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Nordmende Super 300-9: Fehlersuche - Bitte um Hilfe+A -A |
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Autor |
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Rundfunkteilnehmer
Ist häufiger hier |
#1 erstellt: 04. Okt 2020, 19:54 | |
Guten Abend zusammen, kürzlich ist mir zu meiner Freude ein "Nordmende Super 300-9" etwa von 1952 über den Weg gelaufen. Da die Grundfunktion noch gegeben war, hatte ich nach der Reinigung und dem Wechsel der einschlägigen Kondensatoren/ Elkos ein schönes Gerät, das mich über mehrere Wochen täglich im UKW-Empfang bespielt hat. Guter Klang und noch erfreulich empfangsstark. Dann hat sich leider unvermittelt das Problem ergeben, dass nun der Ton fast vollständig weg ist - da ich zwar löten (und somit Problemkondensatoren tauschen) kann, jedoch ansonsten kaum über ein elektronisches Grundverständnis verfüge, würde ich mich sehr über Hilfestellungen beim Aufspüren des Problems freuen und bitte um Verständnis darum, wenn ich etwas "niederschwellige" Beschreibungen benötige, wenn es z.B. darum geht, wo ich was messen kann. Danke für eure Unterstützung! Das Phänomen: Nur wenn ich den Lautstärkeregler voll aufdrehe, kann ich - quasi wie im Hintergrund - etwas verzerrt noch den Sender hören. Das magische Auge reagiert auch weiterhin auf das Einstellen der Frequenzen. Was ich schon probiert habe: - Ablöten des Lautsprechers, alternativer Lautsprecher => kein Unterschied - Einzelnes Wechsel aller Röhren, auch der EL41 (hier habe ich ein als NOS gekauftes Exemplar - testen kann ich dessen Funktion leider nicht, da meine anderen Röhrenradios neuer sind und keine EL41 haben) - Betrieb ohne magisches Auge -> kein Unterschied - Messen der Spannungen an den - vom Transformator kommend - ersten, im beiliegenden Schaltplan angegebenen Punkte (vgl. Scan im Anhang) => laienhaft beschrieben sieht es mir so aus, als ob die Spannung von der EL41 nicht richtig an die EABC80 "weitergegeben" wird; die direkt an der Übergabe beteiligten R48 und R49 habe ich abgelötet und gemessen, die Widerstände passen. C78 habe ich mit 0,022uF ersetzt und diesen auch einseitig ausgelötet gemessen -> der Wert passt noch. Wenn ich mich an die einigen Wochen guten Betrieb zurückerinnere, gab es da zwischendurch schon Momente, in denen die Lautstärke für einige Sekunden (jedoch nur leicht) runterging. Nach kurzer Zeit war die Lautstärke dann jedoch wieder normal da, so dass ich mir dazu nicht allzu viele Fragen gestellt habe. Nun bin ich am Ende meines Lateins angekommen. Wie kann ich weiter vorgehen, um an des Rätsels Lösung zu kommen? Danke für eure Tipps! Viele Grüße, Rainer |
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shabbel
Inventar |
#2 erstellt: 06. Okt 2020, 09:58 | |
Erstmal 3 Links: https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?t=2700 https://elektronikbasteln.pl7.de/roehrenradios-reparieren https://www.dampfradioforum.de/viewtopic.php?t=574 Du müstest Dich durch das Radio durcharbeiten. Tauschen der kritischen Kondensatoren. Sichtprüfung der Platinen und Verbindungen. Reinigen der Röhrensockel. Hochohmige Widerstände grösser 100kOhm können defekt sein. Die kannst Du im eingebauten Zustand messen. Und natürlich eine Röhre. Manchmal kommt die Funktion durch Abklopfen der Röhren mit einem Bleistift wieder. Dann ist der Fehler schnell gefunden. Messungen bei eingeschaltetem Gerät sind immer sehr gefährlich! |
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DB
Inventar |
#3 erstellt: 06. Okt 2020, 11:21 | |
Hallo, 0,5V an der Anode der E(AB)C80 sind nicht richtig. Zunächst einmal R47, R56 sowie C77, C80 prüfen. Netztrafo auf 240V stellen. Dann auch C78, 79, 93, 88, 97 prüfen. MfG DB [Beitrag von DB am 06. Okt 2020, 11:23 bearbeitet] |
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Rundfunkteilnehmer
Ist häufiger hier |
#4 erstellt: 07. Okt 2020, 20:31 | |
Guten Abend... ...und tausend Dank für diese sehr punktgenaue Hilfe! Tatsächlich war es der Widerstand R56, der hochohmig geworden war. Nachdem ich diesen Widerstand ersetzt und den Eingang von 220 auf 240V umgeschaltet habe, messe ich nun Werte im Rahmen der Toleranzen und genieße wieder den runden Klang dieses Geräts! Danke und einen schönen Abend Rainer |
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hf500
Moderator |
#5 erstellt: 09. Okt 2020, 18:18 | |
Moin, das ist doch was ;-) Ein Hinweis noch: Die Netzspannung ist dann korrekt eingestellt, wenn die Heizspannung moeglicht dicht bei 6,3V liegt. Die Anodenspannung ist unkritischer und kein Masstab fuer korrekt eingestellte Netzspannung. 73 Peter |
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