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C Messbereich erweitern+A -A |
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Autor |
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bukongahelas
Inventar |
#1 erstellt: 31. Mai 2007, 00:47 | |
Hi,ich habe ein LCR Messgerät,misst C leider nur bis 200yF maximal.Wenn man 2 C in Reihe schaltet,wird der Gesamtwert wie bei einer Parallelschaltung von R berechnet (Reziprok der Reziprokwerte addieren).Also 1000y mit 100y in Reihe = 90.9y.Der 100y wird natürlich einzeln gemessen und mit dem Messwert gerechnet.So könnte ich zumindest grob abschätzen,ob grosse Ladeelkos (20000y und mehr) Kapazität verloren haben.Die Serienkapazität der 2 C muss immer weniger wie 200y betragen,dann ist es messbar. Gibt es noch andere Möglichkeiten der Messbereichserweiterung für die C (und L) Messungen ? Schön wären weitere Messbereiche bis 2000y , 20000y , 200000y. Es gibt die Gleichung Q=I*t (Ladung=Strom mal Zeit). So könnte man einen C mit Konstantstrom laden,die Zeit bis zu 70% Aufladespannung stoppen und dann die Kapazität errechnen.Einheit der Ladung ist Coulomb (oder Coloumb?), die der Kapazität Farad (bzw yF).Wie rechnet man das um ? gruss bukongahelas |
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richi44
Hat sich gelöscht |
#2 erstellt: 31. Mai 2007, 13:07 | |
Das wäre auch eine Messmöglichkeit. Du brauchst ein Netzteil mit 15V Gleichspannung, eine Konstantstromquelle, die Du auf 1mA / 10mA / 100mA umschalten kannst, weiter ein Voltmeter mit mindestens 1MOhm Eingangswiderstand und idealerweise eine Kurzzeit-Schalt"uhr" für 1 oder 10 Sekunden. Wenn Du per Definition an einem Kondensator von 1 Farad einen Ladestrom von 1A 1 Sekunde lang fliessen lässt, bekommst Du eine Spannung von 1V. Bei einem Kondensator von 1000 Mikrofarad hättest Du also bei 1mA Strom und 10 Sekunden Ladezeit eine Spannung von 10V. Bei 2000 Mikrofarad wäre die Spannung nur 5V, bei 5000 Mikrofarad 2V usw. Du könntest also mit dem Ladestrom und der Ladezeit die Messeinrichtung der Kapazität anpassen. Als Schaltuhr wäre ein Relais und ein Timer-IC 555 denkbar, als Konstantstromquelle z.B. ein 2N2905 oder BD 140 mit entsprechenden Emitterwidertänden und eine LED als Referenzspannungsquelle mit ihrem 1,2k Vorwiderstand. |
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bukongahelas
Inventar |
#3 erstellt: 01. Jun 2007, 00:51 | |
Timer IC NE555 als Monoflop 10s und Relais als Schaltstufe,kein Problem.Ebenso die Änderung der Zeit.Nur die genaue Schaltung der 3fach (1,10,100mA) schaltbaren Konstantstromquelle ist unklar.Eine Schaltskizze mit Dimensionierung der Bauteile wäre nett. gruss bukongahelas |
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richi44
Hat sich gelöscht |
#4 erstellt: 01. Jun 2007, 06:03 | |
Die LED ist rot und liefert eine Referenzspannung, die Emitterwiderstände den Spannungsabfall, der notwendig ist, die Referenz und die Basisspannung auszugleichen. Wenn wir mal von einer LED-Spannung von 2V ausgehen und von einer Ube von 0,6V, so müsste der Re bei 1mA 1,4k sein, bei 10mA 140 Ohm und bei 100mA 14 Ohm. Da Ube abhängig ist von Ic und U LED nicht genau 2V ist, habe ich die Trimmpot eingesetzt. Falls es keine 5 Ohm gibt, nimmst Du halt 10 Ohm. Im ersten Schritt kannst Du ja mit dem Messinstrument direkt den Strom einstellen und es erst nachher als Spannungsmesser zusammen mit dem zu testenden Elko verwenden. |
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bukongahelas
Inventar |
#5 erstellt: 02. Jun 2007, 03:24 | |
Im Prinzipschaltbild wird der zu messende C zwischen dem unteren Anschluss der Konstantstromquelle und Masse geschaltet,eine Reihenschaltung der beiden.D.h. der Mess C wird im dimensionierten (letzten) Schaltplan zwischen Kollektor des BD140 und Masse,parallel zum Spannungsmesser (der Kreis mit Pfeil) angeschlossen.Zum Abgleich (1,10,100mA) ist an dieser Stelle ein Amperemeter.Ist das richtig ? Scheint so zu funktionieren: Die Basis liegt (U led=2V) auf 13 Volt fest.Der Emitter ist 0.6 Volt positiver,13.6 Volt.Also liegen an den Emitterwiderständen 15-13.6=1.4 Volt an.Für 1mA gilt R=U/I 1.4 Volt / 0.001 A = 1400 Ohm,das deckt sich mit Deiner Aussage. Der Strom durch die Emitterwiderstände produziert an diesen einen Spannungsabfall.Wird der Strom grösser,gibts mehr Spannungsabfall,U be sinkt,der BD140 leitet weniger,also geht der Strom wieder zurück.Sinkt der Strom ab = weniger Spannungsabfall,leitet der Transistor besser und der Strom steigt wieder auf den Sollwert.So bleibt der Strom konstant.Sein Wert hängt von den Emitterwiderständen ab. Sehr praktische Schaltung,z.B. zum Laden von Akkus mit konstantem Strom über eine bestimmte Zeit (bei NC Akkus 14 Stunden). Erstmal vielen Dank für die genaue Schaltskizze,damit ist der Bau leicht.Werde von den Ergebnissen berichten. gruss bukongahelas |
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richi44
Hat sich gelöscht |
#6 erstellt: 02. Jun 2007, 10:54 | |
Genau so ist es. Und wenn Du als Messinstrument irgend so ein billiges Multimeter (eigentlich Schrott) verwendest, so hast Du ja üblicherweise Spannungs- und Strommesser in einem. Und im Übrigen musst Du ja den Strom nur einmal zur Einstellung der Emitterwiderstände verwenden... |
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