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Onkyo A-15 unbekannter Elko-Typ+A -A |
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Autor |
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milliscout
Stammgast |
#1 erstellt: 19. Apr 2010, 19:23 | |
Hallo, ich bin dabei meinen Onkyo Verstärker A-15 Bj 1980 zu verjüngen. Dazu gehört der Austausch einiger der alten Elko's. In dem Verstärker sind Elkos verbaut, deren Typ ich nicht bestimmen kann. C153,C253 0,47µF, 50V, LL, polarisiert C107,C207 1µF, 50V, LL, polarisiert Was bedeutet LL? Normalerweise würde es "Long Lead" heißen, das ergibt aber hier keinen Sinn. Es sind Radial Elkos mit gelber Folie und schwarzer Schrift. Aufdruck: nichicon 0.47µf 50V 85°C H8042 (M). Alle anderen Elkos haben schwarze Folie mit weißer Schrift. Die Elkos sind Koppel-C's; Ausgang Phone Equalizer und Eingang Tone Control Amp. Im gesamten Verstärker sind keine bipolaren Elkos eingebaut. Diese werden durch in Reihe geschaltete Elkos erzeugt (- +,+ -). Da die Elkos im Audiozweig sitzen, möchte ich diese durch geeignete Audio Elkos ersetzen, z.B. durch den bipolare nichicon UES1HR47MDM. Die Googel-Suche ergab einen Typ nichicon AEC-1µF-50V-85C-LL. Hier steht LL für Long Lead. Daten zu dem Typ habe ich nicht gefunden. Meine Vermutung: LL heißt "Low Loss", da man 1980 noch keine bipolare Audio Kondensatoren hatte, oder "Long Life". Mit welchem Typ sollte man diesen Elko ersetzen? Gruß! |
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hf500
Moderator |
#2 erstellt: 19. Apr 2010, 21:34 | |
Moin, vergiss die Elkos und nimm die Wimas mit 2,5mm Rastermass. Suche mal bei Reichelt nach MKS-02. Genau das, was du haben willst. ;-) 73 Peter |
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tri-comp
Stammgast |
#3 erstellt: 20. Apr 2010, 05:41 | |
Hi, More likely: Low-Leakage. In my opinion they are high-quality cap's that are used mainly at input-circuits where a DC-leakage would upset the fairly high-impedance circuitry. You could of course replace them with non-electrolytics but they will be somewhat bulky in those values. rgds, /tri-comp [Beitrag von tri-comp am 20. Apr 2010, 05:41 bearbeitet] |
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hf500
Moderator |
#4 erstellt: 20. Apr 2010, 15:15 | |
Moin, was ich noch vergessen habe, die beiden gegeneinandergeschalteten Elkos werden natuerlich nicht durch zwei Folienkondensatoren ersetzt, wenn sich das vermeiden laesst. Die "Doppelelkos" hat der Verstaerker nur, weil es seinerzeit keine kompakten Folienkondensatoren gab und keine ungepolten Elkos kleiner Kapazitaet hatte. Wenn es die Patinen zulassen, dann ersetzt man einen "Doppelelko" durch einen Folienkondensatore mit der halben Kapazitaet eines Einzelelkos. Dazu muss man sich Kondensatoren mit einem passenden Rastermass suchen, Wima z.B. hat auch solche mit 5mm RM. 73 Peter |
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milliscout
Stammgast |
#5 erstellt: 20. Apr 2010, 18:59 | |
Hallo Peter, hallo tri-como, vielen Dank für die schnelle kompetente Antwort. Ihr habt mir sehr geholfen. Der 0,47µ sitzt am Eingang eines OP-Amps mit 1 MOhm Wdst. Die Phono Eingangsplatine ist sehr beengt, mal sehen, wie ich die Teile unterbringe. Gruß! milliscout |
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hf500
Moderator |
#6 erstellt: 20. Apr 2010, 21:17 | |
Moin, vielleicht einen MKS-02 Kondensator mit 2,5mm Rastermass und den anderen einfach durch eine Drahtbruecke ersetzen. Bipolare "Audio-" Elkos gibt es schon lange, naemlich in den Frequenzweichen von Mehrwegelautsprechern. Nur sind die meist groesser als nur 1µF und auf die Bauform/-groesse musste man hier auch keine Ruecksicht nehmen. 73 Peter |
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ruesselschorf
Inventar |
#7 erstellt: 21. Apr 2010, 00:39 | |
Hallo, bei RS Components gibt es 'schöne' FolienKondensatoren von Panasonic. Siehe z.B. RS Bestellnummer 6224274 Der Vorteil gegenüber den Wimas, sind die schönen, 2cm langen Beine So gibt es immer eine Möglichkeit - unabhängig vom Rastermaß der Platine - kleine Koppelelkos durch Folien zu ersetzen. Und das Haiänd Gewissen ist auch noch beruhigt! Gruß, Helmut |
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norman0
Inventar |
#8 erstellt: 21. Apr 2010, 06:43 | |
Die sind super, die nehme ich auch immer |
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hf500
Moderator |
#9 erstellt: 21. Apr 2010, 15:41 | |
Moin, stimmt, da steht "Panasonic" (bzw. Matsushita) dran. Bei Wima denkt doch nur jeder an Backpflaumen... 73 Peter |
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ruesselschorf
Inventar |
#10 erstellt: 21. Apr 2010, 17:48 | |
Hallo Peter, jaja, der Prophet gilt nichts im eigenen Land Ich mach viel 70er Jahre Marantz und McIntosh. In den in den U.S. of A. gebauten Geräten wimmelts nur so: WIMA ERO Siemens, Telefunken Rosenthal...sieht aus wie Grundig mit Epoxy-Platinen! Gruß, Helmut |
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hf500
Moderator |
#11 erstellt: 21. Apr 2010, 18:06 | |
Moin, ich sage ja nichts gegen die Matsushitas. In diesem Fall haben sie den Vorteil, laengere Anschlussdraehte zu haben, was bei Ersatzbestueckung Freiheitsgrade gibt. Vom Innenleben her duerften die Einen so gut wie die Anderen sein. Ausserdem stecken dann Japan-Kondensatoren in einem Japan-Geraet, es bleibt also stilecht ;-) 73 Peter |
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ruesselschorf
Inventar |
#12 erstellt: 21. Apr 2010, 18:32 | |
Von wegen! Bei RS-C steht ja immer das Herkunftsland auf der Rechnung. Ich hatte 4 verschiedene Werte dieser Panasonics bestellt, Herkunftsländer waren: Malaysia, Taiwan und Ungarn Gruß, Helmut |
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milliscout
Stammgast |
#13 erstellt: 21. Apr 2010, 19:17 | |
Hallo, längere, schlanke Beine sind häufig ein Vorteil!! Spaß beiseite, ich benötige noch etwas Nachhilfe s.u. Mit 2 Kond-Typbezeichnungen komme ich nicht weiter: 470J und 351K. Ich unterstelle 47 pF und 350 pF. Was bedeuten die Buchstaben? Grund: ich habe einmal die Phonostufen vom A-15 (Bj 1980) und vom A-921 (Bj 1996) verglichen. Die Unterschiede der Eingangsschaltungen verwundert mich. A-15: Buchse -> 1 kOhm Entkopplungswdst. -> 56kOhm nach Masse -> 1µF Koppel-Elko -> 220kOhm nach Masse -> 47pF nach Masse -> Op-Amp; Op-Amp Eingänge mit 1nF gebrückt. A-921: Buchse -> 1kOhm Entkopplung -> C201 nach Masse -> 56kOhm nach Masse -> 10µF Koppel-Elko -> 220kOhm nach Masse -> Op-Amp; Op-Amp Eingänge mit 152J Kond. überbrückt. Wert C201 bei japanischen Geräten 470J, bei Geräten für den Rest der Welt 351K. A-15 Op-Amp = NJM4559DX, A-921 Op-Amp = NJM4558D-X. Was bedeuten die Unterschiede? Das RIAA Netzwerk ist fast gleich aufgebaut: A-15 Ausgang Op-Amp -> 2x 82kOhm parallel mit 1,8nF gebrückt -> 510kOhm mit 6,2nF gebrückt -> 2. Eingang Op-Amp. Dieser ist mit 100µF in Reihe mit 820 Ohm nach Masse verbunden. A-921 1. Widerstand 39kOhm, 2. Widerstand 470kOhm, Rest identisch. Ausgang: A-15 Out Op-Amp -> 2,2kOhm -> 1µF Elko(LL) -> 100kOhm nach Masse. A-921 Out Op-Amp -> 10µF Elko -> 100kOhm nach Masse. Gruß! milliscout [Beitrag von milliscout am 21. Apr 2010, 19:23 bearbeitet] |
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hf500
Moderator |
#14 erstellt: 21. Apr 2010, 21:08 | |
Moin, der Entkopplungswiderstand an der Eingangsbuchse und der nachfolgende Kondensator gegen Masse (C201) bilden einen Tiefpass, der das Eindringen von Hochfrequenz in den Phonoverstaerker verhindern soll. Unterschiedliche Vorschriften bezueglich der "Einstroemfestigkeit" bedingen unterschiedliche Werte fuer den Kondensator gegen Masse. Anscheinend ist man in Japan unempfindlicher gegen HF in den Phonoverstaerker ;-) Das J und K m.W. die Spannungsfestigkeit des Kondensators 73 Peter |
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milliscout
Stammgast |
#15 erstellt: 22. Apr 2010, 13:23 | |
Hallo Peter, vielen Dank für Deine Antwort. Eine längere Suche hat dann doch zu einem Ergebnis geführt. Siehe diesen Link: http://zeus.cedcc.psu.edu/caps/allcaps.html; die Toleranzwerte habe ich in einem Referenzbuch gefunden. Siehe Link:http://books.google.de/books?id=R67HARlhisYC&pg=PA2-IA7&lpg=PA2-IA7&dq=EIA+Type+Designation+for+Mica+Capacitors&source=bl&ots=TbWAdMCUvN&sig=kCh7f_BM4xoC5baAPZr_aW9YTko&hl=de&ei=qkvQS5DhM9KTOICXndYP&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=1&ved=0CAkQ6AEwAA#v=onepage&q=EIA%20Type%20Designation%20for%20Mica%20Capacitors&f=false s. Table 1. Gem. EIA- und Mil-Spec. ist der Buchstabe vor dem Zahlenwert, die Spannungsangabe. Der Buchstabe nach dem Zahlenwert, der Toleranzwert. Diese gelten für Widerstände und Kondensatoren. E = +/- 1% G = +/- 2% J = +/- 5% K = +/- 10% M = +/- 20%, keine Angabe = +/- 20% (kein Farbring) Z = +80 / -20% (bei Kondensatoren). Gruß! milliscout hier ist eine bessere Tabelle: http://books.google....20Capacitors&f=false [Beitrag von milliscout am 22. Apr 2010, 13:31 bearbeitet] |
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milliscout
Stammgast |
#16 erstellt: 29. Apr 2010, 15:42 | |
Hallo, ich habe noch eine Frage zu den Siebelko's in der Spannungsversorgung an den OP-Amps. Eingebaut sind Standard-Elko's von Nichicon Wert 1µF/50V und 3,3µF/50V. Werden hier auch Folien-Ko's eingebaut, oder läßt man Elko's drin. Ggf. Audiotypen und könnte man den Wert auf 10µF erhöhen? Gruß! milliscout |
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hf500
Moderator |
#17 erstellt: 29. Apr 2010, 15:53 | |
Moin, zunaechst: www.deppenapostroph.de Das tut ja schon weh ;-) Die kleinen Elkos sollen die OPV am Schwingen hindern. Folienkondensatoren sollten auch funktionieren, 10µ auch nicht schaden. "Audio" Elkos, was das genau sein soll, weiss ich nicht so ganz. Wenn du nicht gerade ungepolte Kondensatoren meinst, dann hat der Hersteller eine Elkoserie zu etwas Besonderem geadelt. Moderne Elkos mit vorzugsweise kleinem ESR (vulgo Serien-Verlustwiderstand) und vielleicht noch fuer 105°C sind in NF-Schaltungen immer gut geeignet. Solche Elkos werden vorzugsweise in Schaltnetzteilen eingesetzt und haben dort ein wirklich hartes Leben. 73 Peter |
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milliscout
Stammgast |
#18 erstellt: 29. Apr 2010, 17:19 | |
Hallo, vielen Dank! Du must zugeben, daß ich den Fehler konsequent durchgehalten habe. Mit Audio-Kondensator meine ich Elkos, die von Herstellern wie ELNA, Nichicon usw speziell für den Einsatz in Audiogeräten empfohlen werden. Der Hauptgrund der Frage war, bringt an dieser Stelle ein Folienkondensator Vorteile und ist der Wert kritisch. Gruß! milliscout |
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hf500
Moderator |
#19 erstellt: 29. Apr 2010, 18:24 | |
Moin, na, dann wieder etwas dazugelernt ;-) Folienkondensatoren haben an dieser Stelle primaer den Vorteil, alterungsbestaendig zu sein. Vermutlich werden sie uns alle noch ueberleben... Ihre HF-Eigenschaften sind auch besser als die der Elkos, so dass sie die Aufgabe, den OPV am Schwingen zu hindern, gut erfuellen koennen. Und die "Audio-Elkos" sind wohl tatsaechlich nur geadelte Standardelkos mit vielleicht etwas besseren Eigenschaften. Macht Testzeitungen gluecklich: "Es wurden spezielle Elkos fuer Audioanwendungen verwendet, was dem Klang zugute kommt. So erzeugt der XXXX eine besondere (insert Geschwurbel here)..." ;-) 73 Peter |
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milliscout
Stammgast |
#20 erstellt: 30. Apr 2010, 12:35 | |
Hallo, hinsichtlich Folienkondensatoren bin ich Deiner Meinung. Bezüglich "Audio-Kondensatoren" nicht. Ich habe vor kurzen den Laser bei einem Onkyo CD-Spieler C-721 ausgetauscht. Bei der Gelegenheit auch gleich die Netzteil-Elkos getauscht mit Elkos aus einem lokalen Elektronikladen. Das Ergebnis war unbefriedigend. Die Musik klang irgendwie flach. Jedenfalls nicht so, wie bei einem Vergleichsgerät. Ursprünglich hatte Onkyo in dem Gerät "Audio-Elkos" verbaut. Es waren entweder ELNA oder Nichicon Typen. Ich habe dann diese Standard-Elkos gegen ELNA Audio-Elkos ausgetauscht. Der Klangunterschied war beträchlich. Kein Unterschied mehr zum Vergleichsgerät. (Jedenfalls nicht mit meinen "alten Ohren" hörbar. Nochmals vielen Dank für Deine Tipps und Hinweise, werde diese beherzigen. Gruß! ridolfo |
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