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Zwei funktionierende Kopfhörer-Stereophonieformen+A -A |
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Autor |
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AH.
Inventar |
#1 erstellt: 15. Dez 2014, 22:30 | |
Hallo, Aufnahmen für die Lautsprecherstereophonie sind grundsätzlich nicht für Kopfhörerstereophonie geeignet. Der Schall-Einfallswinkel ist ein anderer (damit das Trommelfellsignalspektrum) und es gibt bei der Lautsprecher-Stereophonie ein Übersprechen zwischen den Kanälen. Eine Kompatibilität kann erfolgreich simuliert werden mit einem HRTF und Übersprechsimulator wie dem AKG BAP 1000, den ich zusammen mit einem AKG K 1000 betreibe. Ein Ergebnis davon ist: Lautsprecherstereophonie klingt aufgrund des Übersprechens zwischen den Kanälen grundsätzlich ziemlich schlecht. Hat man gute Lautsprecher-Hörbedingungen (genügend Direktschall am Hörplatz) erkennt man die Mängel aus der Lautsprecher-Simulation für Kopfhörer ebenfalls sehr deutlich. Mono-Aufnahmen klingen z.B. über Stereo-Lautsprecher wiedergegeben aufgrund des Übersprechens zwischen den Kanälen fast unerträglich, über einen Lautsprecher wiedergegeben zufriedenstellend. Welche Arten der Kopfhörer-Stereophonie können denn funktionieren: 1. Die Kunstkopf-Mikrofon-Aufnahme zusammen mit in-ear-Kopfhörern. Der Kunstkopf hat eine "durchschnittliche" HRTF und der in-ear-Hörer bringt das Signal näherungsweise direkt ans Trommelfell. Ein Nachteil ist allerdings, daß die Köpfe sehr verschieden sind und damit die Trommelfell-Signalspektren. Besitzer eines BAP 1000 kennen den dramatischen Einfluß verschiedener HRTF´s. Das Kunstkopfmikrofon ist also ein Kompromiß. Besser sind in-ear-Mikrofone, die man am eigenen Kopf verwendet, so nutzt man die eigene HRTF. So könnte man Konzerte aufnehmen, hat aber oft keinen akustisch optimalen Platz. 2. Das Kugelflächenmikrofon mit einem AKG K 1000. Das Kugelflächenmikrofon ist ein kopfgroßer Ball, in den im Winkel von 180 °C Mikrofone eingelassen sind. http://www.schoeps.de/de/products/kfm6 Es hat daher eine "reduzierte" HRTF (ohne Ohrmuschel und Gehörgang). Verwendet man einen ganz aufgeklappten AKG K 1000, dann erzeugt dieser in Verbindung mit den eigenen Ohren (Ohrmuschel und Gehörgang) den zweiten Teil der HRTF - und dieser Teil ist die eigene HRTF! http://www.jogis-roe...KH-Amp/AKG_K1000.jpg Besser als ein Kugelflächenmikrofon wäre ein kopfähnliches, oval geformtes Mikrofon mit Oberkörper-Ansatz, weil auch dies zur HRTF beiträgt. Wer sich überzeugen möchte und einen AKG K 1000 besitzt, kann diese CD, die mit einem Kugelflächenmikrofon aufgenommen wurden, anhören: http://www.tacet.de/...ion.php&bestnr=00120 Zur Vervollkommung der Kopfhörer-Stereophonie ist natürlich immer ein Headtracking-System wie der EMT Phönix wünschenswert, damit sich die Simulationsebene bei Kopfbewegungen nicht mitbewegt. http://www.emt-studiotechnik.de/Phoenix%20E.htm So sieht eine hörphysiologisch richtige Kopfhörerstereophonie dann aus (in zwei Varianten). Liebe Grüße Andreas [Beitrag von AH. am 15. Dez 2014, 22:45 bearbeitet] |
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thewas
Hat sich gelöscht |
#2 erstellt: 16. Dez 2014, 11:07 | |
Hallo Andreas, schau mal hier http://www.hifi-foru..._id=110&thread=10503 es hat sich da schon viel im kommerziellen und bezahlbaren Bereich getan. Schöne Grüße, Theo |
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AH.
Inventar |
#3 erstellt: 16. Dez 2014, 18:24 | |
Hallo Theo, ich habe das System nicht ganz durchschaut, aber wenn das stimmt: "Grundfunktion der Geschichte ist das man einmal eingemessene Räume via Kopfhörer reproduziert. Zum Set gehört der Smyth Realiser der die kompletten Simulationen berechnet," Wie nimmt man denn da auf? Trocken? Auch Musikinstrumente haben einen Diffusfeldfrequenzgang und klingen ohne diesen völlig unnatürlich. Man kann nur in einem guten Raum aufnehmen. Den braucht man dann auch mit meinen Vorschlägen nicht mehr zu simulieren, er wird wiedergegeben. Liebe Grüße Andreas |
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thewas
Hat sich gelöscht |
#4 erstellt: 16. Dez 2014, 18:54 | |
Hallo Andreas, bei dem Smyth geht es ja nicht um binaurale Aufnahmen (die brauchen ja keine Hardware außer Kopfhörer) sondern um eine ähnliche Kopfhörerwiedergabe wie bei klassischem Stereo/Multikanal wo der Diffusschall des Abhörraumes sich zu dem abgemischten Sound addiert und die Aufnahmen so abgemischt sind dass diese Summe ein zufriedenstellendes Erlebnis ergibt. Schöne Grüße, Theo |
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AH.
Inventar |
#5 erstellt: 16. Dez 2014, 19:05 | |
Hallo Theo, die von mir vorgeschlagenen Systeme sind ja ausdrücklich Kopfhörer-Stereophoniesysteme. Hier über den "Smyth" zu diskutieren, ist also der falsche Ort. Kompatibilität zwischen Lautsprecherstereophonie und Kopfhörerstereophonie stellt ein HRTF und Übersprechsimulator wie der BAP 1000 her. Leider mit einer überflüssigen Raumreflexion. wie bei klassischem Stereo/Multikanal wo der Diffusschall des Abhörraumes sich zu dem abgemischten Sound addiert und die Aufnahmen so abgemischt sind dass diese Summe ein zufriedenstellendes Erlebnis ergibt. So nimmt man aber bei hochwertigen Aufnahmen nicht auf. Was Du da beschreibst, braucht niemand. Warst Du schonmal in Geithain in einem der Räume von Jochen Kiesler? RT60 = 0,25 Sekunden frequenzlinear und alle Wände bis auf den Fußboden voller Diffusoren. Da klingt es gut. Im "akustisch kleinen" Wohnraum nie. Anders formuliert: Das NDR-Sinfonieorchester klingt in der Hamburger Musikhalle gut. Nicht im Wohnzimmer. Auf einer guten (üblichen, normalen) Tonaufnahme ist das NDR-Sinfonieorchester mit der Raumakustik der Hamburger Musikhalle zu hören. Wird dem eine "akustisch kleine" Wohnzimmerakustik bei der Wiedergabe übergeprägt, klingt es schlecht. Liebe Grüße Andreas [Beitrag von AH. am 16. Dez 2014, 19:14 bearbeitet] |
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thewas
Hat sich gelöscht |
#6 erstellt: 16. Dez 2014, 19:58 | |
Smyth ist doch auch nichts anderes als ein BAP 1000 oder EMT Phönix (sogar mit Headtracking! nut halt auch für mehr als 2 Kanäle wenn erwünscht) und die hiunzugefügten Raumreflexionen bei allen sind erwünscht weil übliche Stereo Aufnahmen nicht im Freifeld abgemischt werden sondern damit sie in normalen Hörräumen gut klingen, wenn sie dir in einem RAR gefallen ist das (d)eine Sache, aber nicht Ziel dieser Abmischungen. Und ja, Stereo ist leider in der existierenden Form eine Krücke und trotzdem bevorzugen viele Hörer eher stärkere früher Reflexionen http://www.casakustik.de/down/Fruehe_Reflexionen_+_Abb..pdf weil ihnen diese "Spaceousness" und "Envelopment" gut gefällt, siehe auch das Buch von Toole. Und auch wenn du sagst dass sowas keiner braucht, sieht man sehr wohl dass der Smyth sogar von vielen gebraucht und geliebt wird, du könntest ihn sogar auf eine sehr trockene Akustik nach deinem Geschmack einmessen. Schöne Grüße, Theo |
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Sub_6
Stammgast |
#7 erstellt: 16. Dez 2014, 20:04 | |
Ich werfe mal Isone Pro in die Runde. Macht bei mir keine AKL möglich, nimmt aber das Unangenehme bei vollem L/R-Panning vollständig weg. Isone Pro kostenlos |
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Apalone
Inventar |
#8 erstellt: 17. Dez 2014, 11:13 | |
Das sind Behauptungen. Und sehr -annähernd unzulässig- verallgemeinert! Es kann durchaus so sein, wie es dargstellt wird. Und kommt in etwas akustisch optimierten Hörräumen gar nicht so selten vor. |
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