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Verräterisches Brummspektrum?+A -A |
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Autor |
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Hörschnecke
Inventar |
#1 erstellt: 17. Feb 2014, 23:39 | |||
Hallo Auguren, ich glaube zwar eher nicht, daß die nachfolgenden Informationen jemand deuten kann, aber was soll's, man weiß ja nie ... In einem anderen Zusammenhang hatte ich ein Mischpult (Fame MIX-1202USB) wieder hervorgekramt, welches wegen eines Brummen/Summen bereits von mir ausgemustert war. Ich frage mich allerdings gerade, ob man aus der Art des Brummens vielleicht einen ersten Hinweis über den möglichen Defekt oder Konstruktionsfehler bekommen kann. Ich habe dazu das Brummen einmal digital aufgezeichnet und das Frequenzspektrum erstellt (genauere Details am Ende des Textes). Anschließend habe ich das aufgenommene Brummen auch noch so stark im Audioeditor verstärkt, daß man die Signalform dieses Störsignales gut erkennen kann: Bild1) Brummspektrum Fame MIX-1202USB Bild2) Brummsignal Fame MIX-1202USB Kann man aus den Frequenzbestandteilen und der Signalform des Brummens/Summens etwas über die Ursachen ablesen? Lassen sich daraus eventuelle Reparaturmaßnahmen ableiten oder sollte man es gleich wegschmeißen? Zur Einordnung bzw. zum Vergleich habe ich noch ein anderes preisgünstiges Mischpult unter identischen Bedingungen aufgezeichnet, welches diesen hässlichen Brumm auf dem Main-Output nicht hat (Behringer UB1202). Bitte beachten, daß die vertikale Achse dynamisch angepasst ist und das Behringer einen wesentlich geringeren Störpegel hat, als es im ersten Augenblick im Vergleich zum Fame den Anschein hat! Bild3) Zum Vergleich: Behringer UB1202 (intakt) Eine gewisse Rolle könnte u.U. das mitgelieferte Netzteil des Fame spielen. Obwohl im Manual das Netzteil "MXEU5" gefordert wird, ist ein "MXEU3" beigelegt. Das MXEU3 ist eigentlich für die kleineren Mixer der Serie vorgesehen. Das MIX-1202USB hat aber laut Manual den hohen Stromverbrauch von 23W. Ich halte es zwar für eher unwahrscheinlich, aber ist das MXEU3 mit 2x16,8V/2x500mA vielleicht einfach etwas zu schwach? Details zu Durchführung: * Alle Eingangs-Potis des Mixers auf Null. * Der Main-Regler zu 3/4 aufgezogen (0dB Richtwert). * Keine weiteren Geräte angeschlossen am Mixer, bis auf die Soundcard zur Aufnahme am "Main Out". * Ausgesteuert auf etwa 0 dBu. * Der Störbrumm ist auf beiden Kanälen gleich. Gezeigt ist hier nur der linke Kanal. [Beitrag von Hörschnecke am 18. Feb 2014, 00:15 bearbeitet] |
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audiophilanthrop
Inventar |
#2 erstellt: 18. Feb 2014, 09:52 | |||
Das sieht auf jeden Fall mal so aus, als würde es über die Betriebsspannungen reinkommen. Für ein reines Masseführungsproblem ist die Wellenform zu unsymmetrisch. Das MXEU5 hätte nicht nur etwas höheren Ausgangsstrom, sondern auch etwas mehr Ausgangsspannung. Das könnte den Spannungsreglern die Arbeit etwas erleichtern, wenn es da klemmt. Ansonsten ist das eher ein Fall für ein Oszi. Ich schätze mal, die Betriebsspannungen sehen nicht besonders sauber aus, evtl. schon vor den Längsreglern. |
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Hörschnecke
Inventar |
#3 erstellt: 18. Feb 2014, 21:34 | |||
Danke für Deine guten Tips, audiophilanthrop. Ich hatte heute abend noch die Gelegenheit, das beigelegte Fame-Netzteil einmal zu tauschen. Ich Dussel habe ganz übersehen, daß das Behringer-Netzteil als Alternative in Frage kommt. Nicht nur das, es ist sogar MXEU5 beschriftet!? Irgendwie scheinen diese Lowcost-Mixer alle mehr oder weniger Kopien voneinander zu sein oder in China von denselben Bändern zu fallen. Beknackt ist allerdings, daß beide NT ein völlig unterschiedliches Steckerformat haben. Nicht nur Gender ist unterschiedlich, auch der Durchmesser der drei Pins. Ich musste mir drei sehr abenteuerliche "Adapterkabel" zurechtpfriemeln und konnte froh sein, daß der Kontakt wenigstens für eine erneute Messung gehalten hat, grrr. Fazit: Das Netzteil ist nicht der Grund. Das Brummsignal und sein Spektrum sehen genauso aus, wie mit dem schwächeren Netzteil. Es scheint also wirklich etwas Ernstes zu sein. Dein Hinweis auf die Unsymmetrie des Störsignals ist ein interessanter Punkt. Jetzt muß ich erstmal sehen, ob ich überhaupt irgendwie in die Nähe des Spannungsreglers bzw. der Gleichrichtung komme. Besonders prominent scheinen ja die 100Hz und seine Vielfachen zu sein, welche eigentlich erst nach erfolgreicher Gleichrichtung typisch sind, oder? |
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Hörschnecke
Inventar |
#4 erstellt: 19. Feb 2014, 23:42 | |||
Ich hatte das Teil jetzt zwar mal offen, aber viel ist da auf die Schnelle nicht zu machen. Im Bereich der Spannungregler ist deren Kühlkörper so um die Platine gewinkelt, daß man in dem Bereich nicht messen kann, ohne das Teil komplett zu zerlegen :(. An das Kühlblech sind aber offenbar drei Spannungsregler angeschraubt und es wird so heiß, daß man sich daran verbrennt. Ich habe mal ein Einstechthermometer drangehalten und es zeigt mindestens schonmal 65°C (obwohl der stabförmige Fühler nichtmal flächig anliegt). Das Steckernetzteil (MXEU3) hat unbelastet gemessen 2 x 19,9VAC. An den 2 x 4 Dioden, die wohl zwei Brückengleichrichter sind, messe ich jeweils 48,7 VDC und 45,5 VDC. Über einem zugänglichen Elko finde ich sogar 71,6VDC . Der USB-DAC des Mixers befindet in unmittelbarer Nähe der Spannungsregelung. Die OpAmps JRC 4580 sind gemäß einiger Stichproben mit knapp 30V versorgt (Pin4 und 8 ). Ich weiß, das sind alles sehr wenig weiterführende Daten. Ich überlege erst noch, ob ich es ganz zerlege, was bei einem Mixer der Horror ist. Abgesehen davon lohnt es den ganzen Aufwand vermutlich kaum. - Ich will erst nochmal schauen, ob der Brumm auch auf dem USB-Ausgang erscheint (was aber anzunehmen ist). [Beitrag von Hörschnecke am 19. Feb 2014, 23:46 bearbeitet] |
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Amperlite
Inventar |
#5 erstellt: 20. Feb 2014, 12:03 | |||
Ich empfehle die Anschaffung eines Labornetzteils. Vielleicht ist dafür noch etwa Platz auf dem Küchentisch. |
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Hörschnecke
Inventar |
#6 erstellt: 20. Feb 2014, 17:17 | |||
Danke, habe ich, nur eben leider nicht mit zweimal 20V und auch nicht als Wechselspannung. - Aber das Steckernetzteil ist ja sowieso nicht die Ursache. |
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audiophilanthrop
Inventar |
#7 erstellt: 26. Feb 2014, 23:05 | |||
Das würde auch noch für +/- 18 V reichen (real sind's +/- 15), genug "Luft" ist da grundsätzlich auf jeden Fall. Wenn du Spannungsregler siehst (typisch 78/7915) - sind es evtl. welche von JRC (NJM...)? Die fallen zuweilen durch Defekte auf. Sonst sind eher mal gebrochene Lötstellen das Problem.
Das ist wohl die (noch ungeregelte) Spannung für die 48V-Phantomspeisung. Ich frage mich jetzt gerade, ob die zwei Gleichrichter für getrennte symmetrische Spannungen zuständig sind. Sollte eigentlich, von >+/- 40 V auf +/15 runter ist abwärmetechnisch nicht so spaßig, wenn der Strombedarf ein paar (10) mA übersteigt. Die Spannung für die Phantomspeisung kommt i.d.R. entweder aus einem Spannungsvervielfacher oder einem kleinen Schaltwandler. [Beitrag von audiophilanthrop am 26. Feb 2014, 23:12 bearbeitet] |
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