Kräfte. Die Männer, die sich seit Wochen der gefährlichen Strahlung aussetzen, um eine atomare Katastrophe zu verhindern, bekommen offenbar nicht genug zu essen und nicht mehr als anderthalb Liter Wasser pro Tag. Nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo gibt es für die Einsatzkräfte nur zwei Mahlzeiten pro Tag, bestehend aus Keksen und Reis. Anfangs hätten sie nur trockenes Brot zur Verfügung gehabt. Wegen der hohen Radioaktivität in dem Atomkraftwerk gebe es nur sporadisch Nahrungsmittellieferungen.


Aus der Tagesschau
RoA
Inventar
#1618 erstellt: 30. Mrz 2011, 14:15
Das sind ja paradiesische Zustände.
Ener-
Stammgast
#1619 erstellt: 30. Mrz 2011, 15:06

Mimi001 schrieb:
als würde morgen das Licht ausgehen.
PAH! Bei mir an Arbeit war es sogar heute schon soweit, Stromausfall. Kaum ist die Sonne mal kurz weg... :D
andisharp schrieb:
"Yomiuri Shinbun"
Naja. Das ist vergleichbar mit BILD + Guttenberg. Auflagenstärkstes Blatt mit viel Boulevard und Fan der LDP, die 2009 böse von der Regierungsleiter gefallen sind. Verzerrt/Dramatisiert wird auch da gerne mal. Ob es nun hier der Fall ist... Keine Ahnung, die Vorzeichen stehen allerdings ganz gut.

Wenn so eine Hütte "hochgeht" ist wohl nicht viel zu machen. Selbst wenn sie Hilfe forderten oder annähmen, was sollten die Herbeieilenden schon anders machen? Die Wissenschaftler aller Welt schauen ja selber mit Spannung zu, was wohl als Nächstes geschieht. Gerade deswegen ist der Aus- & Umstieg das einzigst Sinnvolle, so schnell es ohne großartige Barrieren welcher Art immer eben möglich ist. Und vor allem wenn der Müll einen "sicheren" Platz findet, oder der andersgesagt das Restrisiko des Mülls gering hält. Darunter fällt kein Zwischenlager, fällt da aber nen Urlaubsflieger drauf wird der Schaden für Natur & Umwelt kaum geringer ausfallen. Von daher empfinde ich auch Restrisikodebatte, Abschaltung & Stilllegung als falschrum angefangen. Überzeugen konnte und kann mich bei dem Thema bislang leider keine der etablierten Größen der Politik. Die Strahlung schaltet man nicht ab und legt man still. Oder worüber ging es beim GAU-Restrisiko? Da sind Störfälle, die keinerlei Unglück hervorgerufen haben, irgendwie auch kein Argument. Seien es noch so viele.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1620 erstellt: 30. Mrz 2011, 15:23

RheaM schrieb:
Bitte nenne mir ein einziges Projekt zur Energiespeicherung ( ich meine bestehende oder fest geplante, nicht irgendwelche Versuchsanlagen mit jämmerlichen Wirkungsgraden ) das aus Mitteln des EEG finanziert wird. Noch besser wäre ein Gesamtplan, denn wir reden da über Grössenordnungen. Irgendjemand hat mal ausgerechnet das man zum Ausgleich einer 4- tägigen Flaute das Volumen des Bodensees auf Zugspitzniveau pumpen müsste.
Aber das ist müßig, denn es gibt keinen solchen Plan.


(Andi hat ja schon etwas dazu geschrieben. Imho hat er da recht, denn man muss in dem Gedankenspiel zunächstmal "nur" den anteiligen Atom...äh.. Gefahrstrom ersetzen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energie

Ich hatte den Artikel schonmal verlinkt und finde ihn bzw. die Aspekte die er aufzeigt, sehr interessant. Es zeigt mE wo die Potentiale (brach) liegen und die Chancen im Mix von regenerativen Energiequellen liegen, in denen für AKWs prinzip - oder systembedingt überhaupt kein Platz ist. Sie sind keine Brückentechnologie, sondern eine Art veraltete Bremstechnologie, welche in dem System "regenerative Energien" mit effizienten Lastregelungen ungeeignet sind und sogar gefährlich werden. Es wird gerne vergessen: Man kann AKWs nicht so einfach hoch- und runterfahren, sie sind auf Volllast ausgelegt. Würde man genau dies tun, wäre das Stresstest von altem Zeuchs im Betrieb...

Keiner hat mW geschrieben, dass jetzt sofort abgeschaltet werden sollte und man den Bedarf jetzt decken könne. Trotz massiver Behinderung der Planwirtschaft durch die Planwirtschaft Kernenergie wird man feststellen können, die früher berechneten Erwartungen (die damals als utopisch galten) wurden übertroffen. Es stellt sich dann die Frage, wie schnell(er) man den Umstieg in Zukunft erreichen kann und WARUM in aller Welt die Regierung vor einem halben Jahr ohne Not die AKW-Laufzeiten erhöhte, so dass ein Umstieg eigentlich ausgebremst wird und nicht gefördert wie von einigen Vertretern jetzt noch behauptet. Ich halte einen relativ frühen Ausstieg vor 2020 für nicht utopisch. Und natürlich wirds, wie bei jedem neuen System oder Technologie, dabei Probleme geben und sich mancher alternativer Energieträger als nicht wirtschaftlich oder tauglich erweisen...

Gruss
Stefan


[Beitrag von pinoccio am 30. Mrz 2011, 15:37 bearbeitet]
andisharp
Hat sich gelöscht
#1621 erstellt: 30. Mrz 2011, 15:34

"Wir haben keine andere Möglichkeit, als sie auszurangieren", sagte Katsumata am Mittwoch in Tokio. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 seien so stark beschädigt, dass sie unbrauchbar seien für die Stromerzeugung.


Ach was, Plane drüber und weiter. Wer wird denn bei leichten Rückschlägen gleich aufgeben?
PL4C3B0
Hat sich gelöscht
#1622 erstellt: 30. Mrz 2011, 15:55

pinoccio schrieb:
tmal "nur" den anteiligen Atom...äh.. Gefahrstrom ersetzen)

http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare_Energie

Ich hatte den Artikel schonmal verlinkt und finde ihn bzw. die Aspekte die er aufzeigt, sehr interessant.


Ja, Wiki rulezzz....

Können wir Wiki nicht in die Regierung wählen? Dann währen alle unsere Problemchen gelöst

Es sei denn jemand erfindet Wiki-Öko-Leaks...


[Beitrag von PL4C3B0 am 30. Mrz 2011, 15:57 bearbeitet]
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1623 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:01
Ich weiß, manche reagieren z.T. sehr allergisch, wenn ein Wikiartikel ihnen widerspricht oder zumindest weitere Aspekte aufzeigt, die man nicht nur im Artikel, sondern auch im Linkverteiler (auch Quellenangabe genannt) findet. Mit dem dortigen NPOV haben manche auch ihre Schwierigkeiten. Meist sinds die, die ihre subjektive Meinungen bei einem komplexeren Thema als Wahrheit erhalten möchten.

Gruss
Stefan


[Beitrag von pinoccio am 30. Mrz 2011, 16:04 bearbeitet]
Mimi001
Hat sich gelöscht
#1624 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:01

andisharp schrieb:

"Wir haben keine andere Möglichkeit, als sie auszurangieren", sagte Katsumata am Mittwoch in Tokio. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 seien so stark beschädigt, dass sie unbrauchbar seien für die Stromerzeugung.


Ach was, Plane drüber und weiter. Wer wird denn bei leichten Rückschlägen gleich aufgeben?


Genau !
Dann hätte Christo auch mal wieder was zu tun ...
PL4C3B0
Hat sich gelöscht
#1625 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:05

pinoccio schrieb:
wenn ein Wikiartikel ihnen widerspricht



Ach komm schon, endecke die Wirklichkeit
andisharp
Hat sich gelöscht
#1626 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:07
Bereits vor über 3 Jahren: http://www.focus.de/...dien_aid_228375.html
RheaM
Inventar
#1627 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:14
andisharp schrieb


Kein vernünftiger Mensch erwartet einen Komplettumstieg auf erneuerbare Energien von jetzt auf gleich. Eine echte Brückentechnologie sind dezentrale Erdgaskraftwerke. Die könnte man in großer Zahl und in kurzer Zeit bauen. Für die Grundlast stehen immer noch reichlich Kohlekraftwerke mit enormer Leistung zur Verfügung.


Na das geht ja gar nicht, da kommt ja das böse Giftgas CO2 raus
tsieg-ifih
Gesperrt
#1628 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:15
pinoccio schrieb:

Planwirtschaft Kernenergie

wie kommst du darauf? Noch nie wurde über eine Vollkostenrechnung für Atomenergie nachgedacht, obwohl DAS in einem anständigen zentral gelenkten 5-Jahres-Plan mit dabei gehört

Nur desshalb glauben Atomfanboys und andere Vollpfosten dass diese Energie so spottbillig ist.
Man muss Uranabbau-Sanierungskosten , Giftmüllrumfahrerei, Zwischen- und Endlagerkosten, Rücklagen für GAU-Schäden und Restrisiken im Schadensfall (das dummerweise keiner versichern will) mit einbeziehen und ob ein strahlender Behälter tausende Jahre dicht hält glaubt eigentlich auch niemand wirklich. Siehe heute schon Asse.

Aber für die Atomindustrie gilt eine "modifizierte Form der Planwirtschaft" :

der Umsatz ist schon mal gigantisch hoch und bei 1 % Gehälter, Wartung, Betriebskosten bleiben 99 % an Gewinn, davon 89 % in die eigene Tasche, weil 10 % gehen an die Lobbyisten damit die Staatsanwälte ruhig bleiben.. nein keiner redet von Schmiergelder das macht nur Siemens..
GAU, Verseuchung, Kranke, Ablebende zahlen alles wir die Steuerzahler und die Atomindustrie Null.
andisharp
Hat sich gelöscht
#1629 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:18

RheaM schrieb:
andisharp schrieb


Kein vernünftiger Mensch erwartet einen Komplettumstieg auf erneuerbare Energien von jetzt auf gleich. Eine echte Brückentechnologie sind dezentrale Erdgaskraftwerke. Die könnte man in großer Zahl und in kurzer Zeit bauen. Für die Grundlast stehen immer noch reichlich Kohlekraftwerke mit enormer Leistung zur Verfügung.


Na das geht ja gar nicht, da kommt ja das böse Giftgas CO2 raus


Uninteressant, werden halt die Zertifikate der Atommeiler auf die anderen Kraftwerke übertragen. Es bleibt ein Nullsummenspiel.
catman41
Hat sich gelöscht
#1630 erstellt: 30. Mrz 2011, 16:52
@Soundy73,


Deinem Avatar nach, bist du ja ein absoluter Experte in der Nippon-Szene


ach, der Experte bist Du, nicht ich!

Leider habe ich bei meiner damaligen Anmeldung kein Bild gefunden, um allen mitzuteilen, das ich 2 Stubentiger habe - darum auch catman.

Ich wohne z. B. 25 km von Grohnde weg und habe halt bedenken, was die Sicherheit von AKW's betrifft, denn das Murphyische Gesetz dürfte auch Dir bekannt sein. Ferner wage ich zu bezweifeln, das im Falle eines Unfalls schnell und effektiv geholfen werden kann, da man mit der ituation bestimmt überfördert wäre.

Dies zeigt Fukushima - Japan ist ein Hochtechnik-Land - eindeutig!

Außerdem solltest Du jedem seine Angst gönnen!

Aber, wie gesagt
Du bist der Eyperte, der Atomlobby und redest ihr nach dem Munde

Atomkraft, Nein Danke!
Harry aus Hannover

ps. Solltest Du Schreibfehler finden - ich bin 100% sehbehindert. Da gab es in div. Foren schon Mecker an mich
RheaM
Inventar
#1631 erstellt: 30. Mrz 2011, 17:09
Grad in den Nachrichten: Präs. Obama bekräftigt Festhalten an Atomenergie und deren weiteren Ausbau

Yes we can
Soundy73
Inventar
#1632 erstellt: 30. Mrz 2011, 17:57
Hallo Harry!

Erstmal suche ich nicht krampfhaft nach Schreibfehlern und finde Deinen Schreibstil recht gelungen - Punkt!

Du wohnst 25 km von Grohnde entfernt, da ist es ein leichtes, sich mal einen Termin beim dortigen Info-Center zu holen.
http://www.eon-kernk...nfozentrum/index.htm

Der Besuch lohnt sich, um mal die andere Seite zu sehen, auch ich sah sie heute.
Der Vorwurf von Walter Hirche, auch sie (die AKW-Nee-Sager) sähen wohl auch keine akute Gefahr, da sie ja mit Kindern und Säuglingen vor den Kernkraftwerken flaniert wären, fand ich sehr treffend, kam aber bei der Klientel nun gar nicht an. Einstecken ist deren Sache gewiss nicht Deine Sticker darfst Du bei Deinem Besuch ruhig tragen, man beißt nicht und ich gönne den Kollegen dort auch bissige Fragen.

Dass Japan ein Hochtechnologie-Land ist, bestreite ich als Doyoda-Fahrer nicht. Was aber dabei herauskommt, wenn Geiz geil ist, sehen wir nun leider nur zu deutlich. Laut Medienberichten soll Tepko bereits Pleite sein. Wie hätten die dann z.B. zurückbauen sollen? Waren die Kraftwerke gar noch im Ursprungszustand - eine Frage, die ich von hier nicht beantworten kann.
Nur soviel dazu: In zwei Anlagen, die ich ziemlich gut kenne, wurde seit Inbetriebnahme erheblich mehr an Nachrüstungen investiert, als der Bau gekostet hat.
Das nennt sich "lernende Organisation". Das soll jetzt nicht zynisch sein, mir tun die dort tätigen Mitarbeiter leid, die jetzt sowas ausbaden müssen, wenn denn meine Unterstellung stimmt.

Daher: Sicherheit geht in jedem Falle vor Wirtschaftlichkeit. Bei uns ist das so und so festgeschrieben. Andernfalls wäre ich der erste, der den Knopf drückt - ich weiß ja wo der ist
Nach dem Munde rede ich allenfalls meiner sicheren Überzeugung und die ist sogar lernenden Schwankungen unterworfen .

andisharp bekommt Applaus, Er hat auf dieser Seite sogar mal einen Dreizeiler hinbekommen, meist langt´s ja nur für einen Spruch und den schnellen Link

Der falschrumme geist hat hoffentlich etwas mehr Ahnung von HiFi? Wut-Tiraden kann ich nicht anders ansehen und bewerten. Daher erübrigt sich ein weiterer Kommentar.

Bei den hochgelobten Erneuerbaren darf man nicht den Fehler machen, installierte Leistung (inzwischen ~17.000MW) mit verfügbarer Leistung zu verwechseln. Gestern standen diese 17.000 MW installierter Leistung zur Verfügung, eingespeist werden konnten aber nur ~1200 MW Bei Flaute und ggf. Hochnebel können da ganz schnell mal die Lichter ausgehen.
Da von einem fast geschafften Umschwung zu philosophieren, geht also meilenweit an der Realität vorbei.

Den Link von Stefan fand ich richtig gut und empfehle ihn weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Neutraler_Standpunkt
halo_fourteen
Stammgast
#1633 erstellt: 30. Mrz 2011, 18:09

RheaM schrieb:
pinoccio schrieb


Aber wie schon im Thread erwähnt, gehts nicht nur ums gute Gewissen des ÖSV, sondern man kann/konnte damit den Alternativ-Anbietern Projekte (z.B. Speichermöglichkeiten usw) ermöglichen, damit der Umstieg auf regenerative Energien schneller und effizienter wird. Und allgemein betrachtet die Stromversorgung mehr dezentralisiert wird


Bitte nenne mir ein einziges Projekt zur Energiespeicherung ( ich meine bestehende oder fest geplante, nicht irgendwelche Versuchsanlagen mit jämmerlichen Wirkungsgraden ) das aus Mitteln des EEG finanziert wird. Noch besser wäre ein Gesamtplan, denn wir reden da über Grössenordnungen. Irgendjemand hat mal ausgerechnet das man zum Ausgleich einer 4- tägigen Flaute das Volumen des Bodensees auf Zugspitzniveau pumpen müsste.
Aber das ist müßig, denn es gibt keinen solchen Plan.


Ich hatte bevor der Thread etwas aus dem Ruder lief mal was verlinkt:
link

Das steht zufällig ganz bei mir in der Nähe und ich bin gespannt wie gut es funktionieren wird.
In meiner Gegend (Nordbrandenburg) gibt es mehr Energie aus erneuerbaren Quellen als aus normalen Kraftwerken, glaube ich. Unmengen an Windrädern, Biogasanlagen und einige Solaranlagen. Biogas finde ich persönlich derzeit eher schlecht, es führt hier in der Gegend zu massiven Monokulturen mit den entsprechenden Problemen (abgesehen von der Verschwendung landwirtschaftlicher Fläche).
Ich denke Windenergie hat in Deutschland am meisten Potenzial.
Was ich mich frage ist, wie viele Anlagen brauchen wir (die Möglichkeit Energie im großen Stil zu speichern mal vorausgesetzt), um 1. genug Strom für den momentanen Verbrauch zu decken und 2. auch noch genug Überkapazitäten zu haben um die Speicher zu füllen?
Selbst wenn wir nur 50% Windkraft haben sollten denke ich das eine enorme Anzahl an WKA benötigt wird.



pinoccio schrieb:
ch hatte den Artikel schonmal verlinkt und finde ihn bzw. die Aspekte die er aufzeigt, sehr interessant. Es zeigt mE wo die Potentiale (brach) liegen und die Chancen im Mix von regenerativen Energiequellen liegen, in denen für AKWs prinzip - oder systembedingt überhaupt kein Platz ist. Sie sind keine Brückentechnologie, sondern eine Art veraltete Bremstechnologie, welche in dem System "regenerative Energien" mit effizienten Lastregelungen ungeeignet sind und sogar gefährlich werden. Es wird gerne vergessen: Man kann AKWs nicht so einfach hoch- und runterfahren, sie sind auf Volllast ausgelegt. Würde man genau dies tun, wäre das Stresstest von altem Zeuchs im Betrieb...


Es ist ja so, dass eine gewisse Grundlast ständig benötigt wird. Es ist also kein Problem Atom- oder Kohlekraftwerke (die auch lange zum an-/abschalten brauchen) zu betreiben, deshalb sind es ja Grundlastkraftwerke. Das Problem was wir derzeit haben, ist dass wir den Überschuss an Windenergie an windigen Tagen nicht speichern können und deshalb Windräder dann oft still stehen. Die Atom- und Kohlekraftwerke müssen ja laufen, denn wenn der Wind mal weg ist, muss der Strom sofort zur Verfügung stehen.
Das Problem liegt also nicht bei den Kraftwerken, sondern bei den fehlenden Speichermöglichkeiten.


[Beitrag von halo_fourteen am 30. Mrz 2011, 18:10 bearbeitet]
Soundy73
Inventar
#1634 erstellt: 30. Mrz 2011, 18:30
Moin halo fourteen!

Ich weiß nicht, wie oft ich das wiederholen muss, auch Du verkennst die Gesetzeslage:


Das Problem was wir derzeit haben, ist dass wir den Überschuss an Windenergie an windigen Tagen nicht speichern können und deshalb Windräder dann oft still stehen.


Ist falsch! Allenfalls könnten mal einige abgeschaltet werden müssen, weil es, auf den nicht existierenden neuen Leitungen, zu eng wird. Ansonsten hat Ökostrom Vorrang, in unserer Branche heißt die Fahrweise dann Windkraft-Rodeo (runter- und rauffahren der Leistung wie der Wind weht).

Mich würde einmal interessieren, wo denn jetzt die Ersatzenergie her kommt?
Man diskutiert schon, ob die Revisionstermine der Kernkraftwerke zu halten sein werden. Im Moment ist nur Grafenrheinfeld in Revision. Da liegt Frankreich relativ nah dran, dem Verbundnetz sei Dank. Wie wird´s im Norden mit soviel Asynchron-Generatoren? We´ll see.
RheaM
Inventar
#1635 erstellt: 30. Mrz 2011, 18:32
Ja klar, noch mehr Windräder, erhöht die Dichte. Aber die sind ja wenigstens absolut sicher

http://www.sciencebl...iner-windturbine.php

Dem Betroffenem ist es letztlich egal wodurch er Schaden nimmt, ob sein Kind Leukämie wegen eines AKW oder einer Monster- Hochspannungsleiung bekommt. Oder ob er von Plutonium oder Quecksilber vergiftet wird.

Das soll jetzt nicht die Gefahren von Kerntechnik kleinreden, nur sind die derzeitigen Alternativen auch nicht ungefährlich, werden aber gerne so dargestellt.
PL4C3B0
Hat sich gelöscht
#1636 erstellt: 30. Mrz 2011, 18:34

halo_fourteen schrieb:
Das Problem was wir derzeit haben, ist dass wir den Überschuss an Windenergie an windigen Tagen nicht speichern können und deshalb Windräder dann oft still stehen. Die Atom- und Kohlekraftwerke müssen ja laufen, denn wenn der Wind mal weg ist, muss der Strom sofort zur Verfügung stehen.
Das Problem liegt also nicht bei den Kraftwerken, sondern bei den fehlenden Speichermöglichkeiten.


Du liegst nicht falsch. Mal schauen, wann das der letze grüne Aя$ch verstanden hat...
Nur liegen die Propeller manchmal doch nicht so still, wie man es sich wünscht...

Verwürxtes Einspeisegestz mit Regel- Speicherfähigkeiten....


[Beitrag von PL4C3B0 am 30. Mrz 2011, 18:34 bearbeitet]
RheaM
Inventar
#1637 erstellt: 30. Mrz 2011, 18:46
Apropos Meck- Pom: Eine Speichermöglichkeit habe ich doch gefunden, und zur Verwirklichung lassen sich die paar Leute leicht umsiedeln

http://www.ringwallspeicher.de/
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1638 erstellt: 30. Mrz 2011, 18:59
Find ich goil. Würd ich sofort hinziehen und Hausmeister oder Wartungstechniker sein wollen.


RheaM schrieb:
Ja klar, noch mehr Windräder, erhöht die Dichte. Aber die sind ja wenigstens absolut sicher

http://www.sciencebl...iner-windturbine.php

Dem Betroffenem ist es letztlich egal wodurch er Schaden nimmt, ob sein Kind Leukämie wegen eines AKW oder einer Monster- Hochspannungsleiung bekommt. Oder ob er von Plutonium oder Quecksilber vergiftet wird.


Du scheinst es immernoch nicht begriffen zu haben, oder? Ein GAU/Super-GAU/Wahnsinnger-GAU* ist nicht örtlich begrenzt. Wenn ein Windrad in einem Windpark umfällt oder explodiert ist es örtlich sehr begrenzt. Wie viele andere und ich schon schrieben, zeichne dir einen Radius mit bis zu 100km Durchmesser um ein AKW, lege die Windrichtung fest, und schraffiere in Gedanken diese Fläche. Genau das nennt man verniedlichend "Restrisiko".

Ob Hochspannungsleitungen Leukämie auslösen ist mir nicht bekannt. Meist wird sowas auf esoterischen Seiten behauptet und/oder niemals wissenschaftlich belegt. Ich weiß jedoch, dass "E-Smog" als sog. Nocebo** krank machen kann. Dieser Effekt wird durch esoterischen Behauptungen wesentlich verstärkt. Man kennt das ja im Hifi-Bereich ganz gut, ohne E-Smog-Chips wird die Wiedergabe unerträglich...

(* Ich habe lernen müssen, dass es anscheinend zu INES 7 noch sprachliche Differenzierungen gibt)
(**Ist ein Wink mit einem Wikilink...)

Gruss
Stefan


[Beitrag von pinoccio am 30. Mrz 2011, 19:24 bearbeitet]
tsieg-ifih
Gesperrt
#1639 erstellt: 30. Mrz 2011, 19:33
soundy73 schrieb:

Was aber dabei herauskommt, wenn Geiz geil ist, sehen wir nun leider nur zu deutlich.

Deine Scheinheiligkeit und der fast perfekte Verdrängungsmechanismus sind tatsächlich nicht mehr zu überbieten, da du ständig den Unfall in Japan und die Toten und jetzt den geilen Geiz beklagst und zugleich erklärst es könne alles so weitergehen wie bisher.

Wenn du deinen PC ausstellst muss niemand den Unsinn lesen den du wieder verzapfst und Strom wird auch nebenbei gespart und ich dachte schon dass mit dir wird besser

Und wenn du auf den schwarzen Schwan anspielen solltest, den ich mal kurz mit Hifi verglich, der wurde seit Tschernobyl verdrängt, weder gegen Flugzeugabstürze noch gegen menschliche Denkfehler sind AKWs geschützt, manche nicht mal gegen kleine Flutwellen und niedrige Erdbeben. Schon 1993 hatte ein Prof. aus Californien vor den Vereinten Nationen eine Einrichtung einer internationalen Kommission zur Überwachung solcher Krisenfälle gefordert, doch er blieb unerhört. Ja das ist wirklich unerhört. Es stehen einfach keine Mechanismen zur Verfügung um mit solchen Atomkrisen umzugehen, wir befinden uns genau da wo Tschernobyl vor 25 Jahren war. Da nützt dein Gelaber auch nicht viel.

Jetzt wo alle AKWs überprüft werden sollen, wird sich vermutlich herausstellen, dass die Kosten für eine "bessere Sicherheit" viel zu hoch sind, also es kann durchaus vorkommen dass aufgrund Geldmangel alle AKWs in Deutschland geschlossen werden müssen, wenn die Sicherheits-Vorgaben höher sind als das was die Stromindustrie zahlen möchte.

MMn. siehst das völlig verkehrt und ich verstehe nicht wieso du noch dafür sein kannst wenn man die schweren Störfälle nicht leugnet ?
Die Atomkraftwerke sind nur auf dem Papier sicher, also unter Laborbedingungen, doch leider stört die Realität ausserhalb des Labors wie man in Japan deutlich sieht.

Deutsche Kernkraftwerke wären bei dieser Erdbebenstärke nach ein paar Sekunden Schutt und Asche, da hier nur europäische Maßstäbe gelten, also nicht ausgelegt was die Japaner fast täglich gewohnt sind. Den japanischen AKWs hat das stärkste Erdbeben aller Zeiten mit der Stärke 9 kaum etwas ausgemacht, was eigentlich ein kleines Wunder ist und trotzdem ist es passiert, weil ein mieser Tsunami sich nicht an die Höhe der Mauer gehalten hatte.

Nochmal: wenn ALLE Kosten mitberücksichtigt werden, ist Atomkraft nicht bezahlbar. Die Kilowattstunde müsste dann ca. 2 Euro kosten.
Und wenn ich Terrorist wäre , aussen die Leitung kappen und die Notstromdiesel mit einer Rakete abschiessen - das wars dann. Weder Aussenleitungen noch Notstromdiesel sind verbunkert. Wird übrigens schon jahrelang von Wissenschaftler eingefordert, du merkst hoffentlich dass du dich wieder auf dem Holzweg befindest.


Das soll jetzt nicht zynisch sein, mir tun die dort tätigen Mitarbeiter leid, die jetzt sowas ausbaden müssen, wenn denn meine Unterstellung stimmt.
Daher: Sicherheit geht in jedem Falle vor Wirtschaftlichkeit. Bei uns ist das so und so festgeschrieben. Andernfalls wäre ich der erste, der den Knopf drückt - ich weiß ja wo der ist

Kannst schon mal drücken, weil so wie es aussieht verdrehst du die Tatsachen komplett andersrum. Immer sind die Menschen die Opfer, die nie an den Gewinnen der Stromindustrie beteiligt waren. Alle Sicherheitsbedenken und Kritik werden zugunsten der Wirtschaftlichkeit unter den Teppich gekehrt und DU trampelst wie ein fanatischer Atomfanboy drauf rum.


[Beitrag von tsieg-ifih am 30. Mrz 2011, 20:02 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#1640 erstellt: 30. Mrz 2011, 20:15
@Jürgen

Du tust so als sich hier nicht schon einige seit Jahrzehnten mit der Materie beschäftigen - wir sind zwar keine 60 jährigen Experten so wie Du *Schenkelklopf* aber ein paar Jahrzehnte habe ich auch schon auf´m Buckel. Und nachdem ich im Kernforschungszentrum Jülich ( inzwischen haben sie andere Forschungsschwerpunkte und haben einen Namenwechsel vollzogen ) die Aufnahmen eines unmöglichen Unfalls gesehen habe ( geschmolzener Core ) und dann als zweites den Bericht der großartigen Deutschen Hilfe in Form von Robotern für die Russen gesehen habe ( geschmolzener Roboter ) habe ich so für mich beschlossen... Kernenergie ist Kacke!

Leider bist Du mir noch eine ausreichende Antwort schuldig geblieben: Wer "löscht" "repariert" einen GAU in Deutschland? Du willst mir doch nicht diese dort oben verlinkten Spezis anbieten? Wenn man es mit einer Apokalypse zu tun hat kann man keine Knopfloch- Chirurgie betreiben sondern muss mit einem schweren ABC geschützten Pionier Bataillon, ABC geschützten Baumaschinen und weiß der Geier mit welchen Spezialmaschinen sonst noch anrücken.... denn so wie in Deinem Link recht deutlich zu lesen war... Alles schön aus der Ferne... Der Deutsche hat einfach keinen Bock mehr auf Heldentum (Was ich auch sehr beruhigend finde in anderer Hinsicht...)trotzdem einen ferngesteuerten echten Caterpillar hätte ich schon gerne für meinen Sandkasten

Also was bleibt?
Genau wie schon erwähnt: Rette sich wer kann. Oder würdest Du dich freiwillig als Liquidator nach russischem Vorbild bzw. als Fujikator nach japanischen Vorbild zur entGAUung melden?


Soundy73 schrieb:
Der Besuch lohnt sich, um mal die andere Seite zu sehen...


Nee Nee Du der lohnt sich nicht - das Info Zentrum ist einige km vor dem Kraftwerk in die Butnik gesetzt (kann aber auch Würgassen gewesen sein - habe beide schon besuchen "müssen") und mehr als "So nun setzt euch mal hier auf das Rad und strampelt bis die Lampe leuchtet - das ist anstrengend nicht wahr DANKT dem ATOM das wir ein schönes leichtes Leben haben" wird da nicht vermittelt


Soundy73 schrieb:

Der Vorwurf von Walter Hirche, auch sie (die AKW-Nee-Sager) sähen wohl auch keine akute Gefahr, da sie ja mit Kindern und Säuglingen vor den Kernkraftwerken flaniert wären

Hirche? Wer isn´n das? Kenne ich nicht!

Die KiKK-Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters hat bewiesen:

1. Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Krebs oder Leukämie zu erkranken.

2. Das erhöhte Erkrankungsrisiko wird auch in einer Entfernung von 50 km noch nachgewiesen.

3. Im Nahbereich bis 5 km verdoppelt sich für Kleinkinder sogar das Leukämierisiko.



Soundy73 schrieb:

Daher: Sicherheit geht in jedem Falle vor Wirtschaftlichkeit. Bei uns ist das so und so festgeschrieben.


Du bist absolut Spitze! D
der Burner ( wenn das in diesem Zusammenhang erlaubt ist.... ) ich erinnere mich da an viele lustige Beinahe-Katastrophen - viele wurden hier im Thread schon genannt einer meiner Favoriten ist der wo der Elektroinstallateur mit seinem Schiffsingenieur die Atom-Titanic mit dem rumwälzen von dicken Leitzordnern vor dem Eisberg-GAU retten wollen - diese inkompetenten Umschüler wurden gerettet weil die Leuchte dann einfach wieder ausging.... blöd nur das sie wieder anging....wollen hoffen das Nuklearboy nur pupst und nicht groß scheissen muss

Ach ja:
Die Atomkraft hat in Deutschland ausgedient - da können sich die Atomfreunde noch so sehr aufregen Ha Ha - aber keine Bange ihr habt immer noch Arbeit es wird Jahrzehnte dauern alles zurück zubauen.... und den Dreck zu lagern
Wahrscheinlich wird es dann wie für die Kohle den Atompfennig geben ( wohl eher mehr) damit die armen Arbeiter subventioniert werden. Unsere Generationen werden wohl die meist gehassten sein - man wird den Kopf schütteln über soviel Dämlichkeit seine Umwelt zu verseuchen auf tausende von Jahren!
Ebse
Stammgast
#1641 erstellt: 30. Mrz 2011, 20:49
Hallo !

Verfolge diese Diskussion mit Interesse,um zu erfahren in wie weit sich Technik-interessierte dazu stellen.Lese aber auch die Seiten die mich vor der Katastrophe interessiert haben.
Das ist für mich eine weitere Katastrophe.Den meisten geht es einfach am Arsch vorbei,gipfelt im (Der Ultimative Panasonic VT30,GT30 Thread) in der Frage ob die neuen Panels wohl verstrahlt sind usw.Damit wird klar wie der Mensch tickt.Einfach weiter so.
Warum allso ein Vorwurf an Wirtschaft,Politik und wer sonst alles schuld sein soll.Der Menschheit fehlt seit langem der Instinkt was falsch und richtig ist.

Ich war zufällig in einer Bar in San Francisco beim Loma-Prieta-Erdbeben 1989,ein stilles Einhalten,die Eiswürfel standen still während der Cocktail über schwappte,keine Panik im Lokal,kein TV Bildausfall des Sportkanals,dann als erste Reaktion des Barkeeper ein Umschalten auf die "New´s".Ein Sender aus New York brachte dann die ersten Bilder,alle schauten zu als wäre es ein Film.Auch ich brauchte ein paar Stunden um zu kapieren was da passiert ist. Seither bin ich mir sicher,das der Mensch noch nicht mal realisiert wenn etwas direkt passiert.Blöd saßen wir alle vor dem TV,erwarten eine Wiederholung/ Zeitlupe,lange ging keiner vor die Tür.Auch ich,erst als wieder zu Hause ,erzählte das erlebte mehr als Abenteuer,mir ist ja nichts passiert.
Mein Bewusstsein,hat sich etwas erweitert,mein Verhalten nicht.War ja auch Amiland.
Tja genug mit meiner Polemik.

Gruß Ebse
_ES_
Administrator
#1642 erstellt: 30. Mrz 2011, 21:48

man wird den Kopf schütteln über soviel Dämlichkeit seine Umwelt zu verseuchen auf tausende von Jahren!


Also zum Mond damit, bzw raus in den Kosmos- das bisschen Strahlung mehr oder weniger wird dort nicht auffallen..
Und was die Dämlichkeit betrifft:

Darüber kann man sich dann zu Recht aufregen, wenn man entsprechende Alternativen, in jedwelcher Hinsicht, entwickelt und lanciert hat.
Und nein, damit sind nicht die unzähligen Pusteblumen gemeint, die etwas erfordern, was z.zt. vehement abgelehnt wird.
Soundy73
Inventar
#1643 erstellt: 31. Mrz 2011, 05:00
@tsieg-ifih: Du prollst völlig zu recht:

Wenn du deinen PC ausstellst muss niemand den Unsinn lesen den du wieder verzapfst und Strom wird auch nebenbei gespart
-solltest Du Dir mal merken! Bleib bei Deinen Klangschälchen und esoterischen Kabeln zum Goldpreis, damit triffst du im Endeffekt ja nur die auf höchstem Niveau Klagenden.
Deine Thesen sind allesamt an den Haaren herbeigezogen und falsch (zumindest für deutsche Anlagen).


Und wenn ich Terrorist wäre, aussen die Leitung kappen und die Notstromdiesel mit einer Rakete abschiessen - das wars dann. Weder Aussenleitungen noch Notstromdiesel sind verbunkert. Wird übrigens schon jahrelang von Wissenschaftler eingefordert, du merkst hoffentlich dass du dich wieder auf dem Holzweg befindest.


- Wer sagt mir eigentlich, dass Du´s nicht bist, trotzdem sind die Notstandsdiesel verbunkert. Auf Außenleitungen kann man sich im Ernstfall (EVA-Fall) ja nicht verlassen.

Curd zitiert was Ihm passt, ich addiere die Fakten:


Die KiKK-Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters hat ?bewiesen?: - nämlich garnix!

1. Je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, an Krebs oder Leukämie zu erkranken.

2. Das erhöhte Erkrankungsrisiko wird auch in einer Entfernung von 50 km noch nachgewiesen.

3. Im Nahbereich bis 5 km verdoppelt sich für Kleinkinder sogar das Leukämierisiko.

4. Auch an lediglich geplanten Standorten, wo nie eine kerntechnische Anlage stand und steht, ist das Kinderkrebsrisiko höher als in einer Vergleichszone


Moin Stefan:


Ob Hochspannungsleitungen Leukämie auslösen ist mir nicht bekannt.
- wenn von den Feldern Gefahren ausgehen, dann nichts wie weg vor dem Monitor, weg mit der Energiesparlampe auf dem Nachttisch, gemessenermaßen sind die Felder höher.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1644 erstellt: 31. Mrz 2011, 05:49
Moin Jürgen

Ich bin übrigens ein echter E-Smog-Fanboy. Wir haben hier außer Computer noch Hochspannungsleitungen aufm Dach, 2 eigene WLAN-Netze, elektrische Hausinstallation von 73, elektrische Herdplatten (ja, wir kochen) und manchmal viel Sonne, die ich aber meist meide, weil ich sonst graue Patina ansetze.

Gruss
Stefan
Curd
Hat sich gelöscht
#1645 erstellt: 31. Mrz 2011, 06:37

Soundy73 schrieb:


Curd zitiert was Ihm passt, ich addiere die Fakten:


Die KiKK-Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters hat ?bewiesen?: - nämlich garnix!

4. Auch an lediglich geplanten Standorten, wo nie eine kerntechnische Anlage stand und steht, ist das Kinderkrebsrisiko höher als in einer Vergleichszone



Nein - Du liegst schon wieder falsch - langsam nagt an mir der Zweifel ob Du wirklich ein Insider und Experte bist

Und meine Frage hast Du immer noch nicht beantwortet - kann es sein das du keine Antwort weißt?

Und eine weitere Frage: "Wo sind diese in Deutschland"
Und nu? Kannst ja auch einfach aufstehen und abhauen so wie der Herr Kaatsch

Leukaemiefaelle in der Naehe von Kernkraftwerken - KiKK-Studie
Gelscht
Gelöscht
#1646 erstellt: 31. Mrz 2011, 06:54
Zum Thema Speichern. Ich wüßte gerne, warum die EU so etwas subventionieren sollte, die Technologie ist hundert Jahre alt

http://de.wikipedia.org/wiki/Koepchenwerk
Schwergewicht
Inventar
#1647 erstellt: 31. Mrz 2011, 06:56

tsieg-ifih schrieb:
soundy73 schrieb:

Was aber dabei herauskommt, wenn Geiz geil ist, sehen wir nun leider nur zu deutlich.

Deine Scheinheiligkeit und der fast perfekte Verdrängungsmechanismus sind tatsächlich nicht mehr zu überbieten, da du ständig den Unfall in Japan und die Toten und jetzt den geilen Geiz beklagst und zugleich erklärst es könne alles so weitergehen wie bisher.

Wenn du deinen PC ausstellst muss niemand den Unsinn lesen den du wieder verzapfst und Strom wird auch nebenbei gespart und ich dachte schon dass mit dir wird besser ........


Bereits nach dem Inhalt seines 1. Postings nach diesem furchtbaren Unfall schrieb ich:

Schwergewicht schrieb:
Wer in Anbetracht dessen, was da gerade in Japan passiert, so etwas schreibt bzw. wessen "Geist/Hirn" es zulässt, dass seine Finger so etwas formulieren, der hat sie zumindest für mich nicht mehr alle, oder um es anders zu forulieren, der ist für mich krank.


Schon dieser immer wiederkehrende teils versteckte, teils offen auftretende permanente, menschenverachtende Zynismus, der sich weiterhin inhaltlich in der "Argumentation" durch alle Postings von ihm zieht, verdient es eigentlich nicht, überhaupt kommentiert zu werden.

Wer dann auf solche persönlichen Vorwürfe wegen seinem persönlichen Umgang mit diesem schlimmen Geschehnissen, wie zuletzt von "tsig-ifih" gemacht mit, wie zuletzt geschehen (um nur eine Bemerkung zu zitieren):

"Du prollst völlig zu recht:
-solltest Du Dir mal merken! Bleib bei Deinen Klangschälchen und esoterischen Kabeln zum Goldpreis, damit triffst du im Endeffekt ja nur die auf höchstem Niveau Klagenden".

reagiert/antwortet, was, ausgehend von der furchtbaren Thematik m.M.n. "Menschenverachtung pur ist", hat nichts, aber auch gar nichts verstanden. Solche "Postings" sollten einfach nur noch ignoriert werden, denn jede Reaktion/Antwort auf z.B. diesen Schwachsinnssatz (in Verbindung mit der schlimmen Thematik), also in dem Zusammenhang ist auch eine zusätzliche zumindest indirekte Verhöhnung des Leids und der vielen Toten nicht nur durch den Tsunami, sondern zusätzlich speziell der vielen Toten, die durch diese atomare Katastrophe leider noch folgen werden.


Man sollte Postings gewisser User einfach nur noch ignorieren und für sich ganz alleine als "abschreckendes Beispiel" stehen lassen.


[Beitrag von Schwergewicht am 31. Mrz 2011, 07:22 bearbeitet]
RoA
Inventar
#1648 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:23

Curd schrieb:
Wer "löscht" "repariert" einen GAU in Deutschland?


Niemand.



Einen GAU sieht das gegenwärtige Sicherheitskonzept nicht vor. Und sollte es doch zu einem GAU kommen, sollte man nicht auf Red Adair hoffen, der ist nämlich tot. Bleiben also nur die


inkompetenten Umschüler


angeführt von


promovierten Juristen


Wie das ausgeht, können wir im jedem zweitklassigem Katastrophenfilm sehen. Oder live in Japan. Dort allerdings ohne den weissen Reiter, denn der kommt nicht mehr.
Ener-
Stammgast
#1649 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:33

inkompetenten Umschüler

Sind wohl auch alle Piloten moderner Flugzeugjets. Statt Bücher wälzen, die genau dafür da sind, lieber nach menschlicher Intuition handeln, wie in Tschernobyl.

Aber Ja, sowas kann nur von Pro-Atom-Hardlinern wie mir kommen.
andisharp
Hat sich gelöscht
#1650 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:38
Piloten werden jetzt also in Wochenendkursen umgeschult. Der Schreiner und der Reiseverkehrskaufmann fliegen uns dann in den Urlaub.
Ener-
Stammgast
#1651 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:44
So wird es hier dargestellt. Die schauen bei Störungen auch immer erst in Bücher.

Von mir kam das nicht...
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1652 erstellt: 31. Mrz 2011, 07:55
AKW-"Techniker" schauen auch zuerst in Bücher. Das Beitriebshandbuch ist ihnen quasi heilig. Nach einem Störfall übernimmt mW eine Automatik für 30 Minuten die Steuerung, so dass auch genügend Zeit vorhanden ist, um die richtigen stellen im Handbuch zu finden.

In Fukushima fehlen anscheinend die letzten Seiten...

Gruss
Stefan


[Beitrag von pinoccio am 31. Mrz 2011, 07:57 bearbeitet]
Curd
Hat sich gelöscht
#1653 erstellt: 31. Mrz 2011, 08:00

R-Type schrieb:
Also zum Mond damit, bzw raus in den Kosmos- das bisschen Strahlung mehr oder weniger wird dort nicht auffallen..


in "Die grenzenlose Dimension - Raumfahrt - Band 1 : Chancen und Probleme" einer Zusammenfassung von Harry O. Ruppe für den Deutschen Bundestag (1980) wurde zwar nicht der Mond sondern die Sonne als Möglichkeit erörtert: Fazit war das dies nicht nur viel zu gefährlich war sondern auch unbezahlbar - selbst wenn man Raketen am Fiessband herstellen würde...

Wir sind also verdammt dazu den Müll hier auf der Erde zu lagern.
Ener-
Stammgast
#1654 erstellt: 31. Mrz 2011, 08:23
@ pinoccio
Daher schrieb ich es ja: Die Techniker als "inkompetente Umschüler" zu bezeichnen, weil sie in Bücher schauen, sehe ich als ziemlich absurde Beleidigung an diese Zunft. Wenn das der Maßsstab ist sind etliche Beschäftigungszweige in der alleinigen Hand von Gleichunfähigen. Piloten, Ärzte, Anwälte... Mag sein Tätigkeitsfeld noch so verurteilenswert sein, mit zweierlei Maß messen ist trotzdem unangebracht.

die letzten Seiten fehlen denke ich nicht, es geht in den Wälzern sicher darum, Störungen zu beheben um Katastrophen zu vermeiden. Wenn die Katastrophe doch eintritt ist die Lehre am Ende. AKW explodiert, Flugzeug zerschellt, Patient tot...
RoA
Inventar
#1655 erstellt: 31. Mrz 2011, 08:55

Ener- schrieb:
Die Techniker...


Du hattest dieses Video zwar gesehen, aber schon wieder vergessen, woll?

Wir sind die Techniker...
andisharp
Hat sich gelöscht
#1656 erstellt: 31. Mrz 2011, 09:06
Soundy bei der Arbeit.
Ener-
Stammgast
#1657 erstellt: 31. Mrz 2011, 09:11
Hab ich nicht gesehen. Ich kenne Mitschnitte von Simulatorzwischenfällen. Oder verbirgt sich dahinter was anderes?
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