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Der Atomvertrag

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andisharp
Hat sich gelöscht
#1507 erstellt: 28. Mrz 2011, 14:11
In Japan gibt es haufenweise große Baumaschinen, die größten Hersteller der Welt haben dort ihren Sitz.

Die tödliche Dosis bei Plutonium ist leider extrem gering, es reichen wenige Milligramm.
OliNrOne
Inventar
#1508 erstellt: 28. Mrz 2011, 14:16
Etwas runter kommen sollten hier wirklich einige, pragmatisch über die Atompolitik wie in anderen Ländern zu diskutieren, schafft man in D eigentlich nicht mehr ....


Bzgl. der Wahl....

Ich bin eher ein rationaler Mensch und habe die letzten Wahlen schon CDU,SPD oder auch die Grünen gewählt.

Wenn ich mir jetzt BaWü anschaue, gibt es für mich keinen Grund in der Politik was zu ändern !
Man steht in Wirtschaft,Bildung, allg. Lebensqualität bestens da !

Warum also ein Politikwechsel ?
Wird es unter Rot/Grün, vor allem für die arbeitende Mittelschicht zu der ich gehöre, besser ?


Atompolitik kann man nicht über eine Landtagswahl verbessern, das könnte man nur europaweit !!
andisharp
Hat sich gelöscht
#1509 erstellt: 28. Mrz 2011, 14:31
Am besten, man steckt den Kopf in den Sand, war schon immer die sinnvollste Haltung. Wahlen, egal wo, helfen natürlich nicht. Warten wir brav auf Europa.

Endlich fordern die Japaner ausländische Hilfe an.
anon123
Inventar
#1510 erstellt: 28. Mrz 2011, 14:32


[Beitrag von anon123 am 28. Mrz 2011, 14:36 bearbeitet]
Soundscape9255
Inventar
#1511 erstellt: 28. Mrz 2011, 14:56

OliNrOne schrieb:

Wenn ich mir jetzt BaWü anschaue, gibt es für mich keinen Grund in der Politik was zu ändern !
Man steht in Wirtschaft,Bildung, allg. Lebensqualität bestens da !


Mappus hat es auf ganzer Linie verkackt - wenn du da keinen Grund siehst, hast du einiges nicht mitbekommen...
OliNrOne
Inventar
#1512 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:04
Das hat nichts mit "Kopf in den Sand stecken" zu tun !

Die Franzosen sind pro Atomkraft, bei denen gibt es im Prinzip keinen wirklichen Widerstand dagegen.
Die Franzosen werden sich von D oder Europa niemals vorschreiben lassen, wie sie ihre Energie gewinnen sollen !!

Und solange die Franzosen ihre AKWs weiter am Netz haben, ändert sich für uns sicherheitspolitisch nichts !!

Man muß die Atomfrage europäisch lösen, und ob Deutschland jemals seine Nachbarn davon überzeugen kann wird die Zukunft zeigen !


@ Soundscape

Auch ich finde Mappus mehr als unsymhatisch, trotzdem zählt für mich die Gesamtsituation und deshalb ging meine Stimme zur CDU !

Abwarten wie es in 5 Jahren aussieht, jetzt müssen Taten der Grünen folgen...
andisharp
Hat sich gelöscht
#1513 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:17
Und weil die Franzosen nichts machen, lassen wir es auch. Ein Wunder, dass das Rad bereits erfunden ist.
flo42
Inventar
#1514 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:26
das solche disskusionen immer in streit ausarten...

man kann nicht direkt sagen nur weil die franzosen nichts begreifen stellen wir uns blind.

aber wozu sollten wir milliarden über milliarden investieren und das sicherheitsrisiko bleibt letztendlich doch in frankreich?

ich finde es gut mit welchem beispiel deutschland vorangeht(langsamer bzw. demnächst wohl beschleunigter rückzug aus der kernenergie), nur ist es mir wichtig, dass man nichts überstürzt. denn wie schauen unsere alternativen aus?

öko strom ist teuer, nicht netz-fähig(technologische vorrausetzung noch nicht gegeben, da große grundlasten benötigt werden(außer man baut riesige speicher mit erbärmlichen wirkungsgraden) und die emissionen sind auch noch nicht so prima. es wird zudem das landschaftsbild zerstört und massiv in die natur eingegriffen(mag sich derzeit noch in grenzen halten aber wo sollen denn noch neue windparks hin?)

strom aus frankreich kaufen ist teurer als selbst akw´s zu betreiben und bringt nix.

auf kohlekraftwerke will wohl kein mensch zurück?

strom aus norwegen(100%wasserkraft + viel potential) kaufen wäre genial, wenn auch etwas teuer, aber derzeit nicht möglich, da die politik aus unergründlichen gründen(atomlobby die druck ausübt???) sich anscheinend nicht dafür zu interessieren scheint zu verhandeln.

meine gedanken dazu
voivodx
Hat sich gelöscht
#1515 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:26

Hier hat er auch diese beschissene Wahrheiten-Seite verlinkt.


Mit dem verlinken solcher Seiten sollte man lieber langsamer sein, will man noch irgendwie ernstgenommen werden.
Mimi001
Hat sich gelöscht
#1516 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:27

Soundy schrieb:
. Wie es um die Bewältigungsmöglichkeiten steht, das unterstelle ich jetzt einfach mal, kannst Du ebensowenig beurteilen

Das Japan sich auf einem anderen Stand als eine Bürgerkriegsregion in Indonesien befindet, sollte eigentlich kein Geheimnis sein.


Tsunami 2004 war von seinen Auswirkungen her weitaus geringer als der Doppelschlag (/Dreifachschlag!) in Japan

Es gab knapp 250.000 Tote in mehreren Ländern dehalb fällt es mir schwer von geringer zu sprechen.


schwachsinnigen Seite - da wächst ja auch Erdöl nach... - wollte ich seinerzeit nur darauf hinweisen, dass man für jede These eine Gegenthese findet.


Da sind aber keine Thesen die dort verbreitet werden, sondern schlicht blödsinnige Behauptungen ohne Wahrheitsgehalt.
Da muss ich ausnahmsweise mal voivodx zustimmen.


[Beitrag von Mimi001 am 28. Mrz 2011, 15:49 bearbeitet]
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1517 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:32

OliNrOne schrieb:

Wird es unter Rot/Grün, vor allem für die arbeitende Mittelschicht zu der ich gehöre, besser ?


Ja, weil schlimmer kanns ja offensichtlich nicht mehr werden. Außerdem heißt das in BW Grün-Rot. Nur in Rheinland-Pfalz (noch) Rot-Grün.

Gruss
Stefan
andisharp
Hat sich gelöscht
#1518 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:36
Ich frage mich gerade, was mir Schwarz-Gelb als arbeitender Mittelschichtler so gebracht hat. Sind es die gestiegenen Krankenkassenbeiträge bei gleichzeitiger Leistungseinschränkung, die irrsinnig hohe Einkommensteuer oder die billiger gewordenen Hotelübernachtungen?
flo42
Inventar
#1519 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:39
warum denn so egoistisch?

wir leben in einer demokratie mit einer sozialen marktwirtschaft.
das wird sich auch nicht bei den grünen ändern. bei der linken vllt aber nicht unbedingt in die richtige richtung.

ich verstehe auf jeden fall, dass es nicht angehen kann, dass die schicht, welche die arbeit (und damitsteuern) fast alleine bewältigt, benachteiligt wird, aber derzeit kümmert sich keine partei direkt darum.

um die derzeitig regierenden parteien mal zu loben, denn das haben sie verdient, auch wenn fast jeder das verkennt:

wir haben eine wirtschaftskrise, wie sie die welt noch nicht gesehen hat, überstanden! gemeister wäre auch ein gutes wort!
andisharp
Hat sich gelöscht
#1520 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:42
Gemeistert wurde die Krise bereits unter Schwarz-Rot, nur mal so zur Erinnerung. Sie war bereits vorbei, als die derzeitigen Kapeiken an die Macht kamen. Jetzt hagelt es Geschenke an die Banken verbrämt als Stützung des Euro.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1521 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:44
@ Andi

Letztendlich wird diese Frage gerne mit "Wirtschaftskompetenz" der Volkparteien beantwortet, welche unseren Wohlstand nachhaltig sichern möchte. Faszinierend find ich dabei, wenn man mal so 30 Jahre Revue passieren lässt.

Ähm... Wat?
flo42
Inventar
#1522 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:45
ok sie wurde vorher gemeistert und im nachhinein hat man für relativen aufschwunk gesorgt.

geschenke an die banken...

das hat schon einen sinn. ich maße mich nicht an mich dazu zu äußern, da ich kein stab wirtschaftswissenschaftler mit jahrelanger erfahrung bin.
Florian_1
Stammgast
#1523 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:46
Was meinst du mit benachteiligt?
andisharp
Hat sich gelöscht
#1524 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:48
Klar hat das einen Sinn, nur keinen, den du erfasst. Die Banken bekommen ihr verliehenes Geld nämlich garantiert zurück und das trotz hoher Risikoaufschläge bei den Zinsen. Dummerweise zahlen wir das aus Steuergeldern. So möchte wohl jedes Unternehmen sein Geld verdienen.
anon123
Inventar
#1525 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:48
Heute, 20:15 bis 21:00 Uhr.

ARD-Brennpunkt

Darin geht es zunächst um die Folgen des grünen Wahlsiegs in Deutschland, anschließend um die aktuellen Entwicklungen der Atomkatastrophe in Japan.
flo42
Inventar
#1526 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:50
ich möchte nich ausfallend werden, aber meinst du ernsthaft, dass man sich aufgrund von empfehlungen von insidern dazu entschlossen hat die banken zu bereichern und den bürger dafür zahlen zu lassen?
andisharp
Hat sich gelöscht
#1527 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:53
Wie soll man das wohl anders sehen? Wo gibt es denn sonst Kredite mit 0% Ausfallwahrscheinlichkeit trotz hoher Zinsen?
Florian_1
Stammgast
#1528 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:53
Eher wegen großen "Spenden"


Guido Westerwelle hat in der Legislaturperiode 2005 bis 2009 gemäß der veröffentlichungspflichtigen Angaben zu den Nebeneinkünften auf der Website des deutschen Bundestages rund 30 Vorträge gehalten, bei denen er Vergütungen von jeweils mindestens 7000 Euro erhielt. Mindestens 7000 Euro im Jahr bezog er auch jeweils als Mitglied des Aufsichtsrates des Versicherungskonzerns ARAG, sowie als Mitglied der Beiräte der Deutsche Vermögensberatung AG, der Hamburg-Mannheimer Versicherungs AG und der Unternehmensberatung TellSell Consulting GmbH.[8]
flo42
Inventar
#1529 erstellt: 28. Mrz 2011, 15:57
es mag noch so fragwürdig klingen aber ich gehe davon aus, dass es seinen grund hat.

@ florian 1

wegen solchen pinatz soll er die gesamte politik beeinflusst haben, bzw kann er das überhaupt?

mal ganz ehrlich für das bisschen(in relation dazu, dass der herr ein gehalt bezieht welches zwar wieder relativ mickrig ist aber durchaus für ein angenehmes leben ausreichen dürfte) verrät doch kein mensch sein volk.
andisharp
Hat sich gelöscht
#1530 erstellt: 28. Mrz 2011, 16:09
Nun steht wohl fest, dass es sich längst um einen Super-GAU handelt. Es wurde Plutonium außerhalb des Kraftwerks gefunden: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753662,00.html
Florian_1
Stammgast
#1531 erstellt: 28. Mrz 2011, 16:14
@flo

Er hat sich als Bankchef selbst €>500.000 an seine Partei geschenkt. DAs ist schon eher was.

@andi INES 6 Wäre das bis jetzt.
flo42
Inventar
#1532 erstellt: 28. Mrz 2011, 16:17
die nachricht war leider überfällig

@ florian 1

500k sind schon eher was. aber jedermann kann für eine partei spenden.das bedeutet nicht, dass sich dort jmd bereichert.
Florian_1
Stammgast
#1533 erstellt: 28. Mrz 2011, 16:28
Wenn jemand seiner Partei etwas spendet ist das natürlich erstmal in Ordnung. Aber meiner Meinung nach sollte ein Poltiker sich nicht selbst als Bank soviel schenken dürfen und dann das ganze dan als Aufsichtsratsmitglied. Das erweckt den Eindruck einer Interessenvertretung einzelner.
flo42
Inventar
#1534 erstellt: 28. Mrz 2011, 16:30
ich finds generell nicht ganz korrekt mit den parteispenden.
so kann sich eine reiche gruppe den staat basteln den sie will.
freibürger
Inventar
#1535 erstellt: 28. Mrz 2011, 17:39

flo42 schrieb:

mal ganz ehrlich für das bisschen(in relation dazu, dass der herr ein gehalt bezieht welches zwar wieder relativ mickrig ist aber durchaus für ein angenehmes leben ausreichen dürfte) verrät doch kein mensch sein volk.


Was allerdings so was wie Ehrgefühl voraussetzt und dessen Vorhandensein ich bei deutschen Politikern dieser Generation stark bezweifel.
Vielleicht gings ja auch um geldwerte Vorteile, so nach dem Motto, eine Hand wäscht die andere, W. ist ja Dr. jur. und braucht nen Job wenn seine politische Karriere zu Ende ist.
Ich weiß, ich weiß alles Spekulation.
Nur leider, mein Vertrauen in die politische Kaste tendiert gegen Null.
flo42
Inventar
#1536 erstellt: 28. Mrz 2011, 17:41
n kastensystem haben wir hier aber nicht:P

ich möchte anmerken, dass wir hier auf sehr sehr hohem niveau meckern, denn deutschland ist eins der fortschrittlichsten länder der welt.
Soundy73
Inventar
#1537 erstellt: 28. Mrz 2011, 18:19
Lobbyseiten wurden auch mir angehängt, ausgerechnet jetzt von andisharp der Spiegellink

Da bleibe ich lieber bei:

28.03.2011
Informationen zur Lage in den japanischen Kernkraftwerken Fukushima, Onagawa und Tokai

Im Auftrag des Bundesumweltministeriums sammelt und bewertet die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) Informationen zur Lage in den vom Erdbeben betroffenen Kernkraftwerken. Diese Bewertungen werden hier wiedergegeben und aktualisiert.

2011-03-28_ODL-GRS
http://www.grs.de/in...ma-onagawa-und-tokai

Da brauche ich dann z.B. auch nicht zu glauben, dass Brom eingespeist wird, da sich ja Bor viel besser eignet.
flo42 gebe ich absolut recht:

..., dass wir hier auf sehr sehr hohem niveau meckern, denn deutschland ist eins der fortschrittlichsten länder der welt.
- aber Meckerweltmeister aller Klassen. Wasch mich, aber mach´ mich nicht nass!
Ich hoffe, es wird jetzt bald einmal dargelegt, wie sich und von wo sich unser Strommix jetzt zusammensetzt.

Aber oben genannter braucht ja, da es den Menschen in Japan ja so viel besser geht, als den Tsunami-Opfern von 2004 (gell mimi001?)kein schlechtes Gewissen zu haben. Dort stehen ja alle Hilfsmittel zur Genüge zur Verfügung:

AufräumarbeitenQuelle: dpa

Trotzdem gute N8!
Mimi001
Hat sich gelöscht
#1538 erstellt: 28. Mrz 2011, 19:15

"Soundy"]Aber oben genannter braucht ja, da es den Menschen in Japan ja so viel besser geht, als den Tsunami-Opfern von 2004 (gell mimi001?)kein schlechtes Gewissen zu haben. Dort stehen ja alle Hilfsmittel zur Genüge zur Verfügung:

Also bitte,

Du kannst doch lesen, oder ?
Ich schrieb weder was von besser, noch von schlechter, sondern einfach nur das Japan, gesamtgesellschaftlich betrachtet, mehr Ressourcen zur Bewältigung einer Katastrophe hat.
Allerdings ist die Katastrophe noch lange nicht vorbei und schon deshalb sind die Fälle kaum vergleichbar.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1539 erstellt: 28. Mrz 2011, 19:29
Soundy

Warum trennst du nicht? Ich frag mich seit Tagen, was du mit deinen Verschiebungen auf die Naturkatastrophe eigentlich bezwecken möchtest.

Meinst du wirklich, hier würde den Tsunami-Opfern nicht der nötige Respekt oder auch Pietät entgegen gebracht? Ich denke wahrscheinlich alle sind ob der Bilder von Verwüstungen und leidenden Menschen fassungslos... und ohnmächtig. Alles was man aus der Ferne tun kann ist spenden. Aber das hängt man (so sehe ich das) nicht an die Forums-Glocke.

Aus einem anderen Blickwinkel (vlt. ist der zynisch, ich weiß es nicht so richtig) kann man übrigens auch behaupten, dass wenn es den Atom-Unfall nicht gegeben hätte, wäre der "öffentliche Blick" schon längst wieder von der eigentlichen Naturkatastrophe und betroffenen Menschen weg und die Zeitungen voll mit "Knut". So war es nämlich auch Ende 2004, als ein Tsumami 230000 Menschen das Leben nahm.

Dennoch ist die Wertung des AKW-GAUs etwas, was uns als Gesellschaft in DE schon lange spaltet und beschäftigt, dies erkennt man auch an dem Threadanfang hier und dessen starke Resonanz. Es gibt aber trotzdem einen politischen und gesellschaftlichen Konsens und der nennt sich Atom-Ausstieg, das war im Prinzip schon nach dem Bau des letzten DE-AKWs klar.

Vielen ist wahrscheinlich noch bewusst, als 1986 nach dem GAU in Tschernobyl eine sehr ähnlich chaotische Informationspolitik gewahr wurde. Das kommt nun hoch. Die unlogische, extrem unglaubhafte (eigentlich wollte ich hier "inkompetente" schreiben) Atom-Politik unserer Regierung tat ein übriges dazu, nimmt den letzten Rest von Glaubwürdigkeit und ist auch verantwortlich für viele weitere kritische Hinterfragungen - auch wenn uns davon einiges suspekt oder übertrieben vorkommt, wie z.B. Jodeinnahme.

Die enorm breite Debatte ist jedoch sinnvoll, weil sie auch von grundsätzlichen/existenziellen Gesichtspunkten geprägt ist. Nun weiß (leider...im Bezug zu dem menschlichen Leid in Japan) jeder was statistisches Restrisiko genau bedeutet und wertet für sich neu. Ich werte auch und male mir ums AKW Philippsburg, welches 5-6Km Luftlinie von mir weg ist, einen Kreis mit dem Durchmesser von 40/50/60/70/80/90/100 Kilometer (also im Falle eines GAUs zu erwarteter Informationsfülle und -stand ) und sage mir dann, das Restrisiko ist angesichts der betroffenen Ortschaften, Landschaften und selbstverständlich Bevölkerung VIEL zu hoch. Es ist mir dann auch wurscht, ob in Frankreich oder sonstwo noch Atommeiler in Betrieb sind. Jedes AKW ist ein gutes AKW, wenns solide stillgelegt wurde/wird, bringt uns dem Ausstieg einen Schritt näher, fördert regenerative Energie, schafft Arbeitsplätze und vermindert letztendlich unser Restrisiko. Interessant ist dabei, aus der rein ethischen Frage ist nun auch eine wirtschaftliche Frage bzw. Zukunftsaussicht geworden. Das heißt: Für Pro-Atom muss man andere Argumente auffahren als wie nur "die bösen Grünen wollen". MMn wird man dann feststellen, es gibt eigentlich keine Argumente mehr, welche sich für Pro-Atomenergie einsetzen lassen. Sie sind just in dem Moment pulverisiert worden, als den erdbebensicheren Atombunkern in Fukushima die "Kappen" wegflogen. Schlagartig hatte man auch eine völlig andere Wertung von Restrisiko (wobei ich mir sicher bin, dass viele das Wort in Bezug zu AKW-Sicherheit noch nie gehört hatten)

Käme es trotzdem zu einem (Super)GAU weiß ich freilich nicht was das für weite Landstriche bedeuten würde und was alles passieren würde. Wahrscheinlich gäbe es von Hysterie, Flucht, bis hin zu "heldenhaftes Retten" alles. Ich kann die Individualität von Einzelnen nicht einschätzen, dafür bin ich zu doof, aber ich denke nicht, dass sich der Mensch in Extremsituationen global groß unterscheidet und teile daher die Auffassung einiger Medienvertreter überhaupt nicht, als das "Deutsche" nur jammern und sich verpissen würden. Ich glaube dennoch, es gäbe wie in Japan auch Menschen, die würden einfach stillhalten wie Lemminge und warten was die Regierung für sie tut oder noch tun kann. Ich hab nun keine Ahnung, was für eine Option in dieser grauenhaften Vision die Bessere wäre, denn ich möchte sie unter keinen Umständen erleben müssen...

(Natürlich nur mein Meinungchen)

Gruss
Stefan

edit typo


[Beitrag von pinoccio am 28. Mrz 2011, 22:17 bearbeitet]
peter63
Stammgast
#1540 erstellt: 28. Mrz 2011, 21:09

pinoccio schrieb:
Die enorm breite Debatte ist jedoch sinnvoll, weil sie auch von grundsätzlichen/existenziellen Gesichtspunkten geprägt ist, denn nun weiß (leider...) jeder was statistisches Restrisiko genau bedeutet und wertet für sich neu.

Dieses oft so verniedlicht klingende "Restrisiko" ist mir selbst erst in den letzten Tagen so richtig bewußt geworden, was das eigentlich bedeutet. Bis vor kurzem habe ich mich auch von Politik und Propaganda einlullen lassen. Klar ist/war das Atomzeuchs gefährlich, aber man vertraut doch instinktiv immer wieder den "Äkschberten" und denkt, wird schon nicht passieren. Und wenn, kriegen wir doch in Griff, ne?

Wenn man aber mal in Ruhe darüber nachdenkt, so wie Stefan oben auch, und dann zu der Erkenntnis kommt, das WENN es zu einem Gau in Dt. käme, wir mit 100.000den Toten und Millionen Opfern an Spätfolgen rechnen müssten und das vielleicht das ganze Land über Jahrtausende unbewohnbar wäre, wir unsere Heimat verlassen müssten, falls wir es überleben, dann gibt es nur eine logische Konsequenz: Abschalten, alle, und zwar so schnell wie nur irgend möglich.
Kein Arbeitsplatz, keine Steuereinahme, keine Wirtschaftsgrundlage für den Exportweltmeister und kein billiger Strom rechtfertigt so ein Teufelszeug, wo Millionen von Menschen und ganze Völker mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit dafür bürgen müssen !

Unter anderem hat mich auch folgender Artikel/Meinung aus einem Nachbarforum sehr zum Nachdenken gebracht.
Ein Chapeau auf den Verfasser CrisisMaven! Auszug davon:

1 Die Gretchen-Frage der Atomkraft

1.1 Die groesstmoegliche Katastrophe
Kann im allerschlimmsten Fall, wenn alle angeblich so ausgekluegelten Vorsichtsmassnahmen versagen, eine schwerer Atomkraftunfall hunderttausende Soforttote (Menschen, die binnen weniger Tage und Wochen in naeherer Umgebung sterben) und Millionen Spaettote (ueber die folgenden Jahre und Jahrzehnte) sowie ueber viele Jahrhunderte und ueber viele Generationen schwerste Missbildungen, Totgeburten und Krebserkrankungen bewirken?
Die Antwort lautet eindeutig, das wird und kann kein Atomexperte, egal fuer wen er arbeitet, anders ausdruecken: Ja!
.......
1.2 Wie wahrscheinlich ist das Horrorszenario?
Wenn dieser Hergang nicht voellig ausgeschlossen ist, wenn er auch angeblich extrem unwahrscheinlich sein soll, tritt er gar nie auf, oder kann er jederzeit auftreten?
Die Antwort lautet, wissenschaftlich exakt, so etwas kann bei einem im Betrieb befindlichen Atomkraftwerk oder bei einer sog. Wiederaufarbeitungsanlage jederzeit auftreten.
Heisst das, es koennte auch nicht erst in einer Million Jahren oder gar nie, sondern gerade jetzt, waehrend ich das schreibe oder Sie das lesen auftreten, d.h. in gerade jetzt und in den naechsten Tagen und Wochen sterben hunderttausende Menschen z.B. in Frankfurt, Muenchen oder Hamburg und in ein paar Jahren dann ggf. weitere Millionen usw.?
Die Antwort lautet: "Ja – koennte sein",
....
1.3 Welchen Schluss wuerden Sie persoenlich ziehen?
Die naechste Frage draengt sich geradezu auf: wenn es gerade jetzt passieren wuerde, wuerden wir dann den Atomstrom immer noch als "alternativlose" und "billige" Stromquelle bezeichnen? Haetten wir diesen "billigen Atomstrom", im Nachhinein betrachtet, wirklich haben wollen?
.....
1.4 Warum wird diese Frage gerade jetzt wieder aktuell gestellt?
.....
Und in den letzten Tagen spielt sich in Japan ein e Katastrophe und ein Drama ab, das moeglicherweise eine der fuehrenden Industrienationen, den Inbegriff von Arbeitsamkeit, Umsicht und Qualitaet, in die Steinzeit zurueckbefoerdert. Grosse Teile Japans ohne Strom, grosse Teile Japans verstrahlt und vermutlich lange Zeit unbewohnbar, erst drei, dann zehn, dann 20, jetzt schon 30 km um die explodierten Atomreaktoren herum evakuiert, die Industrie wegen Strommangels und z.T. auch durch Flucht Mitarbeitermangels lahmgelegt, kurz und gut: ein Szenario, das selbst bei einem Krieg in den ersten Tagen so schlimm gar nicht aussehen koennte, und wir stehen immer noch erst am Anfang der Katastrophe!
.....
Atomkraft laesst sich also unter keinen Umstaenden, unter keinen Annahmen, selbst der, dass "morgen die Lichter ausgehen", begruenden, denn Menschen leben lieber bei Kerzenlicht und verzichten voruebergehend auf ihre Waschmaschine, als sich und ihre Kinder toedlich verstrahlen zu lassen.
.....
1.5 Kann uns dasselbe in Deutschland bzw. der Europaeischen Union auch passieren?
..... Die Frage ist aber immer falsch gestellt. Die Frage lautet: ist es voellig unmoeglich, dass die im Atomreaktor enthaltene Radioaktivitaet austreten kann oder nicht?
Nur wenn es technisch voellig unmoeglich waere, waere er sicher.
.... wie unwahrscheinlich auch immer, eine Grosskatastrophe ist leider moeglich und wahrscheinlich. Sie kann daher jederzeit eintreten und niemand wuerde dann behaupten, siehe Japan, das waere es wert gewesen, nur um ein paar Megawatt-Stunden Strom angeblich billiger oder versorgungssicherer zu erzeugen wie es mit Oel, Kohle, Gas, anderen Energietraegern oder durch Vermeidung und Energieeinsparung moeglich gewesen waere.
....
Wenn also jederzeit mit einer noch groesseren Katastrophe als jetzt in Japan zu rechnen ist, dann fragt man sich, wieso konnte ueberhaupt jemand der Bevoelkerung solch eine Hoellentechnik als tragbar verkaufen? Wenn wir nicht glauben wollen, dass die meisten Menschen Selbstmoerder sind oder ihren Kindern Missbildungen, Leukaemie und qualvolles Siechtum an den Hals wuenschen, dann kann das eigentlich nur sein, weil die Bevoelkerung nicht genuegend Bescheid weiss. Warum weiss sie nicht ausreichend Bescheid? Wohl nur, weil sie nicht hinreichend in einfachen, klaren Worten aufgeklaert wurde oder weil sie bisher zu sehr den selbsternannten Experten vertraut hat, weil Menschen traege sind und sich erst dann statt mit dem Schicksal eines "Wetten-dass"-Kandidaten zu beschaeftigen, sich ihrer eigenen Todesgefahr bewusst werden, wenn sie schon an der Klippe haengen und um Hilfe rufen. Diese Situation haben wir jetzt und es waere zu hoffen, dass 80 Millionen Deutsche, alle Schweizer und OEsterreicher, alle Belgier, Elsaesser und Luxemburger, die Deutsch beherrschen und alle Menschen, die des Deutschen genuegend maechtig sind, sich nun die Zeit nehmen, diese Broschuere zu lesen statt sich mit abwiegelnden Politiker-Reden oder Seifenopern zuzudroehnen.
....
Der jetzige Zeitpunkt ist die vielleicht letzte Gelegenheit, umzukehren. Die naechste Katastrophe trifft sicherlich nicht das weit entfernte Japan, die USA oder Russland, sondern Deutschland oder Frankreich!


Aus diesen Gründen wünsche ich mir, das die Diskussionen über die Atomkraft NIE mehr verstummen mögen. Weltweit! Das die solange anhalten, bis die fähigsten Köpfe Deutschlands oder der ganzen Welt, Mittel und Wege gefunden haben um den ganzen Atomdreck Bomben-SICHER und ein für alle Mal komplett zu beseitigen. 450 Reaktoren gib es weltweit, unzählige Zwischen- und Endlager. Wenn wir nicht sofort damit anfangen, und jeder mitmacht, hier im Lande und auch weltweit, dann rotten wir uns in naher Zukunft mit dieser unheimlichen Büchse der Pandora selbst aus!


[Beitrag von peter63 am 28. Mrz 2011, 21:21 bearbeitet]
Dirkmöhre
Hat sich gelöscht
#1541 erstellt: 28. Mrz 2011, 22:25
Na, das war doch auch mal ein feines Zitat.
Nur, leider ist es mal VÖLLIG vorbei gedacht, wegen Fukushima würden nun ALLE umkehren.
So wünschenswert es wäre, genauso naiv wäre es zu glauben.
Ich befürchte sogar das dieser ganze "Atommarkt" weltweit eher noch anwächst. Uns, selbst wenn hier es der Kernkraft dann hoffendlich wacker an den Kragen geht, werden andere Nationen weiterbauen.
Letztendlich MUSS ein umdenken auf der welt erfolgen. Der Energiehunger WIRD ansteigen!"!!! Und wenn in den nächsten 30Jahren die Anzahl der AKWs weltweit verdoppelt wird, verdoppelt sich auch die potentielle Gefahr.
So, was muß passieren?
Immer fein auf "die Anderen"...
Erstmal, und DAS gilt eigendlich für ALLES, Leute da wo nicht nötig zieht mal daheim den Stecker . Oder wenn jeder VESUCHT seine eigenen Verbrauch zu senken....FEIN.
Nur, DAS interessiert keine Sau in Indien, Brasielien, Indonesien......, Die wollen auch alle n Auto haben! Möglichst fett! (irgendwo logisch. WIR haben ihnen ja jahrelang den "way of live vertickt)

Gedankensprung

Der "Westen" nimmt ja in Anspruch so eine "Vorreiterrolle" in der Welt spielen zu wollen. Ja glatt SPIELEN ZU MÜSSEN!
Wer, wenn eben nicht DIESER Westen. In dem DE eine zunehmend wachsende Rolle einnimmt( )
Ja WER bitte denn auf dieser Kugel hat das Potenzial dazu?
Allerdings imho...es funktioniert NUR dann, wenn "wir" eben nun so schnell als irgend möglich uns auf die Socken machen.
Gelder welche der Atomindustrie vor >40Jahren gebuttert wurden...Genau diese Förderung in Wind, Sonne+Wasser nun zu stecken.
Es wird 20 Jahre dauern. Machen wir uns mal nix vor. Doch ist DAS ein Grund später anzufangen??? Und, mit "ensthaften Politikern"(gibbet die), gehts uU auch in 10-12Jahren.
DAS wäre fein!
N8echtle
Soundy73
Inventar
#1542 erstellt: 29. Mrz 2011, 04:55
Moin Stefan(pinoccio)!

Du fragst:
Meinst du wirklich, hier würde den Tsunami-Opfern nicht der nötige Respekt oder auch Pietät entgegen gebracht?
Das sehe ich so. Es wird so getan, als wenn die eigentliche Katastrophe nur ein Nebenschauplatz wäre.

Es wird überhaupt nicht hinterfragt, ob z.B. schon vorher die Wasserkontamination (z.B. in Tokyo) einmal gemessen wurde - es gab schließlich 2 Atombombenabwürfe und als Anwohner eines Wasserwerkes weiß ich z.B., dass nicht von jetzt auf nu Verunreinigungen ins Trinkwasser kommen. (Bei uns geht´s dabei allerdings um Nitrate)

peter63 spricht eine Wahrheit gelassen aus:

Aus diesen Gründen wünsche ich mir, das die Diskussionen über die Atomkraft NIE mehr verstummen mögen. Weltweit!
Ich fettete mit Absicht weltweit!
Ein Land das auf diesem Gebiet aber keine Kompetenzen mehr hat hat dann kein Mitspracherecht mehr. Richtig soll hoffentlich auch sein: Wir haben die fähigen Köpfe, die hier technisch eine Energiewende einleiten können. Vieles von den angeblich grünen Energien aber halte ich für einen Irrweg (z.B. Biomasse!).

Dirkmöhre schrieb:
Der Energiehunger WIRD ansteigen!"!!!
das ist ein Fakt, den ich (auch) lesen kann (@Mimi001).
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1543 erstellt: 29. Mrz 2011, 05:58
Moin Jürgen


Soundy73 schrieb:
Das sehe ich so. Es wird so getan, als wenn die eigentliche Katastrophe nur ein Nebenschauplatz wäre.


Sie ist im Momentan nicht nicht der Nebenschauplatz, sie wird aber in Japan in relativ kurzer Zeit zum Nebenschauplatz und die Katastrophe in Fukushima wird noch Jahre Bestand haben. Die Verwüstungen durch den Tsunami lassen sich beheben (das menschliche Leid natürlich nicht) die Folgen von der Atomkatastrophe lassen es aber nicht zu, dass man in diesem Gebiet überhaupt etwas beheben kann, es wird unbewohnbar und das kommt somit zu dem bisher entstandenen menschlichen Leid noch mit oben drauf. Das ist eine ganz andere Qualität - leider.


Es wird überhaupt nicht hinterfragt, ob z.B. schon vorher die Wasserkontamination (z.B. in Tokyo) einmal gemessen wurde - es gab schließlich 2 Atombombenabwürfe und als Anwohner eines Wasserwerkes weiß ich z.B., dass nicht von jetzt auf nu Verunreinigungen ins Trinkwasser kommen. (Bei uns geht´s dabei allerdings um Nitrate)


Das heißt also, es ist total unwichtig, ob man zusätzlich noch Radioaktivität im Trinkwasser hat? Sorry, dieser Logik kann ich nicht folgen. Dieser Logik können mW auch viele Japaner in Tokio nicht mehr folgen, denn die vorher nicht stattgefundene kritische Auseinandersetzung mit den Folgen von Kernernergie (deren friedliche Nutzung in Japan einen sehr hohen gesellschaftlichen Status hatte) treibt auch sie auf die Straße. Die Kritik wächst.

Es wird auch so getan, vorwiegend von Atom-Befürwortern, als das im Rest der Welt keine kritische Auseinandersetzung mit Kernenergie stattfinden würde. Dem ist aber nicht so.


Ein Land das auf diesem Gebiet aber keine Kompetenzen mehr hat hat dann kein Mitspracherecht mehr. Richtig soll hoffentlich auch sein: Wir haben die fähigen Köpfe, die hier technisch eine Energiewende einleiten können. Vieles von den angeblich grünen Energien aber halte ich für einen Irrweg (z.B. Biomasse!).


Es werden die Wenigsten bestreiten: Nicht jede Alternative ist auch eine vernünftige Alternative.

Aber... hier muss man lernen ebenso wie man in den späten 60zigern mit den ersten AKWs lernen musste, denn die waren mit Sicherheit nicht sicher und effizient. Zumindest wenn man sich die Leistungen der ersten Reaktoren anschaut, könnte man im Verhältnis zu den Sicherheitsanforderungen mal auf den Gedanken kommen, dass sie sicherlich nicht wirtschaftlich waren. Warum gesteht man das neuen Energien eigentlich nicht zu? Sie müssen aus dem Stand gleichermaßen Leistung bringen? Bei welcher Technologie gabs das jemals?

Die Folgen der damaligen Lerneffekte von/durch "Kernenergie" hat man uns übrigens auch verschwiegen. Die komplette Atomtechnologie ist imho eine Technologie von Verschweigen und Täuschen.

Nur sind die Folgen der Lerneffekte von/durch alternativen Energien weitaus weniger dramatisch und sie lassen sich nicht verschweigen, weil sie viel kritischer beäugt werden, als das zum Beispiel bei den ersten AKWs geschah. Ich finde es irgendwie befremdlich, wenn man den erneuerbaren Energien, für die es seit langem interessante und vernünftige Konzepte gibt, einen Strick drehen möchte. Der Strick muss woanders dran.

Gruss
Stefan


[Beitrag von pinoccio am 29. Mrz 2011, 05:59 bearbeitet]
RheaM
Inventar
#1544 erstellt: 29. Mrz 2011, 07:29
Zum Thema Atomausstieg und grüne Politik lasse ich mal jemand sprechen den ich wegen seiner klaren Analyse der Befindlichkeiten in dieser Republik sehr schätze

http://www.youtube.com/watch?v=sZvPy-M9zOg&NR=1

http://www.youtube.com/watch?v=QnT1tMSgSoE

tsieg schrieb


Im Gegensatz zur Atommafia wird zB. Holger Strohm der über 80 Bücher geschrieben hat vollzenziert und Machtgier (im negativen Sinn) haben diese Leute, die uns nicht Erwünschtes andrehen wollen um viel Geld zu verdienen und nicht die Gegner


Zensur gibt es aber auch in die andere Richtung. Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung hatte vor einiger Zeit ein Gutachten veröffentlicht das wegen seiner Brisanz schon nach kurzer Zeit aus der Webseite entfernt wurde. Kernaussage war: Alle Bemühungen incl. Förderungen z.B. für Solar- und Windstrom, energetische Sanierung von Gebäuden, neue Heiztechnik u.v.m. müssten eingestellt werden da sie für das Weltklima überhaupt nichts bringen. Stattdessen sollten diese Mittel besser für vorbeugende Massnahmen wie z.B. Hochwasserschutz ausgegeben werden.

Und ähnlich sieht es bei den AKW`s aus. So wünschenswert ein schneller Ausstieg wäre, als deutscher Alleingang bringt er gar nichts.
Und es ist z.B. überhaupt nicht zufällig das ausgerechnet Frankreich die Führungsrolle im Kampf gegen Gadaffi übernommen hat. Aus Dankbarkeit wird die neue total demokratische Regierung auch brav die schon verkauften AKW`s von Areva hochziehen lassen. Und Deutschland kann gleich nochmal für zig millionen Gefechtsfeldradar und sonstiges Kriegsspielzeug nach Libyen verkaufen. ( O.K. das letzte war OT )


[Beitrag von RheaM am 29. Mrz 2011, 08:13 bearbeitet]
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1545 erstellt: 29. Mrz 2011, 08:05
Pispers zu der eigentlich Problematik.

http://www.youtube.com/watch?v=UYngmLCg5wE

Könnte gut sein, dass er seine Beiträge von 2009 nicht mehr so toll findet.

Ich finds immer wieder interessant, wie man vor dieser Problematik "Restrisisko" die Augen verschließen kann, in dem man z.B. "Politik der Grünen" an den Pranger stellt, welche mit EEG eigentlich dafür verantwortlich war, um jetzt wenigstens eine akzeptable Aussicht zu haben, dieses Restrisiko zu beseitigen.

Bei der chaotischen Politik der jetzigen Regierung, welche sich noch auf "Nachwehen" von Rot-Grün und der großen Koalition ausruht, frag ich mich schon, ob mans noch schlechter machen kann und ob überhaupt Augen vorhanden sind.

Gruss
Stefan


[Beitrag von pinoccio am 29. Mrz 2011, 08:17 bearbeitet]
Ener-
Stammgast
#1546 erstellt: 29. Mrz 2011, 08:20
Naja, "Restrisiko" ist durch die Abschaltung der AKW kaum vermindert. Und die Pläne zur geeigneten Endlagerung sind damals in den Schubladen von UM Trittin verschwunden, wo sie Gabriel auch nicht mehr wiederfinden konnte.

Wobei ich den Weg und den grünen Erfolg akutell ebenfalls begrüße, nicht weil ich Wunder erhoffe. Die Anderen haben es allesamt nur einfach nicht besser verdient. Sigmar Gabriel ist der heimliche Trumpf aller anderen Parteien abseits der SPD, Gutti war es abseits der CDU, die FDP ist der Trumpf der Opposition im Bundestag. Ob es nun konstruktive Arbeit gibt... das ist nicht in der Macht der Regierung allein. Die Misere verwalten tun nur Andere. Wenn die CDU jetzt erstmal nächstes Jahr auf die Kacke haut, warum das Zeug aus Neckar-Westheim immernoch nicht verbuddelt ist.
RoA
Inventar
#1547 erstellt: 29. Mrz 2011, 08:33

Ener- schrieb:
Naja, "Restrisiko" ist durch die Abschaltung der AKW kaum vermindert.


Das ist eine Frage der Sichtweise...
Schwergewicht
Inventar
#1548 erstellt: 29. Mrz 2011, 08:45

pinoccio schrieb:
Pispers zu der eigentlich Problematik.

http://www.youtube.com/watch?v=UYngmLCg5wE

Könnte gut sein, dass er seine Beiträge von 2009 nicht mehr so toll findet. :)


Der 2. Pispers Beitrag im Link von "RheaM" war nicht aus 2009, sondern ungefähr aus 1999 (hat somit überhaupt keinen aktuelleren Bezug), er ist nur erst 2009 bei YouTube eingestellt worden.



[Beitrag von Schwergewicht am 29. Mrz 2011, 08:47 bearbeitet]
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1549 erstellt: 29. Mrz 2011, 08:52
Iss ja noch schlimmer.

Mercy, für Hinweis, hatte ich tatsächlich falsch geguckt

Gruss
Stefan
RheaM
Inventar
#1550 erstellt: 29. Mrz 2011, 09:38

Schwergewicht schrieb:

pinoccio schrieb:
Pispers zu der eigentlich Problematik.

http://www.youtube.com/watch?v=UYngmLCg5wE

Könnte gut sein, dass er seine Beiträge von 2009 nicht mehr so toll findet. :)


Der 2. Pispers Beitrag im Link von "RheaM" war nicht aus 2009, sondern ungefähr aus 1999 (hat somit überhaupt keinen aktuelleren Bezug), er ist nur erst 2009 bei YouTube eingestellt worden.

:prost


Warum ein Beitrag aus 1999 keinen aktuellen Bezug haben kann verstehe ich nicht, an der Machtgeilheit und Verlogenheit der Grünen hat sich seither nichts geändert, da schluckt man auch mal solche Kröten wie Elbeaubaggerung in Hamburg und geht mit den Schwarzen zusammen. Und das man für ein fettes Beraterhonorar schon mal seine Ideale über Bord wirft ist bei grünen Spitzenpolitikern auch nicht unüblich

http://www.shortnews...hr-ueber-Atomenergie
andisharp
Hat sich gelöscht
#1551 erstellt: 29. Mrz 2011, 09:44
Den Grünen Dinge vorzuwerfen, die für andere Parteien selbstverständlich sind, halte ich für lächerlich. Bei der CDU und der FDP ist es in Mode, einfach hinzuwerfen, wenn ein lukratives Angebot aus der Wirtschaft kommt.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1552 erstellt: 29. Mrz 2011, 09:45


Und vlt. vorher noch Hindernisse aus dem Weg räumt, damit der zukünftige Arbeitgeber noch fette Gewinne einfahren kann.


[Beitrag von pinoccio am 29. Mrz 2011, 09:47 bearbeitet]
RoA
Inventar
#1553 erstellt: 29. Mrz 2011, 09:46
Wie man hört, ist beim BDI gerade wieder ein Pöstchen freigeworden...
RheaM
Inventar
#1554 erstellt: 29. Mrz 2011, 09:57

andisharp schrieb:
Den Grünen Dinge vorzuwerfen, die für andere Parteien selbstverständlich sind, halte ich für lächerlich. Bei der CDU und der FDP ist es in Mode, einfach hinzuwerfen, wenn ein lukratives Angebot aus der Wirtschaft kommt.


Na endlich hast du es kapiert, die grüne Führung ist in nichts besser als die anderen Parteien. nur hatten sie mal den Anspruch besser zu sein. Aber von diesen Zielen ( z.B. mehr Basisdemokratie ) hat man sich schon lange verabschiedet. Die - ehrliche - grüne Basis ist doch von ihrer Führung schon lange zum Stimmvieh degradiert worden
Mimi001
Hat sich gelöscht
#1555 erstellt: 29. Mrz 2011, 09:59
Du hörst Dich ja an wie Jutta Ditfurth.

andisharp
Hat sich gelöscht
#1556 erstellt: 29. Mrz 2011, 10:16
Ich habe es also kapiert, ah ja.

Die Grünen sind eine Partei wie alle anderen und dazu sind sie zwangsläufig geworden. Basisdemokratie innerhalb von Parteien ist in unserem politischen System schlicht unmöglich, weil so eine verlässliche programmatische Basis fehlen würde. Erst mit dem Abschied von utopischen Vorstellungen sind die Grünen überhaupt regierungsfähig geworden. Das der Partei zum Vorwurf zu machen, ist ein ziemlicher Witz.
pinoccio
Hat sich gelöscht
#1557 erstellt: 29. Mrz 2011, 10:21

andisharp schrieb:
Erst mit dem Abschied von utopischen Vorstellungen sind die Grünen überhaupt regierungsfähig geworden. Das der Partei zum Vorwurf zu machen, ist ein ziemlicher Witz.


So ist es. Vor 98 hatte man ihnen vorgeworfen, sie wären mit den "utopischen Vorstellungen" überhaupt nicht geeignet. Klar sollte sein, Realpolitik ist nirgends ein Fremdwort.

Vlt. spielt bei da auch eine Portion Frust mit, weil die Grünen nicht das erreicht haben, was "man" selbst vorher als Utopie bezeichnet hatte... wer weiß

Gruss
Stefan
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