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Politik und Geld in Deutschland+A -A |
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Autor |
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Schnuckiputz
Stammgast |
04:48
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#1
erstellt: 01. Apr 2012, |
Während von den Bürgern ständig verlangt wird, den Gürtel enger zu schnallen und sich zu bescheiden, weil wir ja angeblich alle über unsere Verhältnisse gelebt haben, passiert in der Politik nicht selten das krasse Gegenteil. Da kassieren einige Leute ab, was das Zeug hält. Es geht hier nicht um irgendwelche Neid-Debatten. Wer gute Arbeit macht, sollte auch anständig bezahlt werden. Das muß dann allerdigs auch für alle gelten. In diesem Thread geht es um extreme Negativbeispiele, wenn also Politiker versagt haben und trotzdem fürstlich entlohnt werden. Wie so etwas in der Praxis gemacht wird, hat uns erst kürzlich der zurückgetretene Bundespräsident Wulff gezeigt. Wer nun dachte, das sei kaum noch zu toppen, wird nun eines Besseren belehrt ... und zwar wieder von Wulff. Den kaum hat man ihm den "Ehrensold" bewilligt und auch die von ihm geforderten Privilegien, liest man folgendes: ![]() Sowohl Wulff als auch seine Ehefrau Bettina planen demnach, die Zeit im Schloß Bellevue medial in großem Stil auszuschlachten und dafür dick abzukassieren. Angeblich liegt Herrn Wulff ein Angebot für eine Autorenvergütung in siebenstelliger Höhe vor. Dabei ist bislang nicht einmal das strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen ihn eingestellt, d.h. möglicherweise muß er sich noch vor Gericht verantworten. Natürlich fällt es unter die Rubrik "Vertragsfreiheit", welches Honorar ein Verlag einem Autor bietet. Doch hier drängt sich wieder einmal eine besondere Unterart des sog. Wulffens auf. Denn Wulff bekommt seine persönliche Infrastruktur (Büros, Sekretärin, Dienstauto usw.) vom Steuerzahler finanziert, weil dies noch als Ausfluß seiner ehemaligen BP-Zeit gilt. Im vorliegenden Fall dürfte diese Infrastruktur aber vornehmlich zur Subventionierung einer hochdotierten Autorentätigkeit von Wulff dienen. Der Haushaltsausschuß wäre m.E. gut beraten, wenn er Wulff zumindest die gerade erst bewilligten zusätzlichen Privilegien wieder aberkennt, da seine künftige Tätigkeit als Buchautor nicht als Ausfluß seier BP-Tätigkeit gelten kann, sondern nur noch der gewinnbringenden Vermarktung dieser Zeit und/oder seiner Lebensgeschichte dient. Und wer damit Honorare in Millionenhöhe verdient, dem ist es auch zuzumuten, seine Kosten für Büro, Sekreterait, Auto usw. nicht auf den Steuerzahler abzuwälzen, sondern gefälligst aus seinen hohen eigenen Einnahmen zu bezahlen. |
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hifi-angel
Stammgast |
10:25
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#2
erstellt: 01. Apr 2012, |
Ist schon eine verrückte Welt! ![]() Die Schweiz erlässt Haftbefehle gegen deutsche Steuerfahnder und Wulff bekommt u.U. von uns die Ressourcen finanziert, um sein für Deutschland enorm wichtiges Buch zu schreiben. Mann sollte also extrem darauf achten und überprüfen wofür er das zur Verfügung gestellte Büro "missbraucht". Und wenn der deutsche Michel hinterher so blöd ist und sein Buch (und das Buch seiner ehem. First Lady) kauft, würde es ins BILD passen. ![]() |
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Soundscape9255
Inventar |
12:42
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#3
erstellt: 01. Apr 2012, |
Zum einen: Wulffs Heldenepos wollen offenbar etliche Leute lesen und dieser Personenkreis wird nahezu ausschließlich aus dem "geschundenen deutschen Steuerzahler" bestehen. Man könnte also mit etwas Zynismus von "demokratischer Legitimation" sprechen. ![]() Es gibt schlechtere "Rehabilitationsprogramme" und so spielt er wenigstens einen Teil der Unkosten wieder rein und liegt dem Steuerzahler nicht nur auf der Tasche. Zu guter Letzt: Wenn er mit seinem Heldenepos beschäftigt ist, richtet er keinen anderen Schaden an, für den man sich fremdschämen muss. Was übrigens unsere Schweizer Nachbarn angeht: Ist denen bewusst, dass man im Glashaus keine Steine werfen sollte? Ein Auslieferungsverfahren für jeden "Anlageberater", der Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet hat würde bei konsequenter Umsetzung vermutlich deren Bankenindustrie über Nacht lahmlegen. ![]() |
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Schnuckiputz
Stammgast |
18:06
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#4
erstellt: 03. Apr 2012, |
Ja, wie man sieht, kommt es immer nur auf den Standpunkt an. Und es ist eben nichts so schlecht als daß es nicht doch noch für irgendwas gut wäre. ![]() |
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