HIFI-FORUM » Reparatur & Wartung » Hifi-Klassiker » Marantz PM-64II vor dem Schrott gerettet | |
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Marantz PM-64II vor dem Schrott gerettet+A -A |
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Autor |
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hoschibill
Inventar |
20:31
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#1
erstellt: 15. Mrz 2009, |
Hallo zusammen ![]() ich habe letzten Freitag einen Marantz PM-64II Vollverstärker vor dem Schrott gerettet. Sieht noch erstaunlich gut aus ohne grössere Beschädigungen. Deckel hat 'ne Beule, minimale Schmisse an der Frontblende (keine Dellen, nur nicht mehr schwarz), eine Klemmschraube (schwarz) von den Lautsprecherklemmen fehlt. Habe ihn geöffnet und dann erstmal mit Staubsauger und Pinsel entstaubt. Der Vorbesitzer war wohl starker Raucher (so riecht es zumindest). Nachdem ich ihn einfach mal angeschlossen habe, machte er Töne aus beiden Kanälen. Aber er knackt und knistert. Dann habe ich vorsichtig das Innenleben mit einem Schraubendrehergriff (Kunststoff) abgeklopft. Seit ich auf eine kleine, senkrecht stehende Platine geklopft habe, spielt er im CD-Direct-Modus einwandfrei (siehe Bild, roter Pfeil). Ich tippe auf eine kalte Lötstelle. Schalte ich den Direct-Modus aus, ist der linke Kanal tot. Weiterhin wird der Kühlkörper recht warm (ca. 50°C). Kann es sein, dass die Endstufe bei kleinen Leistungen im Class-A-Berieb arbeitet?. Ich fand ihn einfach zu schade für den Schrottplatz und will ihn jetzt wieder instand setzen. Hat hier jemand Erfahrungen mit diesem Gerät und der Instandsetzung und kann mir evtl. jemand eine Klemmschraube für den Lautsprecheranschluss besorgen? Bin für jeden Tipp oder Hinweis dankbar. Schon mal vielen Dank im voraus für Eure Anworten und Euer Hirnschmalz. Gruss Olli ![]() ![]() ![]() ![]() |
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hoschibill
Inventar |
18:40
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#2
erstellt: 17. Mrz 2009, |
Hallo zusammen ![]() Den Fehler der Endstufenplatine habe ich behoben. War eine kalte Lötstelle. Auf CD-Direct läuft er jetzt einwandfrei ![]() Jetzt weiss ich nicht mehr weiter. Gibt es hier Spezialisten, die mir weiter helfen können? Gruss Olli |
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hf500
Moderator |
18:57
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#3
erstellt: 17. Mrz 2009, |
Moin, das Geraet weiter zerlegen (Frontblende abnehmen) und alle Schalter/Potis mit Kontakt 61 (Kontakt-Chemie) behandeln. Auch weiter nach kalten Loetstellen suchen, gerne gibt es die da, wo die Eingangsbuchsen auf die Platine geloetet sind. Was ist, wenn man den CD-Tpieler an Tuner oder Tape-In anschliesst? 73 Peter [Beitrag von hf500 am 17. Mrz 2009, 18:59 bearbeitet] |
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hoschibill
Inventar |
19:06
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#4
erstellt: 19. Mrz 2009, |
Hallo Peter ![]() Zum Glück haben wir noch eine Gnadenfrist bekommen. Der Kanalausfall tritt bei allen Hochpegeleingängen auf. Gruss Olli |
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hf500
Moderator |
19:12
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#5
erstellt: 19. Mrz 2009, |
Moin, da ist die Methode der Wahl die Signalverfolgung. Also ein Signal einspeisen und mit einem Oszilloskop oder Signalverfolger die Stelle suchen, wo das signal verlorengeht. (ein Signalverfolger ist ein kleiner NF-Verstaerker, mit dem man in anderen Verstaerkern "herumstochert") 73 Peter |
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hoschibill
Inventar |
19:25
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#6
erstellt: 19. Mrz 2009, |
Korrigiere mich bitte, wenn ich falsch liege. Wenn ich das o.g. richtig verstehe, kann ich einen anderen Verstärker mit Hochpegeleingang nehmen, mache mir an den Innenleiter eines Cinchkabels eine Prüfspitze, verbinde die Cinch-Massen beider Verstärker und Klemme einen Lautsprecher an den Prüfverstärker. Wenn ich dann an einen Signalführenden Messpunkt meines Marantz die Prüfspitze halte, musste aus dem Prüflautsprecher das Signal kommen. Richtig so? Gruss Olli |
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hf500
Moderator |
22:43
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#7
erstellt: 19. Mrz 2009, |
Moin, ja, so in etwa. Es waere gut, wenn der Signalverfolger einen moeglichst grossen Eingangswiderstand (>500K Ohm) hat und in der Leitung zur Pruefspitze ein Kondensator von 100-220nF/>100V liegt. Das sorgt fuer eine geringe Belastung des Pruefobjektes, der Kondensator trennt Gleichspannung ab. Die kleine Kapazitaet kann beim Herumstochern an staendig wechselnden Gleichspannungspegeln nur wenig Energie speichern, so dass man im Pruefobjekt keine Unordnung stiften kann (Arbeitspunktverschiebung durch den Ladestrom des Koppelkondensators). 73 Peter |
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hoschibill
Inventar |
22:50
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#8
erstellt: 19. Mrz 2009, |
Super Tip. Vielen Dank dafür. Dann werde ich mir mal ein neues Prüfgerät bauen. Gruss Olli |
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detegg
Inventar |
11:48
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#9
erstellt: 20. Mrz 2009, |
hoschibill
Inventar |
11:53
![]() |
#10
erstellt: 20. Mrz 2009, |
Hi Detlef ![]() So hatte ich mir das vorgestellt. @Peter: Du hast geschrieben, dass der Verstärker einen Eingangswiderstand >500K Ohm haben sollte. Hast Du da spezielle Empfehlungen? Oder kann ich mir auch mit einem Widerstand in reihe behelfen um die Eingangsimpedanz anzupassen? Gruss Olli [Beitrag von hoschibill am 20. Mrz 2009, 11:54 bearbeitet] |
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hf500
Moderator |
16:42
![]() |
#11
erstellt: 20. Mrz 2009, |
Moin, du kannst auch ein paar hundert Kiloohm in Reihe schalten. der Widerstand muss dann so dicht wie moeglich an die Tastspitze. Hier muss man ja nicht so akademisch sein, es soll ja nur festgestellt werden, wo das Signal verlorengeht. Echte Signalverfolger haben einen hochohmigen Eingang mit Abschwaecher, in dB geeichtem Messwerk um Verstaerkungen messen zu koennen und maximal etwa Mikrofonempfindlichkeit, um auch kleine Spannungen noch finden zu koenen. Um einen Eindruck zu geben: ![]() und hier den Grundig SV-41 Ein kleines handliches Geraet ist der Signal Tracer SE350A von Sansei Electronics. 73 Peter |
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hoschibill
Inventar |
11:36
![]() |
#12
erstellt: 21. Mrz 2009, |
Alles klar, dann weiss ich, was ich bauen muss. Danke für Eure Info's. Ich melde mich wieder, wenn ich den Signalverfolger fertig habe. Gruss Olli |
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