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DIY-Boxen: brauche Hilfe bei Reparatur der Weichen+A -A |
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Autor |
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MoD18
Schaut ab und zu mal vorbei |
#1 erstellt: 13. Jan 2011, 22:29 | |
Hallo Allerseits Ich habe hier zwei Paar 2Wege-Boxen, die mein Onkel vor über 15Jahren selbst entwickelt und gebaut hat. Sie waren lange Jahre bei meinem Vater im Einsatz und mussten teilweise auch gut leiden Die Folge: auf den Weichen brannten immer wieder Widerstände durch, ein paar Drosseln sind leicht deformiert, die Hochtöner verabschiedeten sich einer nach dem anderen,... Er hat sie jetzt durch ein paar Cantons ersetzt. Da diese Boxen aber wirklich gut klangen, wollte ich die Weichen neu aufbauen. Leider sind die Platinen teilweise verkokelt und durch die vielen Reparaturversuche ist es nicht einfach, den ursprünglichen Aufbau zu erkennen. Schaltpläne gibt es nicht. Ich habe daher hingesetzt und versucht, die Dinger zu rekonstruieren. Dabei kam folgender Schaltplan rum: Habe schon zwei Weichen neu gebaut und im Einsatz. Soweit so gut, doch es fehlt den Boxen an Bass/Druck. Außerdem verstehe ich den Sinn des 180Ohm Widerstands nicht und bin mir mit den 15Ohm Widerständen nicht sicher (könnten das nicht auch 1,5Ohm sein?). Habe schon eine ganze Zeit im Internet recherchiert aber ich komme einfach nicht dahinter. Allerdings glaube ich, dass es sich um eine 18dB-Weiche handelt die bei gut 2800Hz trennt(der Weichenrechner von Strassacker spuckt einen ähnlichen Schaltplan aus). Technische Daten: Bassmitteltöner: 2x Monarch / Monacor SPH-170TC (Doppelschwingspule; 2x60W, 2x8Ohm) Hochtöner: Monacor DT-100 (60W, 8Ohm) Gehäuse: 2cm MDF, Innenmaße: 44x16,5x28cm Dämmung: komplett mit Akustik Noppenschaum ausgekleidet Veränderungen, die ich vorgenommen habe: - Standard-Widerstände duch Hochlastwiederstände ersetzt - alte Dämmung (Wollpullover,...) ersetzt - Kondensatoren ersetzt (nicht baugleich) Kann mir jemand von euch helfen, den/die Fehler zu finden? Vielen Dank schonmal im Voraus! Gruß Till Edit: vergessen hab ich folgendes: - die Boxen werden nach wie vor von einen Pioneer A-676 befeuert - die Boxen sind geschlossen und das Schaltbild der Weiche hab ich angepasst, da hat sich ein Fehler eingeschlichen [Beitrag von MoD18 am 13. Jan 2011, 23:09 bearbeitet] |
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Unipol
Hat sich gelöscht |
#2 erstellt: 14. Jan 2011, 12:52 | |
Hallo, könnte der 180Ohm Widerstand nicht auch 18Ohm sein? 15Ohm: Schätze schon, dass das stimmt, aber warum simulierst du nicht mal die gesamte Weiche z.B. in boxsim und schaust mal, wie es sich mit der Impedanz über dem gesamten Übertragungbereich verhält. Die Weiche scheint mir "zusammengebastelt" worden zu sein. Hochtonbereich 18db scheint ok. Tieftonbereich ist 12db, aber die Spule erscheint mir viel zu klein und hier kann auch der Grund dafür zu liegen, dass der Bassbereich gegenüber den Mitten unterbelichtet ist. Den Serienschwingkreis ganz rechts würde ich aus Sicherheitsgründen erstmal abklemmen, solange nicht geklärt ist, was der so treibt (verschmorte Widerstände und Spulen). Gruß Gerhard |
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donhighend
Hat sich gelöscht |
#3 erstellt: 14. Jan 2011, 13:43 | |
Moin, ich hatte gerade Lust, das mal durchzuspielen. Wenn ich beiden Doppelschwingspüler mal als je ein x-beliebiges 4 Ohm Chassis ersetze und einen x-beliebigen 8 Ohm HT einsetze geht das mit der Impedanz in Ordnung. Sogar der Saugkreis scheint System zu haben. Gestrichelt ohne, durchgezogen mit... Für das HT-Sterben dürfte die sehr sehr niedrige Übergangsfrequenz, die bei den realen Chassis sicher nicht wesentlich anders ausschaut, verantwortlich sein. Ups, ich sehe gerade, dass ich die Einzelfrequenzgänge nicht mit abgebildet habe. Habe die Simu nicht gespeichert, aber die Kurven treffen sich bei ca. 1500Hz. Gruß Alex [Beitrag von donhighend am 14. Jan 2011, 13:45 bearbeitet] |
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Unipol
Hat sich gelöscht |
#4 erstellt: 14. Jan 2011, 14:03 | |
@donhighend, Vielen Dank für die Simu! Du hast den Serienschwingkreis anders eingezeichnet (sinnvoller), aber so wissen wir immer noch nicht, was der bewirkt. Man sieht, dass der Basspegel bei 85db liegt (bei 100Hz) und diesen Pegel sollte man auch in den Mitten und Höhen anstreben. Daraus folgt: größere Spule für den Tieftöner und 5db Absenkung für den Hochtöner. Dann sollte die Übergangsfrequenz höher liegen (mind. 2000Hz) und die Impedanzsenken bei 900 und 2500Hz angehoben werden. Gruß Gerhard |
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donhighend
Hat sich gelöscht |
#5 erstellt: 14. Jan 2011, 14:33 | |
Ups stimmt Ich habe den Saugkreis mal in die richtige Position gebracht, also als "Impedanzlinearisierung". Der Frequenzgang ändert sich dann natürlich nicht, lediglich die Impedanz sinkt im Bereich der Trennfrequenz auf recht genau 2 Ohm. Gruß Alex [Beitrag von donhighend am 14. Jan 2011, 15:42 bearbeitet] |
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MoD18
Schaut ab und zu mal vorbei |
#6 erstellt: 14. Jan 2011, 15:54 | |
Mahlzeit Zuerst einmal vielen Dank für die Antworten und Mühen! Was mir letzte Nacht noch einfiel: was ist, wenn ich die TMTs nicht in Reihe sondern parallel schalte? Dann wären wir doch auch wieder bei 8Öhmen. Der 180Ohm-Widerstand könnte tatsächlich ursprünglich ein 18Ohm-Widerstand gewesen sein der bei irgendeinem Reparaturversuch falsch ausgetauscht wurde. Inwiefern macht das dann mehr Sinn? Verschmort sind anscheinend meistens die 1,5 und 15Ohm Widerstände. Eine deformierte 0,33mh-Spule liegt hier auch noch, ein paar 0,22er fehlen mir, die werden auch verschmurgelt sein (?) Gruß Till |
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donhighend
Hat sich gelöscht |
#7 erstellt: 14. Jan 2011, 17:20 | |
Nenenenene, Vorsicht!!!!! Ich habe es doch richtig verstanden, dass pro Box zwei TMT vorhanden sind, oder? Es kommt dann darauf an, wie Du die beiden Schwingspulen pro Chassis verschaltest. Schaltest Du diese parallel, MUSST Du die beiden TMT in Reihe schalten. Die Parallelschaltung der beiden 8 Ohm Schwingspulen liefet 4 Ohm. Dann wieder Parallel ergäbe 2 Ohm. Das killt die meisten Verstärker. Also in Reihe schalten, damit Du wieder auf 8 Ohm kommst. Du kannst auch die beiden Schwingspulen in Reihe schalten und erhälst 16 Ohm. Dann die beiden TMT parallel führt wieder zu 8 Ohm... Gruß Alex |
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Unipol
Hat sich gelöscht |
#8 erstellt: 14. Jan 2011, 17:28 | |
Wenn die 1,5Ohm Widerstände durchgeschmort sind, tippe ich auf Hochfrequenz von einem defekten Verstärker. Den Serienschwingkreis würde ich definitiv rausschmeißen. Und dann als nächstes die Frequenzweiche komplett simulieren bzw. optimieren, dann umbauen. Gruß Gerhard |
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MoD18
Schaut ab und zu mal vorbei |
#9 erstellt: 14. Jan 2011, 18:37 | |
Argh verdammt, du hast Recht! Werde aber nochmal kontrollieren ob die Schwingspulen wirklich parallel geschaltet sind. Schade, eigentlich dachte ich, dass die Weichen durchdacht sind. Wenn nun der Serienschwingkreis (pro/contra?) weg soll, ich größere Spulen bräuchte und den HT dämpfen muss - macht es da überhaupt noch Sinn auf dieser Schaltung aufzubauen? Die von Monacor empfohlenen Trennfrequenzen liegen übrigens bei 3000Hz (TMT) bzw 2500Hz (12dB; HT) Gruß Till PS: Die meisten Bauteile auf dem Gewissen hat Herr Westernhagen. Insbesondere "Jesus" von der "Radio Maria", das leise Intro ist tödlich |
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donhighend
Hat sich gelöscht |
#10 erstellt: 15. Jan 2011, 00:19 | |
Hallo Till, die Problematik ist, dass es keine Simulaitonsdateien von den Chassis gibt. Du kommst also um die Messerei nicht herum, wenn Du auf den Chassis, welche absolut brauchbar sind, aufbauen willst. Hm ob die Weiche durchdacht ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich glaube aber viel eher, dass zum Zeitpunkt der Konstruktion 22µF Kondensatoren im Angebot waren... Fakt ist, dass die HT wegen der sehr niedrigen Trennfrequenz ein früher Tod ereilen wird. Den Saugkreis solltest Du vielleicht so einbringen, wie in meinem falschen Beispiel oben. Ich denke, dass das den Klang positiv beeinflussen könnte. Er setzt auf jeden Fall da an, wo der Bafflestep Schweinereien verursacht. Versuchs einfach mal. Ist ja nicht viel Arbeit und vor allem reversibel. Gruß Alex [Beitrag von donhighend am 15. Jan 2011, 00:19 bearbeitet] |
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MoD18
Schaut ab und zu mal vorbei |
#11 erstellt: 16. Jan 2011, 22:34 | |
Hallo Alex dann hab ich ein Problem, denn die Ausrüstung zum Messen habe ich nicht, auch nicht im Bekanntenkreis. Ist auch das erste Mal, dass ich Boxen baue. Ja, über die vielen Cs hab ich mich auch gewundert Gibt es eine Alternative zu Boxsim, mit den entsprechenden Daten? Von Monacor gibt es wohl ein Programm namens CAAD. Ist allerdings schon ziemlich alt und die Beschreibung recht spärlich. Wenns das bringt würde ich die 30e aber investieren! Sonst muss ich mich anders da durchwurschteln und damit leben dass es nicht perfekt wird Gruß Till |
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donhighend
Hat sich gelöscht |
#12 erstellt: 17. Jan 2011, 05:59 | |
Hallo Till, du bist bereit, ein paar Euronen zu investieren. Dann sollte es aber nicht das von Dir erähnte Programm sein. Kauf Dir lieber DAS HIER und lade Dir die kostenlose Version von ARTA herunter. Mit dieser Minimalausrüstung bist Du in der Lage, einfache Messungen vorzunehmen. Dies ist imho der bessere Weg. Wenn Dir das Spass macht, oder wenn Du weitere Projekte planst, kannst Du über ein besseres Mikro samt geeignetem Vorverstärker und über eine bessere Soundkarte nachdenken, als die Onboardlösung Deines Rechners, welche zumeinst am Anfang und Ende des Frequenzspektrums ein wenig lügt. Für eine überschlägige Messung mit hinreichender Genauigkeit im Bereich der Übernahmefrequenz reicht es aber allemal. Vorteil dieses preiswerten Mikros ist der, dass ein zusätzlicher Vorverstärker nicht benötigt wird. Gruß Alex [Beitrag von donhighend am 17. Jan 2011, 06:00 bearbeitet] |
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MoD18
Schaut ab und zu mal vorbei |
#13 erstellt: 17. Jan 2011, 17:19 | |
Heyho Na wenn das mit so einfachen Mitteln geht - top! Eine brauchbare Soundkarte hab ich und so ein Mikro schwirrt hier sicher auch noch irgendwo rum (EDV-Systemhaus... ) Dann such ich mir etwas Zeit, eine Doku / ein Tutorial, messe und verwurste die Werte nachher in Boxsim zur Berechnung bzw. Optimierung der Weiche Dabei treten bestimmt noch Fragen auf, melde mich dann nochmal Vielen Dank schonmal für die Hilfe! Gruß Till |
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donhighend
Hat sich gelöscht |
#14 erstellt: 17. Jan 2011, 17:42 | |
Hallo Till, wenn Du ein solches Mikro noch hast, kannst Du ja mal einen Versuch starten. Bedenke aber, dass sich Frequenzgangfehler einer minderwertigen (Onboard-) Soundkarte und eines Unkalibrierten Mikros im ungünstigen Fall addieren. Meist ist es aber so, dass solche Soundkarten zum Bass und zu den Höhen abfallende Frequenzgänge haben. Bei den Mikros ist das häufig umgekehrt. In einem solchen Fall kommts der Messgenauigkeit wieder entgegen. Das ist aber nur eine Erfahrung, welche ich selbst einmal gemacht habe. Für die Ermittlung der Trennfrquenz im Übernahmebereich sollte es überschlägig reichen. Gruß Alex [Beitrag von donhighend am 17. Jan 2011, 17:43 bearbeitet] |
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